In der 2. Klasse Ybbstal setzte sich die Union SAR Neuhofen Fußball am Freitag mit 3:1 (1:1) gegen die ASKÖ Lunz/See durch. Lunz/See-Trainer Markus Sonnleitner sprach nach einem „Auf und Ab“ von einer verdienten Niederlage und haderte vor allem mit Standardsituationen und der eigenen Harmlosigkeit. „Uns fehlte der letzte Punch“, erklärte er – trotz großem Einsatz seines Teams und eines sehenswerten Ausgleichs von Mathias Leitner, der zur Pause ein offenes Spiel sicherte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Die Partie begann aus Sicht der Gäste zäh. „Wir sind am Anfang nicht gut ins Spiel gekommen“, ordnete Markus Sonnleitner ein. Neuhofen nutzte das früh: Nach einem Eckball stellte Michael Wiry in der 14. Minute auf 1:0 – ein Standard, der laut dem Lunz/See-Trainer „aus einem Deckungsfehler“ entstand. Lunz/See fing sich aber, kam besser in die Zweikämpfe und suchte den Weg nach vorne. In Minute 31 fiel der Lohn: Mathias Leitner glich zum 1:1 aus, ein Treffer, den Sonnleitner als das schönste des Abends bezeichnete. „Leitner hat sich im Eins-gegen-eins super freigespielt und den Ball unter die Latte genagelt.“ Mit dem 1:1 zur Pause war für die Gäste wieder alles drin. Doch gleich nach Wiederbeginn der nächste Nackenschlag: In der 48. Minute brachte Stefan Harreither Neuhofen nach einem Freistoß wieder in Front. „Der Ball kam von draußen, wir haben das schlecht verteidigt“, ärgerte sich Sonnleitner über den erneuten Standard-Gegentreffer.
Nach dem 2:1 blieb Lunz/See zwar dran, wirklich zwingend wurde es aber selten. „Wir hatten noch Hoffnung, dass wir das 2:2 machen. Chancen waren da, aber wir waren zu wenig kreativ und zu wenig gefährlich“, sagte Sonnleitner. In der Schlussphase fiel die Entscheidung: In der 82. Minute stellte Matthias Palmetshofer auf 3:1 – ein Treffer, der aus Sicht des Trainers endgültig den Deckel draufmachte. „Das 3:1 hat das Spiel entschieden. Da ist unser Tormann rausgekommen, hat den Ball nur kurz abgewehrt, der Gegner hebt ihn drüber – das war’s.“ Insgesamt blieb Sonnleitner fair in seiner Einordnung: „Der Sieg für Neuhofen geht in Ordnung.“ Gleichzeitig verwies er auf die erschwerten Bedingungen: „Wir waren im Kader durch Verletzungen, Sperren und andere Gründe geschwächt. Die, die gespielt haben, haben ihr letztes Hemd gegeben. Am Kampf hat’s nicht gefehlt, aber spielerisch haben wir die Lösungen nicht gefunden.“
In der Analyse hob Sonnleitner die Geradlinigkeit des Gegners hervor. „Neuhofen ist mit langen Bällen über die Flügel und gefährlichen Diagonalpässen immer wieder gekommen und hat schnell umgeschaltet – das haben sie gut gemacht.“ Im offenen Spiel habe seine Mannschaft „phasenweise sehr gut verteidigt“, die Gegentore seien „hauptsächlich durch Standards und einen langen Ball“ gefallen. Auch deshalb blieb seine Kritik vor allem beim eigenen Offensivspiel: „Im gegnerischen Strafraum waren wir zu harmlos.“ Positiv verbuchte er die Laufbereitschaft und den Einsatz bis zur letzten Minute, zudem gab es keinerlei Diskussionen um den Leiter der Partie: „Der Schiedsrichter war unauffällig und hat das Spiel in Ordnung geleitet.“ Ein Blick auf die Tabelle zeigt Neuhofen im sicheren Mittelfeld und Lunz/See im hinteren Mittelfeld – und der Trainer richtet den Fokus sofort auf die Doppelbelastung am kommenden Wochenende: „Wir haben am Freitag Aflenz und am Sonntag Obernitz. Wir hauen alles rein, richten die Krone und gehen mit Herz, Leidenschaft und Wille ans Werk.“