In der 2. Klasse Ybbstal teilten sich der FCU Strengberg und der ASV heiserTEC Kienberg/Gaming in der 18. Runde mit 2:2 die Punkte. Strengberg führte zur Pause, Kienberg drehte nach dem Seitenwechsel, ehe ein später Ausgleich den Gastgebern noch einen Zähler rettete. Für Strengberg-Trainer Christoph Schimpl blieb trotz des Remis ein doppeltes Gefühl zurück: „Wir hatten in der ersten Halbzeit ein klares Chancenplus und hätten die Führung höher ausbauen müssen. Am Ende müssen wir mit dem Punkt leben, auch wenn er sehr spät zustande kam. Für eine starke erste Hälfte haben wir uns leider nicht belohnt.“

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Strengberg erwischte den besseren Start und ging nach 24 Minuten verdient in Front: Nach einem Eckball stieg Marcel Schöffmann am höchsten und köpfelte zum 1:0 ein. „Das 1:0 war ein sehr schöner Standard, Marcel macht ihn per Kopf. Davor und danach hatten wir noch Chancen“, erklärte Schimpl, der eine dominante erste Hälfte seiner Elf sah. Mit dem 1:0 ging es auch in die Kabinen. Nach der Pause kam Kienberg besser ins Spiel und stellte die Partie mit einem Doppelschlag auf den Kopf: Zuerst glich Szilard Szalai in Minute 70 aus, in der 77. Minute legte Bernhard Jakai das 1:2 nach. Strengberg wackelte, gab sich aber nicht geschlagen – und wurde spät belohnt: In Minute 89 traf Stefan Fuchs zum 2:2 und sicherte den Hausherren wenigstens noch einen Zähler.
In seiner Analyse blieb Christoph Schimpl klar bei zwei Themen: starker Auftritt bis zur Box, zu wenig Ertrag im Strafraum. „Wir spielen bis zum Strafraum wirklich gut, da sieht man Fortschritte. Aber wir belohnen uns für den Aufwand unzureichend“, sagte der Coach. Vor allem die erste Hälfte ärgerte ihn: „Wir hätten das 2:0 machen müssen. Dann läuft es anders.“ Lob verteilte er dennoch reichlich: „Ich bin definitiv stolz auf die Moral. Beim 1:2 hat keiner aufgegeben, wir haben weitergemacht und uns zumindest mit einem Punkt belohnt.“ Auch den Gegner sah er stark im Spiel: „Kienberg hat nie aufgehört, hat Qualität und Mentalität. Dafür gibt’s ein Kompliment.“
Diskussionsstoff gab es aus Schimpls Sicht auch rund um die Leitung: „Der Schiedsrichter hat sehr hart spielen lassen und erst spät zur ersten Gelben gegriffen. Insgesamt war ich mit der Leistung nicht zufrieden“, meinte der Trainer und ergänzte zu einer Schlüsselszene: „Kurz vor Schluss bekommen wir aus meiner Sicht einen klaren Elfmeter nicht. Das hätte zu unseren Gunsten kippen können.“ Bei allem Ärger fand er deutliche Worte für die Tribüne: „Ein großes Danke an unsere Fans – ruhig, sachlich, fair. Hut ab.“ In der Tabelle hält Strengberg nun bei 11 Punkten auf Rang 13, Kienberg bei 18 Zählern auf Platz 11. Nächste Woche wartet St. Peter/Au II – und Schimpl gibt die Richtung vor: „Wir gehen unseren Weg weiter und wollen in St. Peter wieder punkten.“