Spielberichte

"Die Jungs haben einen großen Sprung nach vorne gemacht" – Amstettens Amateure ziehen starke Rückrunde positiv Bilanz

SKU Amstetten Amateure

In der 2. Landesliga West haben sich die SKU Ertl Glas Amstetten Amateure nach einer starken Rückrunde noch auf Platz eins geschoben. Co-Trainer Pjeter Preqaj spricht von einem Entwicklungsschritt, der intern zwar erhofft, in dieser Deutlichkeit aber nicht erwartet worden war. Entscheidend war aus seiner Sicht, dass die Mannschaft ihre Prinzipien sauberer auf den Platz brachte und in ihrer Spielidee deutlich klarer agierte als noch in der Hinrunde.

Torhüter legt sich Ball für Abstoß zurecht

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Der Weg von Rang 16 auf Platz eins

Wer nur auf die Abschlusstabelle schaut, sieht am Ende 56 Punkte und Rang eins. Der Weg dorthin war für die Amstettner Amateure aber alles andere als geradlinig. Nach der ersten Runde lag die Mannschaft noch auf Platz fünf, kurz darauf ging es bis auf Rang 13 zurück, und nach der sechsten und siebenten Runde stand das Team sogar auf dem letzten Tabellenplatz der Liga. Genau dort begann dann aber die Aufholjagd, die den späteren Ersten Schritt für Schritt nach vorne brachte. Über die Ränge 14, 13 und 11 arbeitete sich die Mannschaft wieder heran, kam vor der Winterpause ins vordere Feld und drehte im Frühjahr endgültig auf. Ab Runde 26 stand Amstetten ganz oben und gab die Tabellenführung bis zum Saisonende nicht mehr her. Dass aus einer Saison mit solchen Ausschlägen am Ende tatsächlich Platz eins wurde, passt genau zu jenem Satz, mit dem Preqaj den Rückblick zusammenfasst: "Wir haben schon erwartet, dass die Jungs einen guten Sprung nach oben machen. Dass er dann so groß wird, damit haben wir nicht gerechnet, aber umso schöner ist es."

Klarere Prinzipien trugen die Rückrunde

Für Preqaj ist dieser starke Lauf kein Zufall und auch nicht bloß mit einzelnen Ergebnissen zu erklären. Er macht vor allem die Entwicklung in der täglichen Arbeit und im Auftreten der Mannschaft dafür verantwortlich. "Wir waren viel besser in unseren Prinzipien. In unserer Spielidee waren wir viel klarer als in der Hinrunde", sagt der Co-Trainer, und genau darin sieht er den entscheidenden Unterschied. Die Mannschaft wirkte im Frühjahr konstanter und brachte ihre Linie besser durch als noch in den ersten Monaten. Dass sich diese Einschätzung auch in den Ergebnissen widerspiegelt, zeigt der Blick auf die Schlussphase. In den letzten fünf Partien blieb Amstetten ungeschlagen, gewann gegen den SC Weißenkirchen mit 4:0, setzte sich gegen den SV Würmla mit 2:1 durch, holte gegen Großweikersdorf/Wiesendorf und den SC Lilienfeld jeweils ein 2:2 und nahm zum Abschluss beim 4:3 in Hainfeld noch einmal drei Punkte mit. Es war also nicht nur eine gute Phase, sondern eine Rückrunde, in der die Mannschaft über längere Zeit verlässlich gepunktet hat.

Abgänge, neue Gesichter und ein ruhiger Start in den Sommer

Nach so einer Saison steht naturgemäß auch personell Bewegung an. Mit Marko Pejazic, Jonas Kogler und Maximilian Kerschner verlassen drei Spieler den Kader. Gleichzeitig kommen laut Preqaj mit Raphael Maierhofer, Czepl Constantin, Annur Hadzic, Sebastian Großauer und Sebastian Egger fünf Spieler dazu. Der Co-Trainer erwartet sich von den Neuen spürbare Hilfe, dämpft aber bewusst zu hohe Erwartungen an den sofortigen Effekt. "Das sind richtig gute Spieler, die uns sicher verstärken werden. Man muss noch schauen, wie sie sich in die Liga integrieren, aber spätestens in der zweiten Saisonhälfte werden sie voll dabei sein", sagt er. Einen einzelnen Gewinner der vergangenen Monate wollte Preqaj im Rückblick nicht herausheben. "Ich will jetzt nicht speziell einen Namen nennen, aber die Spieler haben sich sportlich und menschlich top entwickelt. Das merkt man in jedem einzelnen Gespräch." Dazu kommt eine insgesamt ruhige Ausgangslage. "Zurzeit haben wir keine Verletzten. Es sieht alles sehr positiv aus", sagt Preqaj. Auch im Umfeld gibt es eine Neuerung: "Wir haben einen neuen Sponsor. Das heißt neue Dressen und neues Trainingsgewand, wir wurden top ausgestattet." Nach Platz eins ist die Erwartungshaltung natürlich gestiegen, aber in Amstetten geht man den nächsten Schritt mit jenem Selbstverständnis an, das in der Rückrunde gewachsen ist.