Spielberichte

Rittmannsperger bringt Wolfsbach auf Kurs – Rusko macht den Deckel drauf

Union Wolfsbach
FCU Strengberg

In der 2. Klasse Ybbstal feierte die Sportunion Wolfsbach im Derby gegen den FCU Strengberg einen 2:0-Heimsieg. Nach torloser Pause entschied ein Treffer von Simon Rittmannsperger (73.) die enge Partie, in der Wolfsbach mit einer sehr jungen Elf mutig auftrat und über weite Strecken mehr vom Spiel hatte. In der Nachspielzeit setzte Jakub Rusko per Freistoß den Schlusspunkt (90.+5). Sportl. Leiter Georg Gruber sprach von einem verdienten Erfolg und lobte die Stabilität gegen den Ball.

Rote Tribünensitze

Foto: Harald Dostal/fodo.media

Junge Wolfsbacher legen mutig los

Wolfsbach startete mit viel Schwung und auffällig viel Jugend. „Wir sind mit einer sehr jungen Mannschaft angetreten. In der Startelf standen fünf Burschen mit 17 Jahren oder jünger, und auf der Bank waren noch einmal vier“, betonte Sportl. Leiter Georg Gruber. Diese Frische spiegelte sich von Beginn an wider: Wolfsbach war das aktivere Team und erspielte sich im ersten Durchgang ein klares Chancenplus. Die dickste Möglichkeit vergab Tobias Wagner, der nach einem Zuspiel frei vor dem Torwart auftauchte – der Keeper rettete stark. „Da hätten wir in Führung gehen müssen“, so Gruber. Strengberg blieb im Derby lange solide, kam vor der Pause allerdings zu wenigen klaren Abschlüssen. Nach 45 Minuten stand es folgerichtig 0:0, die Partie blieb offen und lebte von der Spannung.

Umstellung, Führung und die nötige Sicherheit

Nach der Pause wurde es lebhafter, beide Mannschaften hatten ihre Phasen. Wolfsbach setzte aber das nächste Ausrufezeichen – auch taktisch. Mit der Einwechslung von Simon Rittmannsperger stellte die Union auf ein 4-4-2 um und bekam vorne mehr Tiefe. „Wer hier das erste Tor schießt, wird wahrscheinlich die Partie gewinnen“, meinte Gruber rückblickend. In der 73. Minute passierte genau das: Ein hoher Ball hinter die Kette fand Rittmannsperger, der sich freilief und im Eins-gegen-eins eiskalt zum 1:0 einschob. „Das 1:0 hat uns die Sicherheit gegeben, das Spiel trocken nach Hause zu spielen“, sagte der sportl. Leiter. Defensiv stand Wolfsbach nun sehr stabil. Hannes Gruber und Patrik Carnota hielten das Zentrum sauber, auch die Außenverteidiger machten ihre Sache zuverlässig. „Hinten sind wir sehr gut gestanden und haben kaum etwas zugelassen“, fasste Gruber zusammen.

Freistoß in der Nachspielzeit und ein fair geführtes Derby

Strengberg suchte in der Schlussphase den Ausgleich, mehr als Halbchancen sprangen aber nicht heraus. In der fünften Minute der Nachspielzeit fiel die Entscheidung: Jakub Rusko schnappte sich einen Freistoß aus gut 20 Metern und schlenzte den Ball unhaltbar ins Kreuzeck – 2:0, der Deckel war drauf. „In der Schlussminute hat Rusko den Freistoß wunderschön ins Eck gezirkelt“, strahlte Gruber. Auch das Drumherum passte. „Die Stimmung war sehr gut. Es war ein typisches Derby mit vielen Besuchern“, sagte er, und zum Unparteiischen: „Die Schiedsrichterleistung war in Ordnung. Ein Spiel in der 2. Klasse allein zu pfeifen, ist nicht leicht, ein paar Abseitsdiskussionen sind normal. Insgesamt war es sehr fair.“

Bemerkenswert: Wolfsbach kompensierte das Fehlen von Routinier Bernhard Hintsteiner, der junge U16-Spieler Sebastian Schachner lieferte „eine sehr starke Partie“. Grubers Fazit fiel klar aus: „Wir waren griffiger und aggressiver, gegen den Ball besser und hatten mehr Chancen. Der Sieg ist verdient.“ Mit nun 33 Punkten festigt Wolfsbach Rang acht im gesicherten Mittelfeld, Strengberg bleibt mit 18 Zählern im unteren Drittel.

2. Klasse Ybbstal: Wolfsbach : Strengberg - 2:0 (0:0)

  • 95
    Jakub Rusko 2:0
  • 73
    Simon Rittmannsperger 1:0