In der 2. Landesliga West trennte sich der SC Hainfeld vom SK Eggenburg 2:2 (2:0). Hainfeld führte durch Marcel Varsanyi (21.) und Tatul Sarikyan (43.), kassierte aber kurz nach der Pause zwei schnelle Gegentore. Trainer Deni Luif sprach von „zwei Slapstick-Toren“ und haderte mit Konzentrationsmängeln, ordnete das Remis am Ende aber als gerecht ein. Danach entwickelte sich ein offenes Spiel mit Chancen auf beiden Seiten, in dem Eggenburgs Tormann stark parierte.

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Der Start gehörte klar den Hainfeldern. Aus einem ruhigen, sauberen Aufbau fand die Heimelf früh in die Partie und setzte die Akzente. Trainer Deni Luif brachte es nachher auf den Punkt: „Die erste Halbzeit war geprägt von sehr guter spielerischer Leistung von Hainfeld. Wir haben in der Defensive wenig zugelassen.“ Die Führung fiel folgerichtig: Marcel Varsanyi traf in der 21. Minute zum 1:0. Kurz vor dem Pausenpfiff legte Tatul Sarikyan in Minute 43 nach und stellte auf 2:0. „Wir haben die Tore verdient geschossen“, betonte Luif, der zugleich anmerkte, dass seine Mannschaft sogar „einige Sitzer ausgelassen“ habe. Hainfeld hatte in dieser Phase mehr vom Spiel, kontrollierte weite Strecken und ließ hinten wenig zu – der 2:0-Pausenstand war der sichtbare Lohn eines sehr reifen ersten Durchgangs.
Was bis zur Pause nach einer klaren Sache aussah, kippte direkt nach dem Wiederbeginn. Eggenburg kam mit Schwung aus der Kabine und glich in nur zwei Minuten aus: Erst traf Dominik Rolinec in der 51., wenig später stellte Manuel Maurer in der 52. Minute auf 2:2. „Wir haben zwei ganz fatale Slapstick-Tore bekommen, gleich nach der Pause. Das hat uns aus dem Ruder gebracht“, sagte Luif. In seiner Analyse blieb er deutlich: „Die zwei Gegentore waren eine Frage von Konzentration und Einstellung. Es war eindeutig ein Zuordnungsproblem, das wir bei einem Einwurf gegen uns gehabt haben.“ Nach dem schnellen Doppelschlag wurde die Partie zerfahrener, die Kontrolle war weg, Möglichkeiten gab es hüben wie drüben. „Es war dann ein sehr zerfahrenes Spiel, mit Chancen auf beiden Seiten“, so Luif. Aus dem klaren 2:0 war binnen Augenblicken ein offener Schlagabtausch geworden, den Hainfeld nicht mehr wie vor der Pause steuern konnte.
In der Schlussphase blieb es beim Remis, auch weil die Gäste im zweiten Durchgang gefährlicher wurden. „Eggenburg war in der zweiten Hälfte natürlich gefährlicher und hat alles probiert, sie brauchen jeden Punkt im Abstiegskampf“, erklärte Luif. Zugleich hob er die Leistung des Gästekeepers hervor: „Wir haben unsere Chancen gehabt, aber der gegnerische Tormann hat das ziemlich gut gemacht und viele Bälle gehalten. Der hat den Punkt gehalten.“ Diskussionsstoff gab es aus seiner Sicht rund um einen Strafstoß für Eggenburg: „Grundsätzlich war das beim Elfmeter für Eggenburg kein Foul.“ Dennoch blieb Luif fair im Urteil: „Das Unentschieden geht in Ordnung, es ist für mich ein gerechtes Remis.“
In der Tabelle steht Hainfeld nach Runde 28 bei 44 Punkten und bleibt Fünfter, Eggenburg nimmt als Zwölfter einen wichtigen Zähler mit (34). Für Hainfeld bleibt als Hausaufgabe, die starke erste Hälfte künftig über 90 Minuten zu tragen – vor allem, was Zuordnung und Konzentration nach der Pause betrifft.