Spielberichte

„Wir konnten über neunzig Minuten nicht umsetzen, was wir uns vorgenommen haben“ – Gresten-Reinsberg unterliegt 0:3

Ligaportal als bevorzugte Google-Quelle hinzufügen
FC Göstling/Ybbs
Gresten-Reinsberg

In der 2. Klasse Ybbstal setzte sich FC Göstling/Ybbs am Sonntag mit 3:0 gegen SC Welser Profile Raika Gresten-Reinsberg durch. Gresten-Coach Philipp Schager sprach danach von einem klar verdienten Heimsieg und einer Partie, in der seine Mannschaft den eigenen Plan kaum auf den Platz brachte. Früh geriet der Gast in Rückstand, hielt das Spiel bis zur Pause zumindest offen und fand nach dem Seitenwechsel nie wirklich zurück.

Torwart in grüner Dress beim Abstoß

Image by Phillip Kofler from Pixabay

Früher Rückstand, dann nur bis zur Pause besser im Spiel

Gresten-Reinsberg war von Beginn an gefordert und lag schon in der 8. Minute zurück. Martin Janco traf nach einer Hereingabe von der Seite zum 1:0, und genau diese Anfangsphase war aus Sicht von Philipp Schager ein erster Hinweis darauf, dass seine Mannschaft nicht so in die Partie kam, wie sie sich das vorgenommen hatte. „Wir haben uns vorgenommen, uns von der ersten Minute voll dagegenzusetzen und auch unsere fußballerischen Qualitäten auszuspielen. Aber leider ist es uns von der ersten Minute nicht gelungen, das umzusetzen“, sagte der Trainer. Ganz weg war sein Team danach aber nicht. Schager meinte, dass seine Mannschaft „ab der 20. oder 25. Minute bis zur Halbzeit“ das Spiel ausgeglichener gestalten konnte, in den Zweikämpfen präsenter war und auch nach vorne „gute Ansätze“ hatte. Mit dem 0:1 zur Pause blieb die Partie damit zwar offen, der bessere Beginn gehörte aber klar den Gastgebern.

Auch die Unterzahl brachte Göstling nicht aus dem Tritt

Eine zusätzliche Wendung bekam die erste Hälfte in der 39. Minute, als Göstlings Maximilian Huber die Rote Karte sah. Wer darauf gehofft hatte, dass Gresten-Reinsberg daraus nach der Pause mehr machen würde, sah sich aber getäuscht. Stattdessen blieb der Tabellenführer auch mit zehn Mann gefährlich und nutzte seine Chancen konsequent. In der 60. Minute erhöhte Martin Janco per Strafstoß auf 2:0, in der 80. Minute setzte er mit seinem dritten Treffer nach einer Kontersituation den Schlusspunkt und machte damit seinen Hattrick perfekt. Für Schager lag die Entscheidung deshalb nicht in einer einzelnen Szene. „Den Knackpunkt auf eine Aktion zu legen, ist schwierig. Göstling hatte über die gesamte Spielzeit den besseren Zugriff im Mittelfeld, vor allem die bessere Intensität, und wir hatten immer wieder Probleme, ihre Angriffe gut zu verteidigen“, erklärte er.

„Wir hatten insgesamt nicht unseren besten Tag“

Der Trainer von Gresten-Reinsberg sprach nach dem Spiel ungewöhnlich klar über die eigene Leistung und sparte die verdiente Anerkennung für den Gegner nicht aus. „Unterm Strich muss man sagen, dass Göstling den Sieg mehr als verdient hat. Sie waren über neunzig Minuten die bessere Mannschaft. Sie haben mit einer guten Intensität gespielt und gute Offensivaktionen gehabt“, sagte Schager. Ebenso offen benannte er die Probleme seines Teams. „Wir hatten insgesamt nicht unseren besten Tag. Wir konnten über neunzig Minuten nicht das umsetzen, was wir uns vorgenommen haben.“ Gerade gegen einen Gegner, der ganz vorne in der Tabelle steht, fiel das laut Schager besonders ins Gewicht. Dass Göstling „nicht umsonst vorne in der Tabelle“ steht, zeigte sich für ihn eben nicht nur am Ergebnis, sondern an der Konstanz, mit der die Gastgeber über weite Strecken das Spiel im Griff hatten.

Zu wenig Torgefahr und ein klarer Befund für die nächsten Wochen

Was Gresten-Reinsberg zusätzlich zu schaffen machte, war die fehlende Durchschlagskraft nach vorne. Schager berichtete zwar von „einzelnen Situationen“, in denen seine Mannschaft gefährlich vor das Göstlinger Tor kam, insgesamt seien die Möglichkeiten aber deutlich zu rar geblieben. „Wir konnten uns kaum Tormöglichkeiten herausspielen. Über neunzig Minuten war das dann leider zu wenig, um hier etwas mitzunehmen“, sagte er. So blieb nach dem 0:3 vor allem eine nüchterne Einordnung. Zwischen einer etwas besseren Phase vor der Pause und einer zweiten Hälfte, in der Göstling wieder klar das Kommando hatte, lag aus Sicht des Trainers der Unterschied zwischen einem Spiel, das man offenhalten kann, und einer Niederlage, die am Ende verdient ausfiel. Oder, wie Schager es selbst zusammenfasste: „Ab der zweiten Halbzeit waren wir leider immer einen Schritt hinten.“

2. Klasse Ybbstal: Göstling : SC Gresten - 3:0 (1:0)

  • 80
    Martin Janco 3:0
  • 60
    Martin Janco 2:0
  • 8
    Martin Janco 1:0