In der 2. Landesliga West teilte der SV Absdorf mit dem SC Gmünd beim 2:2 die Punkte. Absdorf führte zur Pause, Gmünd drehte das Spiel nach Wiederbeginn, ehe Rückkehrer Fabio Fiedler spät den Ausgleich erzielte. Sektionsleiter Mario Krumpöck sprach von einem intensiven Abstiegskampfduell und einem „gerechten Unentschieden“, auch wenn der Punkt im Tabellenkeller nur bedingt hilft. Der Fokus liegt nun auf den letzten beiden Runden – mit klarer Marschroute und dem Wunsch nach breiter Fan-Unterstützung.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
Absdorf kam gut ins Spiel, war giftig in den Zweikämpfen und setzte früh die Akzente. „Wir sind sehr gut reingekommen. Vor allem in der ersten Halbzeit waren wir sehr aktiv“, schilderte Mario Krumpöck. Die Führung fiel nach 26 Minuten: Nach einer starken Aktion über rechts und der Hereingabe von Mattis Huber legte Oliver Weidlinger per Kopf quer, Maximilian Kaim drückte zum 1:0 ein. „Wir haben uns den Führungstreffer erarbeitet und hätten die Möglichkeit gehabt nachzulegen“, so Krumpöck. Gmünd meldete sich bis zur Pause mit zwei guten Möglichkeiten zurück, Absdorf kam durch Fabian Zahrl noch zu einer großen Chance – der Halbzeitstand von 1:0 passte zum Gesamtbild: engagiert, intensiv, aber mit Luft bei der Chancenverwertung. „Es war ein Abstiegskampfduell mit vielen Zweikämpfen und hoher Intensität“, ordnete der Sektionsleiter ein.
Nach dem Seitenwechsel gab es eine längere Unterbrechung, danach kippte die Partie zunächst in Richtung Gmünd. „Wir haben zu lange gebraucht, um wieder in die Spur zu finden. In dieser Phase war Gmünd aktiver und besser“, sagte Krumpöck. Aus einem Gestocher im Sechzehner fiel erst das 1:1 durch Martin Sladky (58.), wenig später traf Jakub Held zum 1:2 (73.). Absdorf reagierte rund um die Stundenmarke mit einem Dreifachwechsel – und das wirkte. „Der Wechsel hat frischen Schwung gebracht, wir waren sofort wieder aggressiver“, so Krumpöck. Nur wenige Minuten später fiel das 2:2: Rückkehrer Fabio Fiedler, nach einjähriger Pause wieder dabei, netzte in der 77. Minute. „Das Comeback von Fabio Fiedler und Michael Schütz tut uns gut. Fabio hat sich mit dem Ausgleich belohnt“, freute sich Krumpöck. Der Lucky Punch blieb aus, obwohl Weidlinger noch eine ordentliche Möglichkeit vorfand.
Unterm Strich konnte Absdorf mit dem Punkt leben. „Das Unentschieden geht absolut in Ordnung. Gmünd war zwischenzeitlich verdient vorne und immer wieder gefährlich. Wir können uns bei Torhüter Stefan Stippl bedanken, der zwei, drei super Paraden hatte“, betonte Krumpöck. Gleichzeitig benannte er die Baustellen: „Uns hat am Ende die Durchschlagskraft gefehlt. Wir hatten viele Standards, haben sie aber nicht gut geschossen und sind nicht konsequent genug nachgegangen. Außerdem bekommen wir wieder zwei Gegentore – wir müssen in den letzten zwei Spielen die Null anpeilen.“ Positiv hob er die Zentrale hervor: „Das System hat funktioniert, vor allem im Zentrum standen wir besser als letzte Woche. Tobias Leitner hat auf der Acht eine Talentprobe abgelegt.“ Zum Gegner meinte Krumpöck: „Gmünd war aggressiv, bereit und hat Qualität – die Held-Brüder muss man im Griff haben.“ Die Schiedsrichterleistung bewertete er nüchtern als insgesamt solide, auch wenn er vor dem 1:1 eine strittige Szene sah. Für den Schlussspurt ist die Richtung klar: „Wir wollen unbedingt in der 2. Landesliga bleiben. Sechs Punkte sind das Ziel“, sagt Krumpöck und richtet einen Appell an die Anhänger: „Die Mannschaft braucht in den letzten beiden Spielen die Unterstützung jedes Absdorfer Fans – und wir hoffen, dass möglichst viele nach Eggenburg mitreisen.“