In der Gebietsliga Nord/Nordwest holte der ATSV Sparta Deutsch-Wagram gegen den SC Leopoldsdorf/Mfd. ein 2:2 – oder verlor zwei Zähler, je nach Blickwinkel. Deutsch-Wagram führte nach einem Doppelpack von Benjamin Sulimani bis in die Nachspielzeit 2:0, ehe Patrick Haas (90+2) und Stefan Löffelmann (90+5) noch ausglichen. Trainer Christopher Petermann bilanzierte ehrlich: „Wir hatten den besseren Spielverlauf und Chancen auf das 3:0. Wenn du in der 90. Minute 2:0 führst, sind es zwei verlorene Punkte.“

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Die Partie begann mit Vorteilen für die Gäste. „Leopoldsdorf war die ersten 20 Minuten die spielbestimmende Mannschaft und hätte wahrscheinlich auch 1:0 in Führung gehen können“, beschrieb Christopher Petermann den Auftakt. Seine Elf suchte zunächst nach Zugriff, reagierte dann aber: „Wir haben nach rund 25 Minuten kleine Umstellungen vorgenommen. Die haben gegriffen, ab da war es ausgeglichen.“ Kurz vor der Pause kam die Belohnung. Nach einem feinen Zuspiel von Michael Chudik traf Benjamin Sulimani in Minute 44 zum 1:0 – nicht unverdient zu diesem Zeitpunkt. Mit diesem Vorsprung ging es in die Kabinen, und die Gastgeber hatten das Gefühl, den Schlüssel zur Partie gefunden zu haben.
Nach dem Seitenwechsel blieb Deutsch-Wagram stabil und nutzte gleich die nächste Möglichkeit, um nachzulegen. Wieder war es Benjamin Sulimani, der in Minute 53 zum 2:0 einschoss. „In der zweiten Halbzeit haben wir das Spiel gut kontrolliert. Leopoldsdorf hatte viel Ballbesitz, aber wenig Lösungen gegen unsere Verteidigung“, sagte Petermann. Seine Mannschaft hätte den Sack früher zumachen können: „Wir hatten noch einen Lattenschuss und sind einmal allein aufs Tor gelaufen – es hätte eigentlich 3:0 stehen können.“ Stattdessen kippte die Stimmung in der Nachspielzeit. Zunächst verkürzte Patrick Haas (90+2) – „unser Tormann ist zu stürmisch rausgekommen, hat den Ball falsch eingeschätzt, es gab einen Zusammenprall, und der Ball ist irgendwie ins Tor gekullert.“ Dann traf Stefan Löffelmann (90+5) nach einem weiten Freistoß: „Das war ein Freistoß von der Mittellinie, alle – inklusive Tormann – waren im Sechzehner. Es war die letzte Aktion, wir standen nach dem Anschluss unter Schock, und irgendwie war der Ball drin.“
So blieb es beim 2:2 gegen einen starken Gegner, den Petermann klar einordnet: „Leopoldsdorf ist sicher eine der stärksten Mannschaften der Liga, aber wir haben ihre Stärken mit unserem Konzept gut kompensiert.“ Der Trainer ärgerte sich über den Ausgang, nicht aber über die Leistung: „Das taktische Konzept hat ab der 20. Minute super gegriffen. Jeder ist ans Limit gegangen. Die Tore waren so, wie wir sie uns vorstellen und trainieren. Es war alles angerichtet für einen Sieg.“ Auch die Rahmenbedingungen akzeptierte er: „Die sechs Minuten Nachspielzeit waren aufgrund der Wechsel und Tore angebracht, die Leistung des Schiedsrichters war in Ordnung.“ Trotz des neuerlichen Remis bleibt der Coach positiv: „Die Ergebnisse passen derzeit nicht zur Leistung, aber die Mannschaft ist intakt. Wenn wir so weitermachen und an den kleinen Dingen arbeiten, werden wir in den nächsten Spielen unsere Siege holen – gemeinsam und kämpferisch.“