Spielberichte

„Das schnelle Tor hat uns in die Karten gespielt“: Arbesbach zerlegt Windigsteig 6:1

UFC Arbesbach
USV Windigsteig

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral setzte sich der UFC Arbesbach am 26. Spieltag klar mit 6:1 gegen den USV Windigsteig durch. Der Vizemeister legte ein Startfurioso hin, führte zur Pause 4:1 und ließ nach dem Seitenwechsel nichts mehr anbrennen. Vierfach-Torschütze Moritz Pfeiffer stahl die Show, dazu trafen Julian Lichtenwallner und Jakub Sipek. Trainer Stefan Eichhorn sprach von klarer Überlegenheit, einem perfekten Beginn und der Geschlossenheit seiner Elf als Schlüssel zum deutlichen Erfolg.

Rasen mit weißer Markierungslinie

Foto von Fabricio Trujillo bei Pexels

Früher Dosenöffner, Pfeiffer im Torrausch und eine klare Pausenführung

Arbesbach erwischte Windigsteig eiskalt und stellte das Spiel schon in der ersten halben Stunde in eine klare Richtung. Moritz Pfeiffer brauchte nur zwei Minuten für das 1:0, wenig später legte Julian Lichtenwallner zum 2:0 nach (14.). Der Gastgeber blieb am Drücker, Pfeiffer erhöhte mit einem Doppelpack auf 3:0 (22.) und 4:0 (30.). Windigsteig kam zwar durch Manfred Wimmer zum 4:1 (36.), doch zur Pause stand ein sattes 4:1 auf der Anzeigetafel.

Nach dem Wechsel blieb Arbesbach das aktivere Team. Jakub Sipek machte mit dem 5:1 (63.) früh alles klar, ehe Pfeiffer in Minute 74 seinen vierten Treffer drauflegte. Am Ende stand ein hochverdienter 6:1-Heimsieg, zu dem Arbesbachs Offensivreihen mit Tempo, guten Laufwegen und konsequentem Nachrücken immer wieder Druck erzeugten.

Eichhorn lobt Matchplan, Variabilität und Abwehr – „hätten noch höher gewinnen können“

„Über neunzig Minuten waren wir klar überlegen und das Ergebnis hätte meiner Meinung nach noch höher ausfallen können“, ordnete Stefan Eichhorn den Auftritt ein. Für ihn war der Start der Türöffner: „Das schnelle Tor hat uns in die Karten gespielt.“ Vor allem gefiel ihm, dass der Matchplan griff: „Wir haben den Matchplan wirklich umgesetzt. Auf mehreren Positionen haben wir Varianten, die schwer zu verteidigen sind.“ Dass die Hausherren diesmal drei verschiedene Torschützen stellten, passt in sein Bild: „Woche für Woche haben wir verschiedenste Torschützen.“ Auch abseits der Treffer fand der Coach viele positive Punkte: „Wir haben zahlreiche Chancen liegen gelassen, aber das stimmt mich positiv. Am Abschluss kann man arbeiten – die Entstehung, die Laufwege, das hat schon gut funktioniert.“ In der Rückwärtsbewegung blieb Arbesbach stabil: „Hinten haben die Burschen das ziemlich trocken runtergespielt.“ Zum Gegner sagte Eichhorn: Windigsteig sei an guten Tagen über Standards gefährlich, „die haben wir heute sehr sauber verteidigt.“ Er hatte zudem den Eindruck, dass beim Gast wichtige Kräfte fehlten: „Sie sind nicht in der stärksten Besetzung gekommen und sind nie richtig ins Spiel gekommen.“ Fair blieb er auch in der Bewertung des Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war unauffällig, hat seine Sache gut gemacht.“

„Körperlich überlegen“ – Vizemeisterkurs bestätigt und Fokus auf Relegation

Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen den Teams wurde Eichhorn deutlich: „Wir waren körperlich überlegen und in der Breite des Kaders haben wir mehr Qualität.“ Mit dem 6:1 unterstrich Arbesbach die Form zum Saisonende und fixierte den Vizemeistertitel – ein Etappenziel, das der Trainer bewusst einordnet: „Jetzt haben wir den Vizemeistertitel in der ersten Saison geholt. Das nehmen wir gerne mit und lernen daraus.“

Der Blick richtet sich sofort nach vorne: „Jetzt konzentrieren wir uns zu hundert Prozent auf die zwei Relegationsspiele.“ Perspektivisch hat Eichhorn klare Pläne: „Mein Ziel ist, die sehr guten jungen Einheimischen weiter zu fördern und zu fordern und sie um unsere Führungsspieler herum aufzubauen. Aus diesem Mix wollen wir eine Einheit formen, die weit über die erste Elf hinausgeht.“ Große Umbrüche kurz vor der Sommerpause sind nicht geplant: „Wir bringen die Saison sauber zu Ende und setzen die nächsten Schritte dann im neuen Jahr.“

2. Klasse Waldviertel Zentral: Arbesbach : Windigsteig - 6:1 (4:1)

  • 74
    Moritz Pfeiffer 6:1
  • 63
    Jakub Sipek 5:1
  • 36
    Manfred Wimmer 4:1
  • 30
    Moritz Pfeiffer 4:0
  • 22
    Moritz Pfeiffer 3:0
  • 14
    Julian Lichtenwallner 2:0
  • 2
    Moritz Pfeiffer 1:0