Acht Tore zum Saisonfinale in der 2. Landesliga Ost: Der SC Hirschwang und der ASV Vösendorf trennen sich 4:4. Hirschwang führte zur Pause 1:0, geriet nach dem Seitenwechsel gleich zweimal in Rückstand, drehte es in der Nachspielzeit auf 4:3 – und kassierte noch das 4:4. Trainer Jürgen Eckbauer brachte es danach auf den Punkt: "Die Chancenverwertung in der ersten Halbzeit hat gefehlt." Zum Schlussteil meinte er nur: "Vier-drei und dann noch eines kassieren – das ist sehr bitter."

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Hirschwang kam gut rein, hatte mehr vom Spiel und suchte früh die Tiefe. Das passte zu der Einschätzung von Coach Jürgen Eckbauer: "In der ersten Halbzeit waren wir dominanter als der Gegner." Die Hausherren kombinierten sauber, ließen den Ball laufen und drängten konsequent auf die Führung. In Minute 33 war es so weit: Besnik Murseli traf zum 1:0 und belohnte den Aufwand. Was fehlte, war der zweite Treffer. Eckbauer ärgerte sich genau darüber: "Wir haben verabsäumt, auch das zweite oder dritte Tor zu machen." So blieb es beim 1:0 bis zur Pause – eine knappe Führung, die dem Spielverlauf zwar entsprach, aber zu wenig Polster bot für eine wilde zweite Halbzeit.
Nach dem Wechsel kippte die Partie in ein offenes Duell mit Toren im Minutentakt. Vösendorf kam mit Wucht aus der Kabine und glich rasch aus: Marcel Prosic stellte in der 51. Minute auf 1:1. Nur drei Minuten später drehte Paul Xaver Sonneck das Spiel auf 1:2. Hirschwang schüttelte sich, blieb aktiv und kam zurück: Defrim Ceka traf in der 64. Minute zum 2:2. Doch die Gäste, längst als Absteiger feststehend, steckten nicht auf. Prosic legte in Minute 72 zum 2:3 nach. Die Antwort der Heimischen folgte über den Doppeltorschützen: Murseli stellte in der 81. Minute auf 3:3. Die Nachspielzeit wurde zur Achterbahnfahrt: David Hofer brachte Hirschwang in der 90.+1 auf 4:3, bevor Sonneck in der 90.+3 zum 4:4 traf. Eckbauer ordnete das Torspektakel so ein: "Die zweite Halbzeit war sehr offen mit Chancen auf beiden Seiten, aber wir hatten mehr. Vier-drei und dann noch eines kassieren – sehr bitter." Und doch hob er auch das Positive hervor: "Wichtig ist, dass wir nicht verloren haben."
In seiner Analyse legte Eckbauer den Finger klar auf zwei Punkte. Mit Ball gefiel ihm sein Team: "Wir waren im Ballbesitz sehr, sehr gut, haben super Lösungen gefunden und Chancen herausgespielt." Gleichzeitig sah er den Grund, warum der volle Lohn ausblieb: "Defensiv hatten wir nicht die Kompaktheit wie in den letzten Wochen." Zur Dramaturgie passend lobte er die Mentalität: "Die Reaktion war überragend. Nach dem 1:2 und 2:3 sind wir zurückgekommen. Die Mannschaft hat Charakter." Für die Zuschauer war es "ein super Spiel mit acht Toren". Fairness gab es auch: "Alles in Ordnung" zum Schiedsrichter. Und für den Gegner fand er klare Worte: "Vösendorf muss man ein Kompliment aussprechen. Obwohl sie schon abgestiegen sind, haben sie alles am Platz gelassen und uns das Leben schwer gemacht." In der Endabrechnung stehen für Hirschwang 53 Punkte und Rang 4, Vösendorf beendet die Saison mit 18 Zählern.