Spielberichte

„Wir waren dem 3:2 näher“ – Altlichtenwarth nimmt nach kampfstarkem Auftritt einen Punkt mit

Poysbrunn-F./Ottenthal
Altlichtenwarth

In der 2. Klasse Weinviertel hat sich der SCU Altlichtenwarth am Freitagabend bei der SG Poysbrunn-F./Ottenthal ein 2:2 erarbeitet. Trainer Jürgen Roob sprach nach dem Spiel von einem „gerechten Unentschieden“, sah seine Mannschaft in der Schlussphase aber sogar näher am Sieg. Vor allem mit dem Kampfgeist und der Reaktion auf mehrere Rückschläge war der Altlichtenwarth-Coach diesmal deutlich zufriedener als noch in der Vorwoche.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Guter Beginn ohne Lohn, dann der Rückstand

Roob hatte aus Sicht der Gäste zunächst einen ordentlichen Start gesehen. „Wir sind gut in das Spiel reingestartet. Die ersten fünfzehn Minuten haben uns gehört“, sagte der Trainer, dessen Mannschaft sich früh ordentlich hineinbiss. Trotzdem lag Altlichtenwarth nach 20 Minuten hinten, weil Alexander Kaiser für die Gastgeber zum 1:0 traf. Gerade dieser Treffer beschäftigte Roob auch nach Schlusspfiff noch. „Beim 1:0 waren wir recht unsortiert“, sagte er einerseits selbstkritisch, ergänzte aber ebenso deutlich: „Das war für mich ein doppeltes Handspiel.“ An seiner Sicht auf diese Szene ließ er keinen Zweifel, ohne damit den weiteren Auftritt seiner Mannschaft kleinzureden. Denn trotz des Rückstands blieb Altlichtenwarth im Spiel, hielt dagegen und fand den Weg zurück. In der 31. Minute fiel das 1:1 durch ein Eigentor von Jakub Senk, womit sich die Gäste für ihre Beharrlichkeit zumindest noch vor der Pause belohnten.

Auch das 2:1 steckt Altlichtenwarth weg

Mit dem 1:1 zur Halbzeit war die Partie laut Roob noch längst nicht entschieden, vielmehr entwickelte sich ein Duell, in dem sich beide Mannschaften wenig schenkten. Der Trainer sprach von einem Gegner, der „eine gute Mannschaft“ sei, die „nicht immer über die spielerischen Mittel kommt und auch sehr kampfstark war“. Genau daraus entstand für ihn „ein Duell auf Augenhöhe“, das auch nach dem Seitenwechsel so weiterlief. Neuerlich jubelte zunächst die Heimelf, denn in der 61. Minute brachte Radim Dvorak sie mit 2:1 in Führung. Roob bezeichnete diesen Treffer als „schönes Tor“, womit er anerkannte, dass seine Mannschaft zum zweiten Mal reagieren musste. Und das tat sie wieder. Nur acht Minuten später schlug Altlichtenwarth nach einem ruhenden Ball zurück. „Das 2:2 war durch einen Standard“, erklärte Roob. Adam Konecny setzte den Ball per Kopf zum Ausgleich ins Tor. Damit hatte seine Elf auch den zweiten Rückstand weggesteckt und sich neuerlich in die Partie zurückgearbeitet.

Verletzungsbedingte Wechsel bremsen den Rhythmus

Dass Altlichtenwarth überhaupt zweimal zurückkam, war für den Trainer eng mit der Einstellung seiner Mannschaft verbunden. „Im Gegensatz zur vorigen Woche gegen Rabensburg hat der Kampfgeist gestimmt“, sagte Roob, und genau dieser Satz erklärt seine Zufriedenheit mit diesem Auswärtspunkt wohl am besten. Besonders wichtig war ihm, dass sich seine Mannschaft auch von mehreren verletzungsbedingten Wechseln nicht aus der Ruhe bringen ließ. „Wir haben einige Male wechseln müssen, was den Spielfluss natürlich nicht erleichtert hat“, meinte er, stellte aber ebenso klar: „Die Burschen haben das sehr gut angenommen.“ Für Roob war das keine Nebensache, sondern ein Kernpunkt dieser Partie. Denn wenn der Rhythmus immer wieder unterbrochen wird und das Spiel gleichzeitig körperbetont abläuft, kann ein Team leicht den Faden verlieren. Altlichtenwarth blieb aber drin, hielt kräftig dagegen und brachte sich damit in eine Lage, in der am Ende sogar mehr möglich gewesen wäre.

Der Punkt steht, die Chancen auf mehr waren da

Gerade die Schlussphase blieb Roob deshalb in guter Erinnerung, auch wenn er den einen oder anderen Moment vor dem Tor gerne anders gesehen hätte. „Am Ende hat vielleicht die Kaltschnäuzigkeit vorm Tor gefehlt“, sagte der Trainer, der darin den Hauptgrund sah, warum aus diesem Abend nicht sogar ein Auswärtssieg wurde. Altlichtenwarth hatte laut seiner Einschätzung noch „zwei gute Chancen am Schluss“, um das 3:2 zu machen. Deshalb fiel sein Fazit zwar ausgewogen aus, aber nicht ohne leisen Hinweis auf das verpasste Plus. „Alles in allem war es ein gerechtes Unentschieden“, sagte Roob, fügte aber ebenso an, dass seine Mannschaft „vielleicht sogar dem 3:2 näher war als die Heimmannschaft“. So blieb es bei einem Punkt, den der Trainer dennoch gerne mitnahm: „Ich gratuliere der Mannschaft zu einem wichtigen Auswärtspunkt.“ Für Altlichtenwarth war es damit nicht nur ein Ergebnis, sondern vor allem ein Auftritt, auf dem sich mit dieser Mentalität aufbauen lässt.

2. Klasse Weinviertel: Poysbrunn-F./Ottenthal : Altlichtenwarth - 2:2 (1:1)

  • 69
    Adam Konecny 2:2
  • 61
    Radim Dvorak 2:1
  • 31
    Eigentor durch Jakub Senk 1:1
  • 20
    Alexander Kaiser 1:0