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"Wir wollen uns mit einem Sieg verabschieden" – Ratzinger blickt auf Pottschachs Finale gegen Gloggnitz

SVSF Pottschach

Vor dem letzten Heimauftritt des SVSF Pottschach in der 2. Klasse Wechsel gegen Gloggnitz II ordnet Trainer Helmut Ratzinger die Lage ein: Platz sechs nach 21 Runden, viel Verletzungspech – aber eine intakte Truppe und frische Impulse durch Rückkehrer. "Wir wollen uns mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden", sagt der Coach und nennt Fitness, Taktik und das Spielerische als Baustellen, die in der Vorbereitung geschlossen werden sollen. Der Blick geht nach vorne, ohne das Erreichte kleinzureden – und mit klarem Plan fürs Saisonfinale.

Fußball und Fußballschuh bei Eckball

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Zwischenbilanz mit Kante: Pottschach weiß, woran gearbeitet wird

Helmut Ratzinger redet vor dem letzten Spiel nicht um den heißen Brei. Der Pottschach-Coach sieht sein Team nach einer wechselhaften Saison solide im Rennen, benennt aber klar die Felder, in denen es rascher vorangehen muss. "Wir haben auf jeden Fall Verbesserungsbedarf in der Fitness, taktisch und spielerisch. Da müssen wir aufholen, aber jetzt haben wir Zeit für die neue Saison – wir gehen in die Vorbereitung", sagt er. Der Tabellenstand untermauert die Mischung aus Stabilität und Luft nach oben: Der SVSF steht nach 21 Runden auf Rang sechs, nur wenige Zähler hinter Platz fünf. Auch der Saisonverlauf zeigt, dass der Verein sich im Frühjahr auf einem ordentlichen Niveau eingependelt hat. In der internen Betrachtung zählt für Ratzinger aber weniger die Tabelle als der tägliche Schritt am Trainingsplatz, und genau dort will er mit seinem Team ansetzen.

Gemeinsam an einem Strang: Stimmung top, Neuzugänge als Puzzlestücke

Während die sportlichen Baustellen offen angesprochen werden, ist die Stimmung im Klub gut. "Die Stimmung im Verein und in der Mannschaft ist sehr gut. Da zieht jeder an einem Strang", betont Ratzinger. Besonders wichtig sind ihm die frischen Gesichter mit Stallgeruch: "Unsere Neuzugänge, viele mit Pottschach-Vergangenheit, passen fußballerisch – aber vor allem charakterlich – sehr gut." Der Trainer spricht von Verstärkungen für beide Richtungen, vorne wie hinten. "Das sind Qualitätsspieler und Führungsspieler. Das waren wohl die letzten Puzzlestücke, die wir gebraucht haben." Bei den Abgängen hält er den Ball bewusst flach: "Ein, zwei wird es geben, das ist noch nicht spruchreif." Aus den Worten spricht Plan und Geduld. Der Kern ist gesetzt, die Hierarchie soll wachsen, und die neuen Kräfte sollen in einer intakten Kabine schnell Verantwortung übernehmen.

Viele Ausfälle, trotzdem konkurrenzfähig – und jetzt Gloggnitz im Fokus

Die zurückliegenden Wochen waren in Pottschach geprägt von einer Verletztenliste, die gefühlt nicht enden wollte. "Wir hatten zuletzt viele Verletzte und Angeschlagene – insgesamt fast 18 bis 20 Spieler in U23 und Kampfmannschaft", schildert Ratzinger die personelle Dauerbaustelle. "Gegen Aspang waren einige verhindert, gegen Puchberg war es richtig schwierig. Da haben ein paar ihr Debüt gegeben oder wir mussten reaktivieren. Trotzdem konnten wir zwei Mannschaften stellen." Gerade in solchen Phasen zählt jedes geschlossene Auftreten. "Gegen Aspang waren eigentlich alle elf am Platz Team-der-Woche-reif", sagt der Coach über den starken Auftritt. Und er erinnert daran, dass man dem späteren Meister die Party im Pottschacher Boden nicht überlassen wollte. "Wir wollten ihnen die Meisterfeier verderben – das ist uns gelungen." Nun liegt der Fokus auf dem Finale daheim gegen Gloggnitz II. "Gegen Gloggnitz kommen hoffentlich einige zurück. Wir wollen uns mit einem Sieg in die Sommerpause verabschieden." Das Ziel ist schlicht, aber deutlich: die gute Arbeit trotz aller Umstände mit einem spürbaren Ergebnis zu krönen.

Konstante Achse und ein klarer Ausblick: Wer den Takt vorgibt

Bei aller Teamdenke nennt Ratzinger auch jene, die der Mannschaft in vielen Wochen Halt gegeben haben. "Hervorheben kann man Mathias Liebezeit, Norbert Kokenszky und Mark Simon. Alle drei bringen über die ganze Saison konstante Leistungen", erklärt der Trainer. Dass Simon zuletzt angeschlagen war, ändert an seiner Wertschätzung nichts. Die Botschaft ist eindeutig: Auf eine verlässliche Achse lässt sich aufbauen. Ratzinger stellt zugleich klar, wie es weitergehen soll: Fitness schärfen, Abläufe verfeinern, spielerisch zulegen – und den Konkurrenzkampf in der Vorbereitung anheizen. "Wir schauen mehr auf uns als auf die anderen", sagt er, ohne große Sprüche. Das Selbstverständnis ist bodenständig: aus einem starken Miteinander mehr Konstanz herausholen. Gelingt zum Abschluss gegen Gloggnitz II der erhoffte Dreier, wäre es die richtige Klammer um ein forderndes Halbjahr.