In der 2. Klasse Weinviertel setzte es für den SC Dürnkrut zum Saisonabschluss eine deutliche 1:6-Niederlage beim SCU Altlichtenwarth. Dabei führten die Gäste früh, ehe die Hausherren die Partie drehten und nach der Pause klar davonzogen. Dürnkrut-Trainer Mario Nikic verwies auf die extrem dünne Personaldecke und haderte vor allem mit der eigenen Effizienz: „Wir haben es in der Chancenauswertung verloren.“ Trotz des ernüchternden Resultats betonte er den Fortschritt über die Saison, besonders in der Rückrunde: „Wir wollten einen Schritt machen, und den haben wir gesehen.“

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Dürnkrut erwischte den besseren Start: Bereits in der 9. Minute stellte Mathias Klein auf 0:1 und belohnte die Gäste für einen wachen Beginn. Altlichtenwarth brauchte etwas, kam dann aber immer besser ins Spiel. Nach 24 Minuten glich Richard Neurocny zum 1:1 aus und verschaffte den Hausherren Rückenwind. Zehn Minuten später folgte der nächste Stich: Radojica Kalinov drehte in der 34. Minute die Partie auf 2:1. Mit diesem Zwischenstand ging es in die Pause. Dürnkrut hatte seine Momente, brachte aber in dieser Phase die eigenen Möglichkeiten nicht konsequent zu Ende – die Führung war dahin, die Gastgeber fortan im Vorteil.
Nach dem Spiel suchte Mario Nikic keine Ausreden, sondern erklärte offen die Rahmenbedingungen. „Es war das letzte Spiel der Saison. Wir hatten sehr viele Ausfälle und eine sehr dünne Bank“, sagte der Dürnkrut-Coach. Mehr noch: „Einige Spieler haben verletzt gespielt, wir hatten keinen Auswechselspieler da. Somit kann ich ihnen auch nicht wirklich einen Vorwurf machen.“ Auch zur Intensität äußerte er sich klar: „Es war das letzte Spiel, es hatte sehr wenig Intensität über das ganze Match. Der Gegner hat dann die Tore gemacht und verdient gewonnen.“ Gleichzeitig blieb er bei der eigenen Kritik: „Wir haben verloren, es hätte auch anders ausgehen können. Wir hatten genug Chancen, aber wir haben sie nicht genutzt.“ Der Blick des Trainers blieb damit nüchtern, aber nachvollziehbar – Personalnot, wenig Körner und schwache Effizienz sind in dieser Liga selten zu kaschieren.
Nach dem Seitenwechsel legte Altlichtenwarth zu und zog der Partie endgültig den Stecker. In der 68. Minute traf erneut Radojica Kalinov zum 3:1, fünf Minuten später erhöhte Radim Kleiber auf 4:1 (73.). Dürnkrut konnte in dieser Phase nicht mehr zusetzen, auch weil – so Nikic – die Wechseloptionen komplett fehlten. Die Gastgeber blieben am Drücker: Florian Antos stellte in der 77. Minute auf 5:1, ehe Kalinov mit seinem dritten Treffer des Tages in der 83. Minute den 6:1-Endstand fixierte. Nikic’ Fazit passte zum Verlauf: „Wir haben es in der Chancenauswertung verloren.“ In der Abschlusstabelle landet Altlichtenwarth mit 27 Punkten auf Rang 11, Dürnkrut schließt mit 22 Zählern als Zwölfter ab. Trotz des bitteren Finaltags bleibt für Nikic der Saisonblick positiv: „Wir wollten Fortschritt – vor allem in der Rückrunde war der da. Daran knüpfen wir an.“