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„Mannschaftliche Geschlossenheit und Fitness“ – Born erklärt Puchbergs Frühjahrsaufschwung

ATSV Puchberg

In der 2. Klasse Wechsel erlebt der ATSV Puchberg ein zweigeteiltes Jahr: Insgesamt steht Rang zehn zu Buche, doch seit dem Winter wirkt vieles gefestigter. Trainer Mario Born ordnet die Entwicklung ein – mit einem nüchternen, aber zuversichtlichen Blick. Sein Tenor: hinten sicherer, als Gruppe enger zusammengerückt, im Kopf klarer. Das Frühjahr bringt spürbaren Rückenwind, der sogar in einem Sieg gegen Ligaprimus Aspang mündete – ein Fingerzeig, dass der Weg stimmt.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Defensiv dichter, als Gruppe enger zusammengerückt – Born stellt die Basisarbeit heraus

Mario Born setzt den ersten Anker bei der Stabilität. „Wir haben uns defensiv sehr verstärkt im Gegensatz zum Herbst“, sagt der ATSV-Trainer und meint damit weniger eine große Systemrevolution als eine klare Rückbesinnung auf die Grundlagen. Aus seiner Sicht zahlt sich die Arbeit ohne Ball aus, weil sie Orientierung, Ruhe und Vertrauen gibt. Dass das Team diese Linie annimmt, zeigt sich für Born weniger in Schlagworten als im Umgang miteinander: „Das hat das Mannschaftsgefühl verbessert.“ Beides hängt für ihn unmittelbar zusammen. Wer weniger offene Räume zulässt, hat automatisch mehr Kontrolle – und wer mehr Kontrolle spürt, trifft einfachere Entscheidungen. Puchberg hat damit das Fundament gelegt, auf dem das restliche Frühjahr stehen konnte.

Fitness, Rückkehrer und Neuzugänge: „Aufgrund des Frühjahrs ist die Stimmung sehr gut“

Der zweite Baustein ist körperlich – und mental gleich mit. „Aufgrund des Frühjahrs ist die Stimmung sehr gut“, fasst Born das Innenleben der Kabine zusammen. Er erklärt es konkret: „Es sind alle fitter geworden“, dazu sind im Frühjahr die Verletzten zurückgekommen. Auch die Neuzugänge aus Ungarn haben laut Born gut eingeschlagen und der Gruppe frischen Wettbewerb sowie Optionen gebracht. Die Folge ist ein Kader, der wieder in die Breite geht. Auf der Tagesliste stehen aktuell nur die üblichen Zipperlein einer langen Saison. „Alles so halbwegs fit. Nur kleine Wehwehchen, die am Ende der Saison kommen“, bleibt Born sachlich. Dieses „halbwegs fit“ klingt bewusst bodenständig – und doch steckt genau darin Puchbergs Frühjahrsantrieb.

Maßstab Spitzenteams: zwischen Lehrstück und Bestätigung

Für eine ehrliche Standortbestimmung schaut Born dorthin, wo das Niveau ganz oben hängt. „Im Herbst gegen Aspang waren wir chancenlos, und jetzt im Frühjahr gegen Neunkirchen waren wir auch chancenlos“, sagt er offen. Beides sind die Teams, die die Liga anführen – Aspang liegt auf Platz eins, Neunkirchen auf zwei. Gerade deshalb fällt der Gegenpunkt umso mehr ins Gewicht: „Dafür haben wir im Frühjahr gegen Aspang gewonnen.“ Für Born ist das kein Anlass, abzuheben, sondern ein Hinweis, dass der Matchplan und die verbesserte Physis auch gegen die Besten tragen können. Die Mischung aus klaren Grenzen und einem starken Ausreißer nach oben beschreibt Puchbergs Lernkurve treffend: aus bitteren Tagen lernen, an guten Tagen die Linie bestätigen.

Tabelle, Trend und Ausblick: „Wir wollen das bis zum Schluss mitnehmen“

Der Blick auf die Gesamttabelle bleibt nüchtern: Puchberg steht auf Rang zehn und damit weiter in der unteren Hälfte. Born nimmt das an, ohne zu klagen – und betont zugleich den Schritt nach vorne: „Die Frühjahrstabelle ist bisher hervorragend, da sind wir Vierter.“ Was den Sprung möglich macht, fasst er knapp zusammen: „Mannschaftliche Geschlossenheit und Fitness.“ Damit es so bleibt, formuliert Born eine simple Arbeitsvorgabe: „Ich hoffe, dass alle weiterhin beim Training mitziehen.“ Der Rahmen im Verein passt, „alles wie gehabt“, große Baustellen gibt es keine. Und an die Tribünen richtet er einen leisen Wunsch, der längst gelebte Realität ist: „Einfach weiterhin die Mannschaft unterstützen.“ Der Plan für die letzten Wochen ist damit gesetzt – ruhig bleiben, arbeiten, den Flow aus dem Frühjahr bis zum Schluss mitnehmen.