In der 2. Landesliga West setzte sich der USC Höfler Metalltechnik Seitenstetten im letzten Heimspiel mit 1:0 gegen den SV Waidhofen/Thaya durch. Das Goldtor erzielte Michael Dietl in Minute 23. Trainer Peter Thaller sprach von einer ersten Hälfte, in der seine Elf das Spiel klar im Griff hatte. „Das war eine unserer besten Halbzeiten in dieser Saison“, sagte er – und haderte nur damit, dass aus der Überlegenheit vor der Pause kein zweites Tor nachgelegt wurde.

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Seitenstetten erwischte den deutlich besseren Start in diese Partie und hatte mehr vom Spiel. Die Gastgeber traten mutig auf, hielten die Bälle gut in den eigenen Reihen und suchten konsequent den Weg nach vorne. Die Führung fiel folgerichtig: In der 23. Minute verwertete Michael Dietl den entscheidenden Ball zur 1:0-Führung, wie Trainer Peter Thaller schilderte, nach einem Stanglpass von Lukas Kiehberger. Bis zur Pause blieb es beim 1:0, weil Seitenstetten trotz Druckphase nicht nachlegen konnte. Thaller fasste die ersten 45 Minuten so zusammen: „Man hat nicht gemerkt, dass hier ein Vorletzter gegen ein Spitzenteam spielt. Wir waren klar die bessere Mannschaft.“ Gleichzeitig blieb ein Wermutstropfen: „In dieser Phase müssen wir das zweite Tor machen.“
Nach dem Seitenwechsel arbeitete Seitenstetten entschlossen gegen den Ball und ließ hinten wenig zu. „Wir sind defensiv sehr stabil gestanden, haben kaum nennenswerte Chancen zugelassen“, betonte Thaller. Besonders die Standards des Gegners hatte seine Mannschaft im Griff: „Alle ruhenden Bälle haben wir gut wegverteidigt, darauf waren wir eingestellt.“ Für Unruhe sorgte aus seiner Sicht eine Entscheidung des Schiedsrichters, die Thaller klar kritisierte: „Das war eine folgenschwere Entscheidung des Schiedsrichters, ohne Fingerspitzengefühl und für mich ungerecht.“ Trotzdem behielt seine Elf die Nerven, lief geschlossen an und verteidigte den Vorsprung. „Ein, zwei Distanzschüsse sind drüber gegangen – am Ende gehen wir verdient als Sieger vom Platz“, sagte der Coach.
Was den Unterschied ausmachte, beantwortete Thaller ohne Zögern: „Die größte Stärke war heute, dass jeder seine Rolle bestmöglich umgesetzt hat.“ Vom ersten bis zum letzten Mann habe die Mannschaft zusammengehalten, nach hinten gearbeitet und vorne konsequent angelaufen. „Man hat gemerkt, dass wir ein Team sind, das zusammenhält, keiner sich zu schade ist zurücksprinten und von hinten Druck macht. Unsere Angreifer haben das sehr gut gelöst.“ Dazu kam die Kulisse im letzten Heimspiel, die Thaller ausdrücklich lobte: „Die Stimmung war top, sehr viele Fans haben uns unterstützt.“ In der Analyse blieb er dennoch klar: „Aus dieser Überlegenheit müssen wir in Halbzeit eins mehr Tore schießen. Da müssen wir effektiver und kaltschnäuziger sein – speziell gegen Teams aus dem vorderen Drittel.“
Mit dem 1:0 gegen ein Topteam hat Seitenstetten nach Einschätzung des Trainers „den Abstiegskampf wieder richtig spannend gemacht“. Für die letzten beiden Runden hat Thaller eine klare Marschroute: „Jetzt heißt es Kräfte sammeln. Wir wollen aus den zwei Auswärtsspielen mindestens drei Punkte holen.“ Der Coach spricht von einem „kleinen Wunder“ Klassenerhalt, das seine Mannschaft unbedingt schaffen will. Der Heimsieg soll dafür Rückenwind geben: „Dieser Erfolg gibt uns einen positiven mentalen Punch. Wir haben Druck auf die Konkurrenz ausgeübt – und sind sehr guter Dinge, dass wir es packen.“