In der 2. Klasse Weinviertel holte der ESV Rabensburg ein spätes 2:1 gegen den SV Zistersdorf. Die Gäste lagen zur Pause vorne, doch Stefan Tucek glich nach der Halbzeit aus, ehe Andre Fiegerl in Minute 90+1 den Sieg fixierte. Trainer Daniel Gehart blieb ehrlich: "Unterm Strich war Zistersdorf besser." Gleichzeitig betonte er, wie wichtig die eigene Haltung war: "Unsere größte Stärke war heute sicher unsere Kampfbereitschaft."

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Die Geschichte der 90 Minuten ließ sich klar lesen: Zistersdorf erwischte den besseren Tag mit mehr Ballbesitz und Zug zum Tor, Rabensburg hielt dagegen und blieb im Spiel. Nach 22 Minuten traf Samuel Centes zum 0:1, der Pausenstand von 0:1 passte zu dieser Phase. "Im Grunde war Zistersdorf überlegen. Sie hätten Chancen für mehr Tore gehabt", erklärte Daniel Gehart später. Nach dem Wechsel meldeten sich die Hausherren mit einfachem, geradem Fußball zurück. In Minute 55 stellte Stefan Tucek auf 1:1 und gab der Partie eine neue Richtung. Beide Teams arbeiteten weiter an der Entscheidung, doch das letzte Wort hatten die Gastgeber: In der Nachspielzeit drückte Andre Fiegerl den Ball zum 2:1 über die Linie – ein später Treffer, der einen langen Arbeitstag krönte und den Heimsieg fix machte.
Nach Schlusspfiff wählte der Rabensburg-Coach eine ehrliche Einordnung. "Unterm Strich war Zistersdorf besser. Sie hatten mehr vom Spiel, sie hatten auch mehr Chancen. Aber die alte Fußballerwahrheit hat sich bewahrheitet: Wer die Tore nicht macht, bekommt sie." Er beschrieb auch die wohl prägendste Szene aus seiner Sicht: "Entscheidend war eine Szene, in der Zistersdorf allein vor dem leeren Tor den Ball nicht untergebracht hat." Genau solche Momente hielten seine Mannschaft im Match. Die Gastgeber nutzten ihre Möglichkeiten konsequenter – einmal zum Ausgleich, ganz spät zum Sieg. "Unsere größte Stärke war heute sicher unsere Kampfbereitschaft. Wir haben es dem Gegner definitiv nicht leicht gemacht", sagte Gehart, der damit auch den Schlüssel zum Umschwung benannte: dranbleiben, nichts herschenken, auf die eine Chance warten.
Das 2:1 fühlt sich für Rabensburg nicht nur wegen des späten Zeitpunktes gut an. Es ist ein Sieg gegen ein Team, das an diesem Tag laut Trainer "überlegen" war – und dennoch mit leeren Händen dastand. Für Zistersdorf bleibt die Erkenntnis, dass es an der Effizienz haperte, auch wenn vieles im Spiel stimmte. In der Tabelle nach 26 Runden stehen die Gäste mit 42 Punkten auf Rang sechs, Rabensburg hält bei 38 Zählern auf Platz acht. Für die Gehart-Elf lässt sich daraus eine klare Botschaft mitnehmen: Wenn die Einstellung passt, kann man auch enge und schwierige Partien drehen. Auf dieser Haltung lässt sich aufbauen, denn der Aufwand vom Samstag hat sich ausgezahlt – sichtbar im Ergebnis und spürbar in der Kabine.