Spielberichte

Jürgen Eckbauer (Trainer SC Hirschwang): "Der unbedingte Wille, die Heimserie von Hohenau zu beenden"

ASV Hohenau
SC Hirschwang

In der 2. Landesliga Ost gewann der SC Hirschwang beim ASV Hohenau klar mit 4:0 (3:0). Trainer Jürgen Eckbauer sprach von einem offenen Beginn, ehe das 1:0 die Partie drehte: "Nach dem 1:0 hatten wir das Spiel im Griff." Als Knackpunkt nannte er den Ausrutscher vor dem Führungstor – und den "unbedingten Willen, die Heimserie von Hohenau zu beenden". Am Ende stand ein Ausrufezeichen beim Tabellenführer.

Spieler in Schwarz-Blau führt den Ball

Bild von jcomp auf Freepik

Frühes 1:0 kippt die Partie – Hirschwang stellt zur Pause auf 3:0

Hirschwang brauchte einen Moment, um ins Spiel zu finden, und Hohenau hielt zunächst dagegen. Genau so schilderte es Jürgen Eckbauer: "Es war zu Beginn ein offenes Spiel." Der Wendepunkt kam nach rund 25 Minuten – und aus Sicht des Gästetrainers war es eine einzige Szene, die das Tor öffnete: "Vermutlich die entscheidende Situation war, dass der gegnerische Verteidiger ausgerutscht ist und wir aus dem Fehler dann das 1:0 erzielen konnten." Besnik Murseli traf in Minute 25 zum 0:1 und gab Hirschwang damit die nötige Ruhe. Die Gäste blieben konzentriert und legten noch vor der Pause nach: Danijel Galic erhöhte in der 36. Minute auf 0:2, kurz darauf stellte Daniel Pichler in der Nachspielzeit der ersten Hälfte (45+1) auf 0:3. Eckbauers Fazit zur Pause fiel eindeutig aus: "Nach dem 1:0 muss man sagen, dass meine Mannschaft das Spiel im Griff gehabt hat und verdient mit 3:0 in die Pause gegangen ist."

Wille, Laufbereitschaft und Respekt vor dem Tabellenführer

Der Kern des Hirschwanger Auftritts lag für Eckbauer nicht nur in den Toren, sondern in der Haltung. "Der unbedingte Wille, die Heimserie von Hohenau zu beenden", habe die Mannschaft angetrieben – gerade auswärts beim aktuellen Spitzenreiter. Dazu passte die Energie, die der Trainer immer wieder einfordert: "Wenn man die Leidenschaft und die Emotion am Platz bringt und die Laufbereitschaft, dann sind wir sehr, sehr gut und können jedem Gegner wehtun und vor riesengroßen Problemen stellen." Gleichzeitig blieb der Respekt vor dem Gegner spürbar. "Hohenau hat natürlich Qualität und das hat man auch gesehen", betonte Eckbauer. Er vermutete, dass "der Stürmer, der verletzungsbedingt gefehlt hat, ihnen im Spiel sehr gefehlt hat", lobte aber vor allem das eigene Team: "Meine Mannschaft hat das überragend umgesetzt und ist verdient mit den drei Punkten nach Hause gefahren."

Nach der Pause souverän, Chancen liegen gelassen – Schiri kleinlich, aber kontrolliert

Auch nach dem Seitenwechsel blieb Hirschwang klar und zielorientiert. Ein viertes Tor lag in der Luft, und in Minute 76 war es so weit: Libor Zondra stellte mit seinem Treffer auf 0:4 und setzte den Schlusspunkt. Ganz zufrieden war der Trainer trotzdem nicht mit allem. "In dem Spiel könnte man sagen: die Chancenauswertung, weil wir in der zweiten Halbzeit noch ein, zwei Möglichkeiten haben liegen lassen, und dass wir im spielerischen Bereich noch ein bissl besser werden", erklärte Eckbauer, ohne den starken Gesamteindruck zu relativieren. Zur Spielleitung meinte er nüchtern: "Der Schiedsrichter hat das Spiel sehr kleinlich gehalten, aber über neunzig Minuten kontrolliert runtergepfiffen."

Der Sieg in Runde 26 wiegt doppelt schwer: auswärts, zu null und beim Tabellenführer Hohenau (57 Punkte). Hirschwang steht damit bei 45 Zählern auf Rang sechs – und nimmt aus Hohenau vor allem eines mit: das Gefühl, mit dieser Leidenschaft jedem Gegner wehzutun.

2. Landesliga Ost: Hohenau : Hirschwang - 0:4 (0:3)

  • 76
    Libor Zondra 0:4
  • 46
    Daniel Pichler 0:3
  • 36
    Danijel Galic 0:2
  • 25
    Besnik Murseli 0:1