In der 2. Landesliga Ost feierte der FC Klosterneuburg beim ASK Mannersdorf einen 3:1-Auswärtssieg. Die Gäste starteten gut, ließen nach rund einer Viertelstunde aber deutlich nach und machten die Partie enger, als es die Tabelle erwarten ließ. Nach dem Mannersdorfer 1:1 antwortete Klosterneuburg sofort, spät fiel die Entscheidung. Trainer Moritz Breicha freute sich über die Punkte, blieb aber kritisch: "Wir haben das Spiel für die Tabellenverhältnisse viel zu offen gehalten und insgesamt nicht so gespielt, wie wir es können."

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Klosterneuburg kam am Freitagabend mit Schwung ins Spiel. Moritz Breicha sprach von einem aktiven Auftakt "mit und ohne Ball", fügte aber an: "Es war ein starker Beginn, dann haben wir nach fünfzehn Minuten ziemlich stark nachgelassen und den Gegner spielen lassen." Genau dieses Schwanken zog sich durch die erste Hälfte. Dennoch gingen die Gäste in Minute 26 in Führung: Julius Reiter traf zum 0:1, zur Pause blieb es bei diesem knappen Zwischenstand. Der Trainer ordnete den Führungstreffer so ein: "Das erste Tor entsteht durch einen sehr starken Tiefengang aus dem Zentrum, dann der Steckpass, unser Angreifer umspielt den Tormann und schiebt ein." Zufrieden war er trotz Vorsprung nicht: "Das hat gezeigt, wie eng diese Liga ist – und unser Auftreten hat mir in dieser Phase gar nicht gefallen."
Direkt nach Wiederbeginn meldete sich Mannersdorf zurück. Felix Langbrucker versenkte in der 48. Minute einen Freistoß "genau ins Kreuzeck" – da war für den Torhüter wenig zu halten. Die Antwort der Gäste folgte im Gegenzug: Nur eine Minute später stellte Konstantin Reiter auf 1:2. "Nach dem Ausgleich haben wir relativ schnell den 2:1-Treffer erzielt. Das hat dem Gegner etwas die Luft genommen", erklärte Breicha. Ganz beruhigt war er aber nicht: "Mannersdorf war immer wieder gefährlich, weil wir einfach zu unkonzentriert waren." Erst in der Schlussphase fiel die Entscheidung. Nach einem starken Ballgewinn spielten die Gäste den Konter "perfekt" zu Ende, Leopold Vogel traf in der 84. Minute zum 1:3. Für Breicha war das der Schlüsselmoment: "Der 3:1-Treffer war der Zeitpunkt, an dem klar war, dass das Spiel zu unseren Gunsten ausgeht."
In seiner Analyse war der Klosterneuburger Coach ehrlich. "Besonders gut funktioniert hat in dem Spiel nichts wirklich. Wir haben viel verabsäumt", sagte Breicha, und hob nur einen Punkt hervor: "Wir haben mehr Tempo als in den letzten Wochen in den Ballbesitz gebracht – das war eine gute Steigerung." Was ihm fehlte, war das Grundgerüst: "Wir müssen am Energielevel schrauben. Mit gutem Energielevel bringen wir auch gute Leistungen, und das hat mir zu einem großen Teil gefehlt." Lob gab es für den Gegner: "Mannersdorf war extrem giftig, hat uns in den Zweikämpfen vor viele Probleme gestellt. Wir haben das nicht so angenommen, wie es sein muss gegen ein Team im Abstiegskampf." Die Schiedsrichterleistung beurteilte er nüchtern: "Es gab nicht viele strittige Szenen, die knappen Entscheidungen waren richtig." Und zum Unterschied an diesem Abend meinte er: "Wir sind insgesamt die qualitativ bessere Mannschaft – das hat am Ende den Ausschlag gegeben."