In der 2. Landesliga West setzte es für den SV Absdorf beim USC kaschütz Rohrbach ein klares 0:3. Nach einer torlosen ersten Hälfte entschieden die Gastgeber die Partie mit drei Treffern nach der Pause. Aus Absdorfer Sicht standen vergebene Topchancen und bittere Konter im Mittelpunkt. Sportlicher Leiter Mario Krumpöck sprach von einem verdienten Heimsieg und forderte nach dem Auftritt eine deutliche Reaktion im Abstiegskampf.

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Absdorf kam ordentlich rein, legte früh Druck auf und hätte nach eigener Einschätzung bereits ganz zu Beginn in Führung gehen können. „Wir waren in den ersten zehn, fünfzehn Minuten sehr dominant und hatten per Kopf nach einer Minute die Riesenchance“, ärgerte sich sportlicher Leiter Mario Krumpöck. Auch um die 25. Minute ließ seine Mannschaft laut ihm eine große Möglichkeit liegen. Weil im letzten Drittel die Präzision fehlte, blieb Rohrbach im Spiel, zur Pause stand es 0:0. Krumpöck machte unmissverständlich klar, warum er den Abend als verpasste Gelegenheit einordnet: „Wir haben es verabsäumt, den nervösen Gegner früh zu erwischen. Danach wurde es von Minute zu Minute schwieriger.“
Der Knackpunkt kam kurz nach Wiederbeginn. Absdorf drückte, bekam nach einer Standardsituation sogar einen zweiten Eckball – und lief nach eigenem Zuspiel im gegnerischen Strafraum in den entscheidenden Gegenstoß. „Wir verlieren im Sechzehner leichtfertig den Ball, stellen uns beim Konter wie eine Schülermannschaft an und machen nicht einmal das taktische Foul“, sagte Krumpöck. Haris Muheljic nutzte die Gelegenheit zum 1:0 in Minute 55. Danach wurden die Gastgeber immer selbstbewusster. Amar Dzibric legte in der 66. Minute das 2:0 nach, Martin Mitrovic machte in der 84. Minute mit dem 3:0 alles klar. „Die haben uns zweimal sehenswert ausgekontert und verdient in dieser Höhe gewonnen. Gratulation an Trainer und Mannschaft“, so Krumpöck.
In der Analyse nahm der Sportliche Leiter seine Mannschaft hart ins Gericht. „Es hat gar nichts funktioniert. Wir waren extrem schlecht in der Bewegung ohne Ball, die Abstände waren viel zu groß, das Passspiel war indiskutabel. Es hat an Einstellung und Einsatz gefehlt – mit Ausnahme des Torhüters nehme ich niemanden aus“, erklärte Krumpöck und sprach von einem „inferioren“ Auftritt. Zugleich hob er den Gegner hervor: Rohrbach trat kompakt auf, wartete geduldig und setzte die Konter eiskalt. Diskussionen über den Unparteiischen gab es keine: „Das Schiedsrichterteam war schwer in Ordnung.“ Mit Blick auf die Tabelle (Absdorf 31 Punkte, Gmünd 32) richtet er den Fokus nach vorne: „Ich entschuldige mich bei unseren Fans. Nächste Woche im Abstiegsfinale gegen Gmünd müssen wir Charakter zeigen. Die Mannschaft muss Gras fressen und die drei Punkte holen – das soll jeder am Sportplatz sehen.“