Spielberichte

"Mit dem 2:2 hat man gespürt: Jetzt werden wir immer stärker" – Wolfsbach dreht die Partie nach der Pause

SV Opponitz
Union Wolfsbach

In der 2. Klasse Ybbstal hat SV Opponitz gegen Sportunion Wolfsbach lange dagegengehalten, am Ende aber noch mit 2:4 verloren. Aus Sicht der Gäste lag der Unterschied klar zwischen den beiden Halbzeiten. Georg Gruber sprach nach dem Spiel von einer schwachen ersten Hälfte, einem ganz wichtigen 2:2 und einer deutlichen Steigerung im Mittelfeld, durch die Wolfsbach die Partie nach der Pause an sich riss.

Weiß-Roter Fußball auf Rasen

Foto von Marcel Strauß auf Unsplash

Opponitz macht Wolfsbach vor der Pause das Leben schwer

Wer nur auf das Endergebnis schaut, sieht von den Problemen der Wolfsbacher vor der Pause wenig. Gruber schilderte die ersten 45 Minuten sehr klar: "Opponitz war an diesem Tag sehr gut auf uns eingestellt." Die Gastgeber störten früh, verteidigten konsequent und unterbrachen den Rhythmus aus Wolfsbacher Sicht immer wieder mit Fouls. Wolfsbach selbst hatte im Spielaufbau große Schwierigkeiten, produzierte im Mittelfeld viele Fehlpässe und kam dadurch kaum in einen geordneten Angriff. So passte es ins Bild, dass Opponitz in der 40. Minute durch Edin Softic nach einer Standardsituation mit 1:0 in Führung ging. Ganz ohne Möglichkeiten blieb Wolfsbach aber nicht, denn noch vor der Pause vergaben die Gäste laut Gruber zwei große Kopfballchancen, sodass die Partie trotz des Rückstands offen blieb.

Nach dem Wiederanpfiff dreht Wolfsbach die Partie

Nach dem Seitenwechsel änderte sich das Bild dann rasch. Bereits in der 51. Minute erzielte Simon Rittmannsperger den Ausgleich zum 1:1, einen Treffer, den Gruber rückblickend als "ganz wichtig in der Phase gleich nach dem Wiederanpfiff" einordnete. Opponitz antwortete noch einmal und ging in Minute 59 durch David Zedek wieder mit 2:1 in Führung, doch diesmal blieb Wolfsbach nicht lange hängen. Zwei Minuten später wurde Rittmannsperger nur per Foul gestoppt, den fälligen Elfmeter verwandelte Bashkim Biticaj souverän zum 2:2. Danach blieb Wolfsbach am Drücker. Daniel Sarossy stellte in der 63. Minute auf 2:3 und setzte in der 89. Minute auch noch den Schlusspunkt zum 2:4. Gruber erinnerte dabei an zwei starke Aktionen des Doppeltorschützen: Einmal umlief Sarossy den Torwart, einmal traf er mit links ins lange Eck.

Warum für Gruber alles mit dem 2:2 kippte

Für Gruber lag der entscheidende Moment der Partie klar beim zweiten Wolfsbacher Ausgleich. "Mit dem 2:2 hat man gespürt: Jetzt werden wir immer stärker", sagte er. Genau dieses Gefühl habe sich schon davor angedeutet, weil Wolfsbach nach der Pause zunehmend besser ins Passspiel kam und das Mittelfeld viel sauberer bespielte. "Mit unserem besseren Mittelfeldspiel und dem verbesserten Passspiel wurde der Druck immer größer", erklärte Gruber. Die Stürmer seien dadurch wesentlich besser eingesetzt worden, und aus dieser Entwicklung sei am Ende auch der Sieg entstanden. Beim Thema Schiedsrichter blieb Gruber sachlich. Die Leistung des Unparteiischen sei grundsätzlich in Ordnung gewesen, aus Wolfsbacher Sicht hätte er allerdings Fouls früher mit Gelben Karten ahnden können, damit das Spiel vor allem in der ersten Halbzeit nicht so zerfahren verlaufe.

Wichtige Punkte, viel Lob für die Jungen und trotzdem noch Arbeit

Der Auswärtssieg war für Wolfsbach deshalb mehr als nur ein gewöhnlicher Erfolg. "Die drei Punkte waren natürlich sehr wichtig, damit unser Selbstvertrauen wieder gestärkt wird", sagte Gruber nach dem Schlusspfiff. Mit vier Punkten nach drei Runden haben die Wolfsbacher den Anschluss an das Tabellenmittelfeld gehalten, trotzdem blieb der Funktionär in seiner Bewertung selbstkritisch. "Wir sind sicher stärker, als wir das gegen Opponitz gezeigt haben", meinte er und sprach vor allem die Defensivarbeit an. Wolfsbach habe nun in jedem Spiel zumindest zwei Gegentore bekommen, deshalb müsse es "wieder mal gelingen, dass wir hinten zu null spielen". Positiv hob Gruber mehrere junge Spieler hervor, unter anderem Simon Rittmannsperger, Michael Unterberger, Julian Radda und Sebastian Schachner. In der Innenverteidigung strich er außerdem Bernhard Hintsteiner heraus, der der Mannschaft mit seiner Zweikampfstärke viel Sicherheit gegeben habe. Und auch für Opponitz fand er anerkennende Worte: Der Gegner sei deutlich stärker als in der vergangenen Saison, deshalb rechnet Gruber damit, dass dort noch einige Mannschaften Punkte liegen lassen werden.

2. Klasse Ybbstal: Opponitz : Wolfsbach - 2:4 (1:0)

  • 89
    Daniel Sarossy 2:4
  • 63
    Daniel Sarossy 2:3
  • 61
    Bashkim Biticaj 2:2
  • 59
    David Zedek 2:1
  • 51
    Simon Rittmannsperger 1:1
  • 40
    Edin Softic 1:0