Zum Abschluss der 30. Runde in der 2. Landesliga West setzte sich der SC Rathauskeller Melk daheim mit 3:0 gegen den SK Eggenburg durch. Nach einer zähen ersten Hälfte lösten die Melker die Handbremse gleich nach der Pause und brachten den Sieg abgeklärt ins Ziel. Co-Trainer Alfred Konrad sprach von einer „geschlossenen, kompakten Mannschaftsleistung“, blieb aber geerdet: Der Gegner sei ersatzgeschwächt angereist, deshalb wolle man das klare Ergebnis „nicht zu hoch bewerten“.

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Melk brauchte Geduld. Was die Zuschauer in den ersten 45 Minuten zu sehen bekamen, ordnete Alfred Konrad klar ein: „Die erste Halbzeit war eine zähe Geschichte, 0:0. Wir hatten keine zwingenden Torszenen.“ Der Pausenstand von 0:0 passte also zur Partie, in der es beiden Teams an klaren Abschlüssen mangelte. Umso wichtiger war, was kurz nach Wiederbeginn passierte: In der 47. Minute stellte Marco Hoppi auf 1:0 und gab dem Spiel eine Richtung. „Der wichtigste Moment war das 1:0“, betonte Konrad – mit einem Schmunzeln hinterhergeschoben: „Leider habe ich die Szene nicht erlebt, weil ich noch in der Kabine war.“ Der Treffer wirkte wie ein Befreiungsschlag, Melk hatte damit das ersehnte Momentum auf seiner Seite.
Mit der Führung im Rücken wurde der Auftritt der Hausherren zunehmend sicherer. Der SC Rathauskeller Melk blieb konzentriert, hielt die Wege kurz und wartete geduldig auf die nächste Gelegenheit. In Minute 70 war es so weit: Christoph Schmidinger erhöhte auf 2:0 und verschaffte seiner Mannschaft die nötige Ruhe. Damit war die Richtung endgültig vorgegeben, und in der Schlussphase setzte Lulzim Thaqi in der 89. Minute mit dem 3:0 den Deckel drauf. Für Konrad war der Verlauf eindeutig: „Aufgrund des 3:0-Sieges war es am Ende ein verdienter Erfolg.“ Den Schlüssel legte er weniger in einzelne Glanzlichter als in die Art, wie das Kollektiv arbeitete: „Es war eine geschlossene, kompakte Mannschaftsleistung – deshalb haben wir gewonnen.“ Genau diese Stabilität trug Melk über die Zielgerade.
Trotz des klaren Resultats wollte Konrad die Kirche im Dorf lassen. Seine Einordnung fiel bewusst nüchtern aus: „Der Gegner ist etwas ersatzgeschwächt gekommen, es waren gesperrte Spieler dabei. Deshalb darf man den 3:0-Erfolg nicht zu hoch bewerten.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war ein souveräner Spielleiter“, sagte der Co-Trainer kurz und bündig. Ein Blick auf die Tabelle unterstreicht den runden Abschluss: Melk beendet die Saison mit 46 Punkten auf Rang fünf, Eggenburg kommt auf 37 Zähler und landet als Elfter im sicheren Mittelfeld.
Nach dem Schlusspfiff nutzte Alfred Konrad die Bühne für Worte, die in einem Amateurverein genauso wichtig sind wie Tore: „Ich bedanke mich im Namen des SC Rathauskeller Melk herzlich bei allen Spielern, die den Verein verlassen, für ihre Leistungen am und abseits des Platzes. Ich wünsche ihnen alles Gute für die private und sportliche Zukunft.“ Gleichzeitig richtet sich der Blick schon nach vorne: „Wir werden alles daran setzen, die Abgänge adäquat zu ersetzen und eine schlagkräftige Mannschaft für die Saison 26/27 auf die Beine zu stellen."