In der 2. Landesliga West setzte SC Weißenkirchen mit dem 5:1 bei der SG Großweikersdorf/Wiesendorf ein deutliches Zeichen. Trainer Genadi Petrov sprach nach dem dritten Sieg im dritten Spiel von einer Leistung "in der Nähe von Perfektion" und sah seine Mannschaft vom Anpfiff weg am Drücker. Vor allem die Reaktion auf den zwischenzeitlichen Ausgleich und die Klarheit im eigenen Spiel gefielen dem Trainer.

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Für Genadi Petrov war der Grundton dieser Partie von Beginn an klar. "Von Anfang an haben wir das Kommando übernommen", sagte der Trainer des SC Weißenkirchen nach dem Auswärtssieg und verwies auf eine sehr konzentrierte erste Phase seiner Mannschaft. Das passte auch zum schnellen 1:0, das Michael Siebenhandl bereits in der 4. Minute erzielte. Die SG Großweikersdorf/Wiesendorf kam in der 29. Minute durch David Aigner zwar zum 1:1, doch auch dieser Zwischenstand brachte den Trainer nicht ins Grübeln. Petrov sagte offen, dass er nie das Gefühl gehabt habe, dass etwas schiefgehen könnte. Entscheidend war dann die direkte Antwort des SC Weißenkirchen noch vor der Pause. Tomas Binar stellte in der 35. Minute auf 2:1, nur zwei Minuten später erhöhte Kosta Drazic auf 3:1. Damit hatte der SC Weißenkirchen zur Halbzeit schon eine klare Ausgangslage geschaffen.
Was Genadi Petrov besonders gefiel: Seine Mannschaft ließ nach dem Seitenwechsel nicht nach, sondern hielt das Niveau hoch. "Wir waren mit dem Ball und gegen den Ball sehr diszipliniert", sagte er und beschrieb damit genau die Linie, die der SC Weißenkirchen über weite Strecken durchzog. Nach dem 3:1 zur Pause sorgte Ondrej Chveja in der 52. Minute mit dem 4:1 für die nächste klare Ansage. Spätestens damit war die Partie deutlich in Richtung der Gäste gekippt. In der 64. Minute legte Tomas Binar mit seinem zweiten Treffer des Abends noch das 5:1 nach. Petrov betonte hinterher, dass alle fünf Treffer aus sauber ausgespielten Angriffen entstanden seien. "Alle Tore waren wirklich sehr schön ausgespielte Situationen mit sehr viel Qualität", sagte der Trainer, der den Auftritt seiner Mannschaft auch deswegen so hoch einordnete.
Der Trainer sprach nach dem Spiel nicht nur über die Tore, sondern vor allem über die Art, wie der SC Weißenkirchen aufgetreten ist. Seine Mannschaft sei in beiden Phasen sehr diszipliniert gewesen, mit viel Laufbereitschaft, Aggressivität und einer klaren Ordnung. "Wir waren sehr kompakt gegen den Ball und haben fast nichts zugelassen", sagte Genadi Petrov. Gleichzeitig habe der SC Weißenkirchen nach vorne schnell, kreativ und unangenehm gespielt. Ein zentrales Thema war für ihn auch die Entwicklung innerhalb der Mannschaft. "Die Chemie zwischen mir und der Mannschaft wird immer besser", erklärte der Trainer. Dazu komme, dass die Spieler mittlerweile sehr genau wüssten, was verlangt werde. "Was wir trainieren, setzen die Burschen im Spiel um", so Petrov. Gerade diese Verbindung zwischen Trainingsarbeit und dem, was am Platz zu sehen war, machte den Auftritt für ihn so wertvoll.
So zufrieden Genadi Petrov nach dem 5:1 auch war, beim Ausblick blieb er bewusst klar. "Dieses Spiel war in der Nähe von Perfektion", sagte der Trainer, schob aber sofort nach: "Wir haben nichts gewonnen. Wir sind Tabellenführer, aber wir wollen bodenständig bleiben." Nach drei Runden und drei Siegen steht der SC Weißenkirchen an der Spitze, und genau dort will der Verein sich weiter behaupten. Petrov sprach deshalb weniger von einer weiteren Steigerung als vielmehr von Konstanz. Dieses hohe Niveau mit dem Ball und gegen den Ball solle gehalten werden. Über die SG Großweikersdorf/Wiesendorf sprach er dabei respektvoll, machte aber auch deutlich, warum aus seiner Sicht so wenig für den Gegner möglich war. "Der Gegner spielt so viel, wie du ihm Chance gibst zu spielen", sagte der Trainer. Für den SC Weißenkirchen war dieser Abend damit nicht nur ein klarer Sieg, sondern auch eine Bestätigung der eigenen Richtung.