In der Bezirksklasse Weinviertel setzte sich die SG Hüttendorf/Paasdorf mit 2:1 gegen den UFC Gnadendorf durch. Matchwinner war Mario Weiss mit einem Doppelpack, der die Hausherren trotz zwischenzeitlichem Ausgleich auf Kurs hielt. Trainer Wolfgang Meier sprach hinterher von einem „wohlverdienten Arbeitssieg“ und lobte neben der Offensive auch die Stabilität hinten. Es war das letzte Heimspiel der Saison – und eines, das Hüttendorf/Paasdorf mit Einsatz, Geduld und kühlem Kopf in der Hitze über die Ziellinie brachte.

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Hüttendorf/Paasdorf war vom Anpfiff weg das aktivere Team, suchte über die Flügel den Weg in den Strafraum und belohnte sich in Minute 25: Mario Weiss stellte auf 1:0. Die Gäste antworteten prompt: Fünf Minuten später traf Filip Holcapek zum 1:1, womit es auch in die Pause ging. „Wir waren über das gesamte Spiel die spielbestimmende Mannschaft“, erklärte Coach Wolfgang Meier, der den Ausgleich nach eigener Wahrnehmung auf einen Strafstoß nach Handspiel zurückführte: „Wir kassieren den Ausgleich durch einen Elfer – unglücklich, aber wir sind ruhig geblieben.“ An der Seitenlinie war Geduld gefragt, denn Gnadendorf blieb in einzelnen Situationen gefährlich.
Nach dem Seitenwechsel griff Meier ein und rückte taktisch nach. „Wir mussten alles riskieren, haben auf Dreierkette umgestellt und Simon Adami weiter nach vorne geschoben“, schilderte der Trainer. Der Plan trug rasch Früchte: Hüttendorf/Paasdorf bekam mehr Durchbrüche über rechts, drückte den Gegner tiefer und legte die Basis für die Entscheidung. In der 65. Minute schlug erneut Mario Weiss zu und stellte auf 2:1. „Er entscheidet Spiele, schießt Tore und übernimmt Verantwortung für die ganze Mannschaft. Darum ist er hier“, lobte Meier seinen Stürmer. Ein Sonderlob ging auch an links hinten: „Marcel Lösch war heute bärenstark und hat alles weggeköpft, was reinkam.“
Im Schlussdrittel hielt Hüttendorf/Paasdorf die Partie unter Kontrolle und ließ wenig zu. Das passte zum Gesamtbild, das der Trainer zeichnete: „Wir haben heute einen Arbeitssieg abgeliefert. Wir haben von der ersten bis zur letzten Minute gekämpft und uns bei utopischen Temperaturen gegen alles gestemmt.“ Zum Gegner fand Meier respektvolle Worte: „Gnadendorf wirkt zwar etwas statisch, bleibt aber immer wieder gefährlich.“ Darüber hinaus blieb es ruhig. „Es war ein faires Spiel ohne Gehässigkeiten, der Schiedsrichter hatte alles gut im Griff“, so Meier.
Mit dem Heimsieg hält Hüttendorf/Paasdorf bei 16 Punkten und liegt vor Gnadendorf, das 13 Zähler am Konto hat. Die Stimmung im Lager der Hausherren ist entsprechend gelöst – auch, weil der Zusammenhalt stimmt. „Ich bin froh, dass wir eine Mannschaft ohne bezahlte Spieler haben. Wir wollen in der kommenden Saison im vorderen Drittel dabei sein, unter die ersten vier – da gehören wir hin“, betonte Meier. Zunächst wartet noch das Derby. „Wir werden nicht allzu viel verändern, an unserer Grundordnung feilen und uns gut vorbereiten. In einem Derby zählt nur dieses eine Spiel“, sagt der Coach. Danach soll ein gemeinsames Grillfest den Saisonabschluss abrunden.