Spielberichte

1:6 in Hauskirchen: Rabensburg-Coach Gehart lobt Moral – und ärgert sich über Abseits- und Elferpfiffe

USV Hauskirchen
ESV Rabensburg

In der 2. Klasse Weinviertel setzte sich der USV 1950 Hauskirchen klar mit 6:1 gegen den ESV Rabensburg durch. Hauskirchen war über weite Strecken das aktivere Team und nutzte seine Chancen eiskalt. Rabensburg traf zwar kurz nach der Pause, kassierte aber postwendend die nächste Antwort. Trainer Daniel Gehart sprach von großen Personalsorgen, lobte dennoch die Moral seiner Elf – und haderte deutlich mit mehreren Entscheidungen des Schiedsrichters.

Nahaufnahme eines Fußball beim Abstoß durch den Torwart

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Frühe Führung, klare Kante: Hauskirchen bestimmt das Spiel

Hauskirchen erwischte einen Start nach Maß und hatte schon früh mehr vom Spiel. In Minute 8 stellte Florian Schön auf 1:0 und gab dem Favoriten die gewünschte Sicherheit. Rabensburg suchte den Zugriff, doch die Hausherren blieben am Drücker. Kurz vor dem Pausenpfiff erhöhte Filip Kukucka auf 2:0, womit die Richtung zur Halbzeit klar war. Drei Minuten nach Wiederbeginn legte erneut Florian Schön zum 3:0 nach. Rabensburg meldete sich zwar zurück: Andre Fiegerl drückte in der 51. Minute zum 3:1 ein und brachte seine Farben kurz ins Spiel. Doch Hauskirchen antwortete sofort, wieder durch Schön, der in der 55. Minute das 4:1 machte. Spät wurde es deutlich: Christoph Perci traf in der 77. Minute zum 5:1. In Minute 86 sahen Marco Erasim auf Rabensburger Seite und Perci bei Hauskirchen Rot. Den Schlusspunkt setzte Norbert Jankto mit dem 6:1 in Minute 90.

Gehart über Ausfälle und Anerkennung: „Muss meinen Spielern ein großes Lob aussprechen“

Nach dem Schlusspfiff suchte Rabensburgs Trainer Daniel Gehart keine Ausreden, sondern ordnete die Kräfteverhältnisse klar ein. „Hauskirchen hat zu Recht gewonnen. Sie waren die stärkere Mannschaft“, sagte er und verwies gleich auf die schwierige Ausgangslage: „Gestern sind vier Legionäre ausgefallen und dazu noch ein Spieler mit einer roten Karte. Diese fünf können wir qualitativ nicht ersetzen, um gegen den designierten Meister Paroli zu bieten.“ Trotz des deutlichen Ergebnisses hob Gehart die Einstellung seiner Truppe hervor: „Grundsätzlich muss ich meinen Spielern ein großes Lob aussprechen. Die Moral und die Haltung waren sehr positiv.“ Auch den Gegner sah er stark: „Hauskirchen war drückend überlegen. Sie haben brav durchs Mittelfeld kombiniert und waren mit ihren langen Bällen immer gefährlich.“ Aus seiner Sicht passte die Geschichte: Der Tabellenführer war klar besser, und seine geschwächte Elf musste Tribut zollen.

Abseits, Handspiel, Platzverweise: „Drei Tore hätten nicht zählen dürfen“

Deutlich wurde Gehart, wenn es um die strittigen Szenen ging. „Der Knackpunkt war sicher der Schiedsrichter“, meinte er und legte nach: „Von den Toren waren zumindest drei nicht anzuerkennen.“ Konkret kritisierte er das 1:0 („eindeutig Abstoß für uns“) sowie weitere Treffer, die „drei Meter im Abseits“ gewesen seien. Außerdem bemängelte er nach der Pause einen Handelfmeter für Hauskirchen: „Wenn sich der Spieler selbst auf die Hand schießt, ist es kein Elfer.“ Im offiziellen Verlauf ist ein Strafstoß nicht vermerkt, Gehart blieb dennoch bei seiner Sicht. Auch bei den Karten sah er Diskussionsstoff und sprach von zwei Ausschlüssen in der Partie – einen davon hielt er für berechtigt, den anderen für überzogen. Laut Spielverlauf gab es in Minute 86 je eine Rote für Marco Erasim und Christoph Perci. Unabhängig davon war die Partie früh entschieden. Für Rabensburg, aktuell im gesicherten Mittelfeld, bleibt der Blick nach vorne: Die Moral aus Hauskirchen mitnehmen, auf Rückkehrer hoffen – und die letzten Runden seriös zu Ende spielen.

2. Klasse Weinviertel: Hauskirchen : Rabensburg - 6:1 (2:0)

  • 90
    Norbert Jankto 6:1
  • 77
    Christoph Perci 5:1
  • 55
    Florian Schön 4:1
  • 51
    Andre Fiegerl 3:1
  • 48
    Florian Schön 3:0
  • 45
    Filip Kukucka 2:0
  • 8
    Florian Schön 1:0