In der 2. Klasse Waldviertel Süd hat sich USV Münichreith mit einem 4:1 gegen SCU Emmersdorf den ersten Sieg nach zwei Niederlagen geholt. Nach dem Blitzstart der Gastgeber waren aus Sicht von Trainer Johann Bierbaumer vor allem die beiden Treffer kurz vor der Pause entscheidend. Sie gaben seiner Mannschaft jenes Selbstvertrauen zurück, das in den ersten Runden gefehlt hatte.

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Besser hätte der Nachmittag für Münichreith kaum beginnen können. Schon in der 1. Minute brachte Martin Schwinghammer die Gastgeber in Führung, und Johann Bierbaumer sagte später: „Wir sind gleich zu Beginn in Führung gegangen und hatten nach zwei Minuten die Chance auf das 2:0.“ Gerade nach dem schwierigen Start in die Saison tat dieser Auftakt sichtbar gut. Ganz so geradlinig blieb die Partie danach aber nicht. „Je länger das Spiel gedauert hat, desto mehr haben wir eigentlich die Kontrolle über das Spiel verloren“, meinte der Trainer, der auch offen zugab, dass Emmersdorf in dieser Phase die gefährlicheren Chancen hatte. Münichreith musste also erst einmal eine Phase überstehen, in der der Gegner dem Ausgleich näherkam und die Gastgeber nicht mehr so klar am Drücker waren wie in den ersten Minuten.
Umso wichtiger waren aus Münichreither Sicht die Minuten vor dem Seitenwechsel. In der 37. Minute erhöhte David Hametner auf 2:0, nur fünf Minuten später stellte Schwinghammer auf 3:0. Genau diese Tore nannte Bierbaumer als den entscheidenden Abschnitt der Partie: „Das 2:0 und das 3:0 kurz vor der Pause waren mit Sicherheit besonders entscheidend.“ Das zweite Tor sei nach einem Fehler der Emmersdorfer gefallen, beim dritten habe ein Corner den Ausschlag gegeben. „Das war für uns wichtig, weil wir mit viel mehr Selbstvertrauen aus der Pause gekommen sind“, sagte der Trainer. Statt mit einem möglichen 1:1 in die Kabine zu gehen, hatte Münichreith plötzlich einen klaren Vorsprung auf seiner Seite. Das veränderte die Ausgangslage der Partie komplett.
Nach dem Wechsel setzte Münichreith rasch nach. Schwinghammer machte in der 51. Minute das 4:0 und schnürte damit seinen Dreierpack, nachdem er schon die frühe Führung und das 3:0 erzielt hatte. Bierbaumer ordnete die Partie auch über die vier Tore hinaus ein und sah klare Fortschritte im eigenen Spiel. „Wir haben viel mehr Angriffe über die Seite zusammengebracht. Es war viel mehr Dynamik drinnen“, sagte er. Gleichzeitig blieb er bei der Einordnung bodenständig, denn aus dem Spiel heraus seien weitere Möglichkeiten nicht genutzt worden. Seine Erklärung für den klaren Ausgang war deshalb eine andere: „Am Ende hat den Unterschied ausgemacht, dass wir die effizientere Mannschaft waren, die auch zur richtigen Zeit die Tore gemacht hat.“ Genau das spiegelte das 4:0 zu diesem Zeitpunkt wider.
Ganz erledigt war die Partie damit allerdings nicht. Emmersdorf gab sich auch bei klarem Rückstand nicht auf, verkürzte in der 69. Minute durch Dragan Jovanovic auf 4:1 und kam laut Bierbaumer auch in der Schlussphase noch zu Möglichkeiten. Deshalb fiel sein Urteil trotz des klaren Ergebnisses nicht überheblich aus. „Der Sieg war am Ende nicht mehr gefährdet“, meinte Bierbaumer, verband das aber mit Anerkennung für den Gegner. Für Münichreith zählt unter dem Strich vor allem, dass nach der Verunsicherung der ersten Wochen endlich ein Erfolgserlebnis da ist.