In der 2. Landesliga West feierte der SC Rathauskeller Melk in Runde 28 einen klaren 8:2-Heimsieg gegen den USC kaschütz Rohrbach. Die Hausherren trafen früh und ließen nicht locker, Rohrbach verlor nach den ersten Gegentreffern die Ordnung. Co-Trainer Patrick Bruche sprach von fehlender Abstimmung und haderte mit einem aus seiner Sicht nicht gegebenen Treffer nach einem Lattenpendler. Am Ende stand ein deutlicher Abend, an dem Melk Tempo und Chancen konsequent ausspielte, während Rohrbach zu spät antwortete.

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Melk legte einen Start nach Maß hin. Bereits in Minute 8 brachte Christoph Schmidinger die Hausherren 1:0 in Front, elf Minuten später erhöhte Tobias Teufner auf 2:0. „Entscheidend waren die schnellen Gegentore“, sagte Rohrbachs Co-Trainer Patrick Bruche. Seine Elf hielt anfangs mit, doch kurz vor der Pause stellte Konstantin Sommer auf 3:0 (43.) – der klare Pausenstand war da. Nach dem Seitenwechsel machte Melk weiter ernst: Sommer markierte das 4:0 (50.), Schmidinger legte zum 5:0 nach (52.), Petr Kurtin traf zum 6:0 (62.) und erneut Schmidinger stellte sogar auf 7:0 (64.). Haris Muheljic sorgte mit dem 7:1 (66.) für ein Rohrbacher Lebenszeichen, ehe Teufner zum 8:1 traf (83.). Den Schlusspunkt setzte wieder Muheljic mit dem 8:2 (86.).
Aus Rohrbacher Sicht war der Beginn ordentlich. „Wir sind gut ins Spiel gestartet, haben es offen gehalten und uns Chancen erarbeitet“, blickte Patrick Bruche zurück. Dann aber kippte die Partie mit den Gegentoren. „Mit den Treffern haben wir im Mittelfeld und in der Abwehr die Ordnung verloren.“ Besonders in der Defensive benannte der Co-Trainer die Ursachen klar: „Bei den Gegentoren haben wir die Abstände nicht gehalten. So war es für Melk leicht, die Räume zu bespielen.“ Mit Fortgang der Partie ging der Faden völlig verloren, der Gegner blieb das aktivere Team. „Melk war spritziger und besser im Spiel“, sagte Bruche, ohne Ausreden zu suchen. Seine kurze Zusammenfassung des Knackpunkts fiel deutlich aus: „Entscheidend waren die schnellen Gegentore.“
Diskussionsstoff gab es aus Rohrbacher Sicht dennoch. Bruche verwies auf eine Szene, die sein Team aus dem Nichts wieder ins Spiel hätte bringen können: „Wir hatten einen Lattenpendler, der aus unserer Sicht hinter der Linie war – gezählt hat er nicht.“ Gerade beim damaligen Stand von 0:2 hätte ein Anschlusstreffer die Begegnung öffnen können: „Das war aus meiner Sicht schwerwiegend. Beim 0:2 hätte der Anschluss vielleicht noch etwas geändert.“ Gleichzeitig stellte Bruche die Leistung des Gegners heraus: „Melk war kompakt und uns auf vielen Positionen überlegen.“ Das deckt sich mit dem Tabellenbild: Melk hält nach 28 Runden bei 43 Punkten, Rohrbach steht mit 14 Zählern auf Rang 16. Für die kommenden Spiele braucht es aus Rohrbacher Sicht vor allem eines: mehr Stabilität in der Abstimmung zwischen Mittelfeld und Abwehr, um wieder länger im Spiel zu bleiben und sich für die eigenen Druckphasen auch zu belohnen.