In der 2. Landesliga West hat der SV Absdorf beim 3:3 gegen den SV Würmla einen wilden Abend erlebt. Nach einer starken ersten Halbzeit und einer 2:0-Führung stand am Ende nur ein Punkt, den Mario Krumpöck als „gerechtes Unentschieden“ einstufte. Der Sektionsleiter sprach von einer „Hochschaubahn der Gefühle“ und haderte vor allem damit, dass der SV Absdorf das dritte Tor mehrfach verpasste.

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Der SV Absdorf legte los, wie man sich das aus Sicht der Gastgeber nur wünschen kann. „Wir waren von Anfang an da, wir hatten vollen Fokus, wir waren scharf, wir waren sofort bereit“, sagte Mario Krumpöck nach der Partie. Schon in der 3. Minute brachte Mateus Ferraboli den SV Absdorf nach einem Zuspiel von Moritz Schwarz mit 1:0 in Führung, nach 16 Minuten legte Mateus Ferraboli mit seinem zweiten Treffer des Abends das 2:0 nach. Für Mario Krumpöck war genau diese Phase der Grund, warum sich das Remis später so bitter anfühlte. „Wir sind schnell in Führung gegangen. Wir haben immer wieder versucht, schnell in die Offensive zu kommen, was uns auch oft sehr gut gelungen ist“, meinte er. Dass Patrick Mijatovic in der 20. Minute für den SV Würmla auf 1:2 verkürzte, wertete Mario Krumpöck als ersten Knackpunkt. Vor der Pause blieb der SV Absdorf aus seiner Sicht dennoch „klar die bessere Mannschaft“, ließ das mögliche dritte Tor liegen, sah einen gut gehaltenen Freistoß von Niklas Figl und hatte kurz vor dem Wechsel auch Glück, dass ein möglicher Elfmeter für den SV Würmla nicht gegeben wurde. In dieser Szene reklamierte SV Würmla- Trainer Mario Handl scheinbar zu heftig und kassierte dafür überraschend sofort die rote Karte.
Nach der Pause änderte sich das Bild weniger durch eine Flut an Chancen als durch die Bedingungen. Mario Krumpöck schilderte eine Partie, die mit starkem Regen und Wind immer schwerer zu kontrollieren war. „Es wurde für beide Mannschaften immer schwieriger, ein geordnetes Spiel aufzuziehen“, sagte er. Der SV Würmla habe mit dem Wind im Rücken Vorteile gehabt, trotzdem habe der SV Absdorf die Lage lange ordentlich verteidigt. Entscheidend war für Mario Krumpöck aber, dass der SV Absdorf seine Umschaltmomente nicht sauber zu Ende spielte. „Hier wäre viel mehr möglich gewesen. Ein frühes drittes Tor oder das 3:1 hätte das Spiel an diesem Tag entschieden“, erklärte er. Statt dieser Vorentscheidung kam der SV Würmla in der 73. Minute durch Markus Schnopp zum 2:2. Mario Krumpöck sprach von einem „kollektiven Blackout“, weil sich mehrere Spieler beim Klären gegenseitig behinderten. Neun Minuten später ging der SV Würmla laut Mario Krumpöck nach einem Konter durch Markus Schnopp sogar mit 3:2 in Führung. „Man kann sich halt auch nicht über neunzig Minuten komplett verteidigen“, sagte der Sektionsleiter, der den Gästen trotz allem viel Qualität bescheinigte.
Dass der SV Absdorf am Ende überhaupt noch einen Punkt mitnahm, lag am 3:3 durch Maximilian Kaim in der 88. Minute nach einem Eckball. Mario Krumpöck sprach selbst von einem „glücklichen und sehr späten“ Ausgleich, wollte das Ergebnis deshalb aber nicht schöner machen, als es aus seiner Sicht war. „Am Ende des Tages wird das ein gerechtes Unentschieden sein“, sagte er, obwohl ihn die vergebene Siegchance in der Nachspielzeit noch beschäftigte. Simon Gartner hatte dort laut Mario Krumpöck die große Möglichkeit auf das 4:3, später blieb auch noch eine weitere Konterchance ungenutzt. Gerade deshalb blieb beim SV Absdorf ein Beigeschmack. „Wir haben es verabsäumt, den Deckel draufzumachen“, brachte es Mario Krumpöck auf den Punkt. Gleichzeitig zollte er dem SV Würmla Respekt: „Der Gegner hat vor allem in der Offensive viel Qualität. Guter Gegner, guter Trainer, gute Mannschaft.“ Auch zum Unparteiischen fand er eine nüchterne Einschätzung: „Der Schiedsrichter war unterm Strich okay.“ Zum Abschluss richtete Mario Krumpöck noch Genesungswünsche an jenen Spieler des SV Würmla, der sich im U23-Spiel zuvor schwer verletzt hatte: Der SV Absdorf hoffe auf eine rasche Genesung und darauf, dass die Verletzung nicht so schlimm sei.