In der 2. Landesliga Ost verlor der ASV Vösendorf auswärts beim FC Neudorf mit 0:3. Mario Piswanger traf früh, Dominik Böck legte vor der Pause und nach dem Seitenwechsel nach. Trainer Behaija Fejzic sprach von einem verdienten Heimsieg: "Der Gegner war stärker." Seine Mannschaft habe dennoch Charakter gezeigt, Punkte blieben aber aus – ein bitterer Abend für die Gäste, die nun mit Blick auf die kommenden Wochen schnell wieder in die Spur finden wollen.

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Vösendorf startete mit klaren Vorsätzen in die Partie. Trainer Behaija Fejzic brachte es gleich nach dem Abpfiff auf den Punkt: "Wir haben uns viel vorgenommen." Doch der Plan bekam früh einen Knacks. "Es war ausschlaggebend, dass wir viel zu schnell die Tore bekommen haben." Nach 19 Minuten stellte Mario Piswanger auf 1:0, kurz vor der Pause erhöhte Dominik Böck in Minute 43 auf 2:0, zur Halbzeit stand es 2:0. Für die Gäste wurde es damit ein weiter Weg. Fejzic wusste, wie schwer das in Neudorf ist: "Mit dem 0:2 zur Pause, in Neudorf, wo sie 300 Fans im Rücken haben, ist es sehr schwer zurückzukommen."
Nach dem Seitenwechsel war Vösendorf um die schnelle Antwort bemüht. Fejzic schilderte, dass seine Elf nichts unversucht ließ: "Wir haben alles probiert, alles versucht." Der erhoffte Anschlusstreffer fiel jedoch nicht – im Gegenteil. In Minute 57 legte Neudorf nach, erneut war Dominik Böck zur Stelle und stellte auf 3:0. Aus Sicht des Vösendorf-Trainers fiel dieses dritte Tor "aus einer weiteren Standardsituation". Mit diesem Treffer war die Partie entschieden. "Somit war an dem Tag nichts für uns zu holen", sagte Fejzic nüchtern und akzeptierte den klaren Ausgang.
Während seine Mannschaft leer ausging, verteilte Fejzic deutliche Komplimente an den Gegner. "Neudorf war sehr laufstark, dynamisch, zweikampfstark, robust. Das zeichnet sie als Mannschaft aus. Sie waren sehr präsent am Platz und haben um jeden Zentimeter gekämpft." Gerade daheim sei das schwer zu bremsen, wie er betonte: "Vor allem, wenn sie zu Hause spielen." Zudem hätten sie sich "voll reingehauen". Ein Sonderlob ging auch an die Unparteiischen: "Es gab absolut keine strittigen Situationen. Sehr gute Leistung vom Schiedsrichterteam."
Bei allem Frust nahm der Vösendorf-Coach aber viel Positives mit. "Sehr positiv ist, dass die Jungs sich trotz unserer Situation im Verein hervorragend präsentieren, Riesenmoral und Einsatz beweisen – das macht mich stolz." Der Blick geht klar nach vorne: "Wir haben in den nächsten vier Wochen vier Finalspiele. Die Mannschaft ist bereit, sich dieser Herausforderung zu stellen. Wir wollen den Klassenerhalt schaffen." Die Lage ist angespannt: Vösendorf rangiert nach Runde 26 mit 16 Punkten auf Rang 15, Neudorf verbuchte 27 Zähler und steht auf Platz 12. Der Druck ist da – der Glaube ebenso.