Spielberichte

„Wir haben Charakter gezeigt“ – Weinberger erklärt Eibensteins 4:2 in Langschlag

UFC Langschlag
SV Eibenstein

In der 2. Klasse Waldviertel Zentral schloss der UFC AMON Langschlag die Saison mit einer 2:4-Heimniederlage gegen den SV Eibenstein ab. Die Gäste legten früh doppelt vor, mussten nach dem 2:2 noch einmal nachziehen und machten die Partie in der Schlussphase zu. Trainer Philip Weinberger sprach von einer reifen Auswärtsleistung: „Wir waren über 90 Minuten die bessere Mannschaft und haben Charakter gezeigt.“ Zugleich blieb Selbstkritik: „Wir hätten das Spiel früher zumachen müssen.“ Für Eibenstein trafen Koller, Doppelpacker Pacholik und Tauber, für Langschlag Klein und Vanek.

Zweikampf zwischen Spielern in Rot und Weiß-Blau - Ball in der Luft

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Früher Doppelschlag, dann meldet sich Langschlag – 1:2 zur Pause

Eibenstein erwischte den deutlich besseren Start. Nach zwölf Minuten stellte Thomas Koller auf 0:1, nur eine Minute später erhöhte Stanislav Pacholik auf 0:2. „Wir haben sehr früh die zwei Tore gemacht und waren die spielbestimmende Mannschaft“, ordnete Philip Weinberger ein. „Wir hatten das Spiel im Griff und insgesamt mehr vom Spiel.“ Langschlag fand jedoch eine Antwort: Kevin Klein verkürzte in Minute 21 auf 1:2. Trotz des Anschlusstreffers blieb bei den Gästen das Gefühl, das Match zu kontrollieren. „Bis auf eine Viertelstunde waren wir am Drücker“, so Weinberger. Was fehlte, war das dritte Tor vor der Pause: „Wir hätten das 3:1 machen müssen, dann ist die Sache schneller zu.“ Mit dem 1:2 ging es schließlich in die Kabinen – ein Zwischenstand, der den offenen Charakter der ersten Hälfte gut abbildete.

Nach dem 2:2 zeigt Eibenstein Haltung – Pacholik und Tauber machen den Deckel drauf

Nach Wiederbeginn ließen die Gäste Chancen liegen, doch Langschlag gab sich nicht geschlagen. In der 58. Minute stellte Patrik Vanek auf 2:2, und das Spiel war wieder völlig offen. Weinberger sah seine Mannschaft jedoch nicht wackeln: „Auch nach dem 2:2 hat man gemerkt, dass wir das Spiel gewinnen wollen.“ Seine Elf blieb aktiv und suchte weiter den Weg nach vorne. Belohnt wurde das in der Schlussphase: Stanislav Pacholik traf in Minute 76 zum 2:3 und schnürte damit den Doppelpack. Eibenstein blieb dran und entschied die Partie endgültig in Minute 86, als Tomas Tauber zum 2:4 einschob. „Das Entscheidende war heute unser Charakter“, fasste der Coach zusammen. „Wir sind drangeblieben und haben das Spiel verdient gewonnen.“ Genau diese Konsequenz nach dem Ausgleich war am Ende der Unterschied.

Zweikampfpräsenz, Standards, Schiri-Eindruck – und ein Saisonabschluss ohne Hektik

Inhaltlich hob Weinberger mehrere Punkte hervor. „Wir waren in den Zweikämpfen präsent“, sagte er und verwies auf gelungene Kombinationen: „Phasenweise haben wir sehr gut gespielt und die Tore schön herausgespielt.“ Besonders gefährlich blieb Eibenstein auch bei ruhenden Bällen. „Bei Standards sind wir immer gefährlich“, meinte der Trainer. Dazu kam ein eiskalter Stanislav Pacholik: „Heute war er vor dem Tor eiskalt.“ Zum Unparteiischen fand Weinberger ausgewogene Worte: „Der Schiedsrichter ist sehr jung, er hat das ganz gut gemacht. Die gelben Karten waren in Ordnung.“ Eine Szene blieb für ihn offen: „Beim Elfmeter war es schwierig. Von der Seite wurde mir gesagt, dass es kein Foul war.“ Zum Gegner zeigte er Respekt: „Langschlag ist keine schlechte Mannschaft, viele junge Spieler.“ Da es die letzte Runde war, sei es „ein richtiger Sommerkick, ohne böse Fouls“ gewesen.

In der Endabrechnung steht Eibenstein mit 48 Punkten auf Rang vier, Langschlag beschließt die Saison im stabilen Mittelfeld. Für die Gäste bleibt ein klarer Eindruck zurück: eine kontrollierte Auswärtsleistung, die man mit mehr Effizienz sogar früher entschieden hätte – und genügend Substanz, um darauf aufzubauen.

2. Klasse Waldviertel Zentral: UFC Langschlag : Eibenstein - 2:4 (1:2)

  • 86
    Tomas Tauber 2:4
  • 76
    Stanislav Pacholik 2:3
  • 58
    Patrik Vanek 2:2
  • 21
    Kevin Klein 1:2
  • 13
    Stanislav Pacholik 0:2
  • 12
    Thomas Koller 0:1