Ein stürmischer Nachmittag in der Gebietsliga Nord/Nordwest, ein klarer Tenor nach dem Schlusspfiff: Kristian Fitzbauer sah seinen FC Tulln über die gesamte Distanz im Vorteil – trotz frühem Rückschlag beim Auswärtsspiel bei Mannsdorf-Großenzersdorf II. „Über 90 Minuten ist der Sieg verdient“, bilanzierte der Trainer. Zwar geriet Tulln mit 0:1 in Rückstand – Torschütze: Kristian Babic –, setzte aber schon vor der Pause Akzente – unter anderem mit einem scharfen Abschluss und einer Rettungstat auf der Linie. Die starken Windverhältnisse prägten die Partie deutlich. Am Ende überwog Zufriedenheit – auch weil zwei Treffer nach Standards gelangen und die zweite Hälfte klar dominanter ausfiel.

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Inhaltlich ordnete Fitzbauer das Geschehen so ein: Wären die Gastgeber noch vor der Pause auf 0:2 gestellt, „hätte man sich vielleicht nicht beschweren können“. Nach dem Seitenwechsel drehte Tulln die Partie binnen Minuten: Bojan Plisnic traf in der 46. Minute zum 1:1, Christoph Knasmüllner legte in der 50. zum 2:1 nach. Robin Josefik erhöhte in der 70. und 73. Minute auf 3:1 und 4:1. Zudem verzeichnete Tulln zwei Lattentreffer und weitere gute Gelegenheiten. Den Knackpunkt sah der Coach in der Halbzeitansprache: Man müsse mehr investieren, an die Grenzen gehen und „das Herz am Platz lassen“ – und genau so trat die Mannschaft in Hälfte zwei auf.
Besonders zufrieden war der Coach mit ruhenden Bällen: „Wir haben zwei Tore aus Standardsituationen gemacht – das ist auch die große Mühe meines Co-Trainers, der sich da immer sehr viel überlegt.“ Insgesamt habe der FC Tulln mehr vom Spiel und die klareren Chancen gehabt. Eine exakte Ballbesitzzahl wollte Fitzbauer nicht nennen, zumal die starken Windverhältnisse das Geschehen beeinflussten. Beide Teams setzten auf das Fußballerische; harte Zweikämpfe prägten die Partie kaum.
Bei allem Lob blieb eine Szene hängen: Aus Fitzbauers Sicht gab es „einen klaren Elfmeter für uns, der nicht gegeben wurde“. Den Fokus richtete er jedoch rasch nach vorn: „Nächstes Spiel Deutsch-Wagram – wir müssen uns gut vorbereiten. Wir haben eine ganze Woche Zeit, spielen schon am Freitag.“ Zunächst steht die Regeneration im Vordergrund, ab Montag folgt die gezielte Ausrichtung auf den nächsten Gegner. Das Ziel formulierte er klar: „Wir wollen vorlegen, weil unsere Konkurrenten erst am Samstag spielen.“