Spielberichte

„Die Abschlüsse waren zu harmlos“ – Schrattenberg lässt in Poysbrunn einen möglichen Punkt liegen

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Poysbrunn-F./Ottenthal
Schrattenberg/Drasenhofen

In der 2. Klasse Weinviertel musste sich SG Schrattenberg/Drasenhofen bei SG Poysbrunn-F./Ottenthal mit 1:3 geschlagen geben. Trainer Helmut Janecek sah dabei keinen klaren Unterschied zwischen den Teams, sondern vor allem einen schlechten Beginn, eine starke Reaktion seiner Mannschaft und danach zu wenig Nachdruck vor dem Tor. Genau das war aus seiner Sicht der Grund, warum am Ende nichts Zählbares mitgenommen wurde.

Fußballspieler im engen Zweikampf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Früher Rückstand und ein Dämpfer zur Unzeit

Für Schrattenberg begann die Partie genau so, wie man es auswärts nicht erleben will. „Das Spiel hat denkbar schlecht für uns begonnen“, sagte Janecek, der den frühen Rückstand auf einen langen Ball und Fehler in der Ordnung zurückführte. In der 6. Minute traf Radim Dvorak zum 1:0 für Poysbrunn, nachdem der Ball über die Abwehr kam und der Abschluss auch noch über den herauskommenden Tormann ins lange Eck ging. Laut Janecek brauchten seine Leute danach eine Weile, um sich zu sammeln, ehe es offener wurde. Umso bitterer war aus seiner Sicht das 2:0 in der 33. Minute durch Marcel Machac. Einen Schuss konnte der Tormann noch an die Stange lenken, der Abpraller landete aber genau vor den Füßen eines Gegners. „Das 2:0 in einer Phase, in der wir uns gerade erfangen hatten, war sicher nicht optimal“, meinte der Trainer. Ganz abgeschüttelt war Schrattenberg damit aber nicht, denn nur vier Minuten später brachte Josip Hlaic die Gäste wieder heran. Der Treffer zum 2:1 fiel nach einer guten Aktion über links und gab dem Spiel aus Sicht der Gäste noch vor der Pause wieder eine andere Richtung. „Mit dem Anschlusstreffer war das Momentum auf unserer Seite“, sagte Janecek.

Nach dem Wechsel am Drücker, vor dem Tor aber zu brav

Mit diesem Gefühl ging Schrattenberg auch in die zweite Hälfte. Janecek schilderte, dass seine Mannschaft nach der Pause weiter nach vorne spielte und die gute Phase aus dem Finish der ersten Hälfte mitnehmen wollte. Tatsächlich sah er sein Team nun im Vorwärtsgang. „Nach der Pause haben wir das Momentum genutzt und weiter angegriffen“, sagte er. Was ihm dabei fehlte, war aber die letzte Konsequenz in den Abschlüssen. „Die Abschlüsse waren zu harmlos, nicht zwingend genug“, brachte es der Trainer auf den Punkt. Mehrmals kamen die Gäste zwar zum Abschluss, wirklich gefährlich wurde es aus seiner Sicht aber zu selten, weil zu viel zentral auf den Tormann ging. Gleichzeitig blieb Poysbrunn im Umschalten gefährlich und konnte sich darauf verlassen, dass vorne weiter Qualität da war. In der 85. Minute fiel dann die Entscheidung, als Alexander Kaiser nach einem Angriff über die linke Seite zum 3:1 traf. Janecek sprach dabei von einem Stellungsfehler in der Defensive, nach dem der Ball in die Mitte kam und Kaiser verwertete. Danach war klar, dass die Aufholjagd nicht mehr reichen würde. „Die ganzen Bemühungen, das Laufen und Kämpfen, waren damit wieder umsonst“, sagte der Schrattenberg-Coach.

Spielerisch verbessert, am Ende aber ohne Lohn

Gerade das ärgerte Janecek nach Schlusspfiff besonders, weil er seiner Mannschaft in anderen Bereichen durchaus Fortschritte attestierte. „Spielerisch waren wir sicher um etliches stärker als in den letzten Wochen und haben phasenweise gut kombiniert“, sagte er. Auch gegen die Qualitäten des Gegners habe seine Elf nicht nur mitgehalten, sondern „phasenweise Überhand gehabt, spielerisch und optisch zumindest“. Poysbrunn beschrieb er als zweikampfstark, robust und schnell, dennoch sah er seine Mannschaft keineswegs chancenlos. Umso klarer fiel seine Schlussfolgerung aus: „Ein Punkt wäre auf alle Fälle realistisch gewesen, wenn nicht sogar ein glücklicher Sieg.“ Diskussionen um den Unparteiischen wollte er dagegen gar nicht erst aufmachen, weil es seiner Meinung nach „nichts wirklich Bedeutendes“ gab. So bleibt für Schrattenberg nach der 1:3-Niederlage vor allem das Gefühl, dass mehr möglich gewesen wäre. In der Tabelle steht die SG nach zehn Spielen bei 11 Punkten und bleibt damit hinter Poysbrunn. Oder wie Janecek es selbst knapp zusammenfasste: „Keine Tore, keine Punkte. Oder zu wenig Tore, keine Punkte.“

2. Klasse Weinviertel: Poysbrunn-F./Ottenthal : Schrattenberg/Drasenhofen - 3:1 (2:1)

  • 85
    Alexander Kaiser 3:1
  • 37
    Josip Hlaic 2:1
  • 33
    Marcel Machac 2:0
  • 6
    Radim Dvorak 1:0