Beim USC Kaschütz Rohrbach läuft nach dem Ende der Saison in der 2. Landesliga West die Planung für die kommende Spielzeit. Co-Trainer Patrik Bruche blickt auf eine schwierige Phase zurück, sieht seit der Übernahme mit Michael Hatz ab Runde acht aber einen kleinen Aufwärtstrend. Acht Punkte aus den letzten acht Runden, gehaltene Eigenbauspieler und erste Neuzugänge sollen nun die Basis für den nächsten Anlauf bilden.

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Dass Rohrbach die Saison mit 17 Punkten auf dem 16. Tabellenplatz beendet hat, blendet Bruche nicht aus. Im Rückblick will der Co-Trainer die Entwicklung aber vor allem von jenem Zeitpunkt an beurteilen, als er gemeinsam mit Michael Hatz das Traineramt übernommen hat. „Ich kann nur ab der achten Runde sprechen, als Michael Hatz und ich das Traineramt übernommen haben“, sagt Bruche. Und genau dort setzt auch seine Einordnung an. „Da war es unsere wichtige Aufgabe, die Spieler mental aufzurichten, weil sie sehr niedergeschlagen waren.“ Für ihn war das der erste und wichtigste Schritt, noch bevor es um größere sportliche Korrekturen gehen konnte. Dass Rohrbach danach zumindest wieder Zähler gesammelt hat, wertet er als Zeichen dafür, dass die Mannschaft sich ein Stück weit gefangen hat. „Das ist uns, denke ich, sehr gut gelungen. Wir haben in den letzten acht Runden acht Punkte geholt. Das spricht schon dafür, dass wir diesen Turnaround ein wenig geschafft haben“, so Bruche.
Während die Saison abgeschlossen ist, läuft hinter den Kulissen längst die Arbeit für die nächste. Bruche beschreibt die Lage klar als offene Planungsphase, in der noch nicht jede Personalie endgültig entschieden ist. Fix ist nach seinen Angaben, dass Mirnes Jahić den Verein verlassen wird. Bei weiteren Spielern gebe es noch Fragezeichen, weshalb der Co-Trainer bewusst zurückhaltend formuliert. „Alles Weitere kann ich Ihnen noch nicht sagen, weil wir uns genau in der Planungs- beziehungsweise Übertrittsphase befinden“, erklärt er. Gleichzeitig gibt es aber auch erste positive Signale. Bruche betont, dass es gelungen sei, mehrere Eigenbauspieler zu halten. Dazu kommen zwei neue beziehungsweise zurückkehrende Kräfte: Kai-Bernd Schafhauser kehrt nach Rohrbach zurück und ist laut Bruche auf den Seiten im Mittelfeld einsetzbar. Außerdem wurde mit Abd Al Rahman Osman Ali ein Stürmer verpflichtet, der zuletzt in der 2. Landesliga Ost gespielt hat. Auch im Umfeld des Teams bleibt Bewegung drin. Für die U23 wird noch ein Trainer gesucht, die Gespräche seien laut Bruche aber bereits sehr weit fortgeschritten. Bei der Kampfmannschaft soll das Duo Michael Hatz und Patrik Bruche aus heutiger Sicht weitermachen.
Wenn Bruche über die nächsten Monate spricht, kommt er schnell auf jene Spieler zu sprechen, die intern als Zukunft des Teams gesehen werden. Vor allem die jungen Kräfte haben bei ihm Eindruck hinterlassen. Jonas Weber, Elias Weber, Leonidas Rotteneder, Christoph Kahrer, Noah-Elias Bruche, Raul-Augustin Stefanciuc und Jonas Böhmwalder hob er dabei ausdrücklich hervor. Insgesamt sei es die „junge Garde“, die in den vergangenen Monaten gezeigt habe, dass in dieser Mannschaft Potenzial steckt. „Sie haben gezeigt, dass sie das Potenzial haben, in den nächsten Jahren Führungsspieler zu werden“, sagt Bruche. Genau auf diesen Weg wird es für Rohrbach nun ankommen. Dazu passt auch, dass Innenverteidiger Mirza Hadzialagic, der sich im März den Knöchel gebrochen hatte, nach gut verlaufenem Heilungsverlauf im Juli wieder ins Training einsteigen soll. Ein weiterer Baustein also für einen Kader, der stabiler werden soll. Mit Blick auf die Liga nennt Bruche die Amstetten Amateure als jene Mannschaft, die ihn besonders beeindruckt hat. „Die Kontinuität der Amstetten Amateure war schon stark, sie haben den Meistertitel nicht unverdient geholt“, sagt er. In Rohrbach wird man den Blick dennoch auf die eigene Arbeit richten. Nach einem schweren Jahr geht es nun darum, den kleinen Aufwärtstrend in eine ruhigere und konstantere Saison mitzunehmen.