Spielberichte

„Der unbedingte Wille hat’s entschieden“ – Amstetten Amateure drehen 1:3 und fixieren den Titel

SC Hainfeld
SKU Amstetten Amateure

Ein letzter Spieltag, der alles hatte: In der 2. Landesliga West besiegte der SC Hainfeld die SKU Ertl Glas Amstetten Amateure am Ende doch nicht – 3:4 hieß es nach einem wilden Ritt samt spätem Siegtor. Aus einem 1:3 machten die jungen Amstettner noch drei Punkte und krönten sich aus eigener Kraft zum Meister. „Man hat die Nervosität gemerkt, aber der Wille war größer“, sagte Sportchef Thomas Gebauer – und sprach von einem verdienten Happy End.

Schiedsrichter macht eine Notiz, hinter ihm liegt der Spielball

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Vom schnellen 0:1 zum 3:1 und die ganz späte Wende

Der Auftakt gehörte den Gästen: Felix Schönegger stellte nach 15 Minuten auf 0:1. Hainfeld antwortete prompt – erst Marcel Varsanyi zum 1:1 (17.), dann drehte Horen Sarikyan die Partie vor der Pause auf 2:1 (40.). Zur Halbzeit lag Amstetten hinten, und es blieb knifflig. Nach einer Stunde legte Hainfeld sogar nach: Elvis Bozicevic traf in Minute 66 zum 3:1. In dieser Phase, sagt Thomas Gebauer, „hat man die Nervosität ein bisschen gemerkt“. Die Amstettner ließen aber nicht locker. Jonas Kogler brachte sie mit dem 3:2 (69.) wieder heran – eine „Einzelaktion, bei der man seinen unbedingten Willen gesehen hat“, so Gebauer. Zehn Minuten später lief es wie aus einem Guss: Nico Zellhofer vollendete nach „guter Kombination mit super Läufen“ zum 3:3 (79.). Und als vieles schon nach Remis roch, kam der finale Schlag: In der Nachspielzeit traf Matthias Gressenbauer zum 3:4 (90.+4) – der Auswärtssieg und der Meistertitel waren eingetütet.

„Geschlossenheit“ und „jugendliche Frische“: Gebauers Erklärung für die Aufholjagd

In der Analyse rückte der Sportliche Leiter die innere Stärke des Teams in den Vordergrund. „Es war ein ganz schwieriges Spiel. Man hat die Nervosität gemerkt – und trotzdem bin ich stolz, dass die Jungs nach dem Rückstand das Spiel noch gedreht und sich aus eigener Kraft zum Meister gekrönt haben.“ Entscheidend sei für ihn kein einzelner Trick gewesen, sondern das Miteinander: „Die Geschlossenheit war ausschlaggebend. In der schweren Phase haben sie sich zusammengerauft.“ Neben der Mentalität hob Gebauer die Physis am Ende hervor: „Wir haben weiter an uns geglaubt und hinten raus unsere jugendliche Frische und körperliche Überlegenheit ausgespielt.“ Zwei Momente stellte er besonders heraus: „Das 3:2 von Jonas Kogler war eine starke Einzelaktion. Und das 3:3 fiel nach einer richtig guten Kombination.“

Respekt für Hainfeld und Jubel über den späten Punch

Bei allem Jubel fand Gebauer klare Worte für den Gegner: „Hainfeld war voll motiviert, sie wollten das Spiel unbedingt gewinnen. Sie haben sich nie aufgegeben und waren ein unangenehmer Gegner.“ In der hektischen Schlussphase blieb seine Mannschaft dennoch ruhig: „Wir haben uns auf unsere Leistung konzentriert und uns von nichts rausbringen lassen.“ Mit dem 4:3-Auswärtssieg steht Amstetten am Ende der Saison oben und steigt in die 1. Landesliga auf. Für die junge Truppe ist das mehr als ein Etappenziel. „Der Wille, es aus eigener Kraft zu schaffen, war spürbar – und am Ende haben sie’s bravurös gemacht“, blickte Gebauer stolz nach vorne.

2. Landesliga West: Hainfeld : Amstetten Amateure - 3:4 (2:1)

  • 94
    Matthias Jakob Gressenbauer 3:4
  • 79
    Nico Zellhofer 3:3
  • 69
    Jonas Kogler 3:2
  • 66
    Elvis Bozicevic 3:1
  • 40
    Horen Sarikyan 2:1
  • 17
    Marcel Varsanyi 1:1
  • 15
    Felix Schönegger 0:1