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„Wir haben bis zum Schluss nicht locker gelassen“ – Opponitz rettet im Kellerderby ein spätes 3:2

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SV Opponitz
ASV Kienberg/G.

Im Kellerduell der 2. Klasse Ybbstal hat SV Opponitz gegen ASV heiserTEC Kienberg/Gaming mit 3:2 gewonnen und sich einen späten, aber enorm wichtigen Heimsieg gesichert. Trainer Robert Rössler sprach danach von keinem schönen Spiel, sah seine Mannschaft nach der 2:0-Pausenführung aber dennoch nicht unverdient vorne, weil Opponitz trotz des späten Ausgleichs dranblieb und in der Nachspielzeit noch einmal zuschlug.

Torwart in Blau und Schwarz stützt sich auf die Knie

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Kein schönes Spiel, aber ein offener Schlagabtausch bis zum Ende

Rössler machte nach dem Abpfiff keinen Hehl daraus, dass die Partie spielerisch nur selten gut aussah. „Fußballerisch war das kein Augenschmaus“, sagte der Opponitz-Trainer, der das Geschehen klar mit der Tabellensituation erklärte. Für ihn war von Beginn an zu spüren, dass in diesem Kellerderby vor allem niemand verlieren wollte. Kienberg/Gaming kam nach seiner Einschätzung etwas besser hinein, während Opponitz in der Anfangsphase zu viel zuließ. Erst im Laufe der ersten Halbzeit fanden die Gastgeber besser in die Partie, und genau in dieser Phase legten sie auch die Basis für die 2:0-Führung. David Zedek brachte Opponitz in der 26. Minute voran, kurz vor der Pause erhöhte Niklas Kössl auf 2:0. Trotzdem hatte Rössler schon zu diesem Zeitpunkt nicht das Gefühl, dass die Sache wirklich durch war.

Nach der Pause kippt die Partie fast noch komplett

Genau das sprach der Trainer dann auch deutlich an. Trotz des Vorsprungs sei seine Mannschaft nicht wirklich sattelfest geblieben. „Wir haben gleich nach der Pause wieder eine Chance zugelassen und hätten es selbst mit dem dritten oder vierten Tor entscheiden müssen“, sagte Rössler. Statt früh alles klarzumachen, ließ Opponitz Kienberg/Gaming wieder ins Spiel. In der 57. Minute verkürzte Andreas Kurzmann auf 2:1, und damit war aus Sicht der Hausherren plötzlich wieder alles offen. Rössler sprach von viel Krampf auf beiden Seiten, von Ballfehlern, falschen Entscheidungen und schlechten Pässen. Gerade deshalb bekam das Spiel auch nicht mehr viel Ruhe. Der Opponitz-Coach sah trotzdem Vorteile bei seiner Mannschaft: „Der Wille war da, wir haben uns auch Chancen erarbeitet. Ich bin schon der Meinung, dass wir ein Chancenplus hatten.“ Als David Lengauer in der 77. Minute zum 2:2 traf, war das für die Gastgeber natürlich ein Rückschlag, aber eben noch nicht das Ende.

Freistoß zur Führung, Ballgewinn zum 2:0 und Misof macht es ganz spät

Rössler konnte die entscheidenden Treffer aus seiner Sicht klar einordnen. Vor dem 1:0 durch Zedek sprach er von einem Freistoß, bei dem „die Mauer vielleicht nicht ganz richtig positioniert war“. Das 2:0 kurz vor der Pause gefiel ihm vor allem wegen der Aggressivität gegen den Ball: Opponitz setzte den Gegner unter Druck, gewann den Ball und schob durch Kössl ein. Beim 2:1 ärgerte ihn die eigene Unachtsamkeit nach einem langen Ball, das 2:2 fiel laut Rössler nach einem Standard. Entscheidend war für ihn aber die Reaktion danach. „Wir haben bis zum Schluss nicht locker gelassen“, sagte der Trainer. In der Nachspielzeit wurde das belohnt: Über die Seite trug Opponitz den letzten Angriff sauber vor, der Ball kam zurück in den Rückraum, und Günther Misof erzielte in der 93. Minute das viel umjubelte 3:2. Dass sein Team am Ende glücklich, aber nicht unverdient gewann, war für Rössler die passende Zusammenfassung eines umkämpften Nachmittags. Nebenthemen wollte er daraus nicht machen: „Der Schiedsrichter war durchaus okay. Am Spielausgang hat er keinen großen Anteil gehabt.“ Für Opponitz zählen in dieser Lage vor allem die drei Punkte.

2. Klasse Ybbstal: Opponitz : Kienberg/G. - 3:2 (2:0)

  • 93
    Günther Misof 3:2
  • 77
    David Lengauer 2:2
  • 57
    Andreas Kurzmann 2:1
  • 41
    Niklas Kössl 2:0
  • 26
    David Zedek 1:0