Spielberichte

Geduldig und eiskalt: Seitenstetten feiert Derby-3:0

USC Seitenstetten
USV Oed/Zeillern

In der 2. Landesliga West setzte sich der USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten im Derby gegen den USV Lehner Oed/Zeillern klar mit 3:0 durch. Der Dosenöffner fiel noch vor der Pause, nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren zweimal nach. Trainer Peter Thaller sprach von Geduld, Kompaktheit und eiskalter Chancenverwertung – die Mischung für einen verdienten Sieg in einer Hitzeschlacht. Oed/Zeillern fand kaum klare Möglichkeiten vor, Seitenstetten ließ hinten wenig zu und nutzte vorne die Momente konsequent.

Die Beine mehrerer Fußballspieler in Rot-Gelb und Weiß

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Später Dosenöffner, nach der Pause zweimal nachgelegt

Das Derby begann hitzebedingt kontrolliert, beide Teams tasteten sich lange ab. Seitenstetten blieb geduldig, stand sauber gestaffelt und wartete auf die Lücke. Kurz vor dem Halbzeitpfiff war sie da: In der Nachspielzeit der ersten Hälfte stellte Nico Poustka auf 1:0 und gab dem Spiel eine klare Richtung. Mit dem Vorsprung im Rücken agierten die Hausherren nach dem Seitenwechsel zielstrebiger und nutzten den Raum. In Minute 67 erhöhte Lukas Kiehberger auf 2:0, nur wenige Minuten später sorgte Michael Dietl mit dem 3:0 (74.) für die Vorentscheidung. Oed/Zeillern blieb vor allem über Weitschüsse und Standards gefährlich, doch die Heimelf ließ kaum etwas zu und brachte den Zu-null-Erfolg über die Zeit.

Kompakt gegen den Ball, vorne eiskalt – Thaller lobt die Kompaktheit

Peter Thaller ordnete den Auftritt klar ein: „Es war eine Hitzeschlacht, in der wir sehr wenige klare Chancen zugelassen haben. Mit der ersten großen Möglichkeit sind wir 1:0 in Führung gegangen – das war der Dosenöffner. Nach der Pause haben wir mit zwei guten Kontern den Sack zugemacht.“ Der Coach hob besonders die Arbeit ohne Ball hervor: „Wir waren gegen den Ball ständig kompakt und geschlossen, haben geduldig verteidigt und immer wieder Bälle gewonnen. Das war heute ausschlaggebend.“ Zum Gegner meinte Thaller: „Oed/Zeillern hat hohe individuelle Qualität. Wir wollten sie so wenig wie möglich ins Spiel kommen lassen – das ist uns sehr gut gelungen. Gefährlich waren sie vor allem bei Standards und Weitschüssen.“ Auch die Unparteiischen bekamen ein anerkennendes Wort: „Bei der Hitze war die Schiedsrichterleistung wirklich in Ordnung.“

Derby-Schwung für den Abstiegskampf – Blick auf die nächsten Runden

Sportlich war der Dreier mehr als nur Prestige: In der Tabelle hält Seitenstetten bei 29 Punkten und bleibt mitten im Abstiegskampf, während Oed/Zeillern mit 32 Zählern knapp davorliegt. Genau deshalb wertete Thaller das klare 3:0 als wichtiges Lebenszeichen: „Ein Sieg wichtig für den Kopf, es war ein wichtiges Lebenszeichen von uns. Wir wollten Momentum aufbauen.“ Der Plan für die Zielgerade ist gesetzt: „Wir haben wahrscheinlich das schwerste Restprogramm, sind aber selbstbewusst und wollen in den nächsten drei Runden mindestens sechs Punkte sammeln.“ Der Derbyauftritt gibt ihm Argumente: hinten kompakt, vorne effizient und der unermüdliche Glaube an uns selbst, dass wir es gemeinsam schaffen können.

2. Landesliga West: Seitenstetten : Oed/Zeillern - 3:0 (1:0)

  • 74
    Michael Dietl 3:0
  • 67
    Lukas Kiehberger 2:0
  • 46
    Nico Poustka 1:0