Spielberichte

Kein Zugriff vor der Pause, keine Durchschlagskraft danach – Emmersdorf bleibt beim 0:0

SCU Emmersdorf
USC Pöggstall

In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich der SCU Emmersdorf am Sonntag zuhause vom Union Sportclub Pöggstall Jägerbau mit 0:0 getrennt. Das Ergebnis passte zu einem Spiel, das laut Emmersdorf-Trainer Roland Zimmerl lange keinen echten Rhythmus bekam. Vor der Pause hatten die Gäste mehr vom Spiel, nach dem Seitenwechsel wurde Emmersdorf besser, doch am Ende fehlte beiden Teams vor allem die letzte Durchschlagskraft.

Fußball auf Stadionrasen

Bild von Michal Jarmoluk auf Pixabay

Pöggstall hat vor der Pause mehr vom Spiel

Dass es torlos in die Halbzeit ging, war aus Sicht von Roland Zimmerl eher schmeichelhaft für seine Mannschaft. "In der ersten Halbzeit war Pöggstall klar die dominierende Mannschaft", sagte der Emmersdorf-Coach nach dem Schlusspfiff. Seine Elf habe in dieser Phase überhaupt keinen Zugriff gefunden und sei immer wieder zu weit vom Gegner weg gewesen. Genau das habe den Gästen in die Karten gespielt, weil sie dadurch ihre Laufbereitschaft und ihre spielerischen Elemente besser auf den Platz bringen konnten. Zimmerl sprach davon, dass Pöggstall bei zwei Situationen durchaus nahe dran gewesen sei. Die deutlichste Szene vor der Pause war für ihn jene, in der ein Pöggstaller allein vor dem Tor den Ball nicht richtig traf. So blieb es beim 0:0 zur Halbzeit, obwohl die Vorteile nach Einschätzung des Trainers klar bei den Gästen lagen.

Emmersdorf wird nach dem Wechsel besser, aber nicht zwingend genug

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild zumindest ein Stück weit. Zimmerl hatte die Probleme in der Pause angesprochen, und Emmersdorf kam verbessert aus der Kabine. "Das habe ich in der Pause angesprochen, dann wurde es besser", erklärte der Trainer. Die Gastgeber waren nun einen Tick stärker als Pöggstall und konnten die Partie offener gestalten als noch im ersten Durchgang. Trotzdem reichte diese Steigerung nicht, um das Spiel wirklich auf die eigene Seite zu ziehen. Zimmerl sprach von einigen Chancen und Halbchancen, machte aber ebenso deutlich, dass daraus keine wirklichen hundertprozentigen Möglichkeiten entstanden. Genau deshalb blieb auch die zweite Hälfte ein zähes Ringen. Emmersdorf war nun besser im Spiel, schaffte es aber nicht, daraus genug Druck vor dem Tor zu entwickeln.

Wenig Aufreger, viel Arbeit gegen einen unangenehmen Gegner

Die Gesamtbeschreibung des Spiels fiel beim Emmersdorf-Trainer deshalb auch ziemlich klar aus. "Es war ein Mittelfeldgeplänkel mit wenigen Torchancen im gesamten Spiel", meinte Zimmerl. Große Aufregung habe die Partie nicht geboten, und auch bei den entscheidenden Szenen hielt sich seine Analyse zurück. "Es gab nicht wirklich entscheidende Szenen", sagte er und verwies im Grunde nur auf die eine Möglichkeit vor der Pause, als Emmersdorf Glück hatte. Auch mit der Spielleitung war Zimmerl einverstanden. "Es gab keine Szenen, über die man diskutieren musste. Der Schiedsrichter war für beide Seiten annehmbar und in Ordnung." Für den Gegner fand er trotz des torlosen Abends anerkennende Worte. Pöggstall sei "eine gute Mannschaft" mit vielen jungen Spielern, die viel Laufbereitschaft mitbringen und das mit spielerischen Elementen verbinden. Genau diese Mischung machte die Gäste aus seiner Sicht zu einem sehr unangenehmen Gegner.

Zimmerl benennt die Probleme deutlich

Warum am Ende kein Sieger vom Platz ging, brachte Zimmerl in seiner Analyse auf zwei Punkte herunter. "Am Ende hat die Durchschlagskraft gefehlt und der absolute Wille, das Tor zu erzwingen", sagte er. Noch deutlicher wurde der Emmersdorf-Trainer, als er auf die Leistung seiner eigenen Mannschaft insgesamt zu sprechen kam. "Derzeit fehlt insgesamt die absolute Laufbereitschaft und der Wille zum Sieg", erklärte Zimmerl offen. Das 0:0 nannte er dennoch "einigermaßen in Ordnung für beide Mannschaften", weil Emmersdorf nach schwacher erster Halbzeit zwar zulegte, sich aber nicht klar genug in Richtung Sieg entwickelte. Nach drei Runden hält Emmersdorf damit bei zwei Punkten, Pöggstall bei vier. Für die Gastgeber bleibt nach diesem torlosen Abend vor allem der Auftrag, die bessere zweite Hälfte nicht nur als Reaktion zu zeigen, sondern von Beginn an mehr Zugriff und mehr Konsequenz ins Spiel zu bringen.