In der Gebietsliga Nord/Nordwest trennten sich am Abend der SV Boombell Gablitz und der SC Sparkasse Poysdorf 1:1. Poysdorf führte durch Pascal Hager früh (17.), kurz vor der Pause glich Bernhard Fila (44.) aus. Nach Chancen auf beiden Seiten blieb es beim Remis. Poysdorfs Trainer Thomas Eigner sprach von einem verdienten Punkt und räumte zugleich ein, dass Gablitz die klareren Möglichkeiten hatte. Sein Fazit: ordentlich verteidigt, gut umgeschaltet – und am Ende fehlte der Lucky Punch für seine Elf.

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Poysdorf kam besser als in den letzten Spielen in die Partie, stand kompakt und lauerte auf Umschaltmomente. Der Plan ging zunächst auf: In Minute 17 schloss Pascal Hager einen schnellen Angriff zur 1:0-Führung ab. „Zu Beginn sind wir gut reingekommen, im Gegensatz zu den letzten Spielen haben wir kein frühes Gegentor kassiert. Genau in dieser Phase machen wir das 1:0“, meinte Trainer Thomas Eigner. Danach zog Gablitz das Tempo spürbar an und hatte die besseren Szenen. „Gablitz hat mit Fortdauer der ersten Hälfte Druck aufgebaut, hatte einen Lattentreffer und einen Stangenschuss. Unser Tormann hat zwei Situationen gut pariert“, schilderte Eigner. Kurz vor dem Wechsel fiel dann der Ausgleich: Bernhard Fila traf zum 1:1 (44.).
Auch nach dem Seitenwechsel starteten die Hausherren schwungvoll. „Gablitz hat zu Beginn der zweiten Halbzeit wieder Druck gemacht“, so Eigner. Mit zunehmender Dauer fand Poysdorf jedoch besser hinein und setzte Nadelstiche über das Umschaltspiel. „Je länger es gedauert hat, desto besser sind wir ins Spiel gekommen. Wir hatten ein, zwei Situationen, die wir vielleicht sauberer ausspielen müssen“, erklärte der Coach. Aus seiner Sicht blieb Gablitz jederzeit gefährlich: „Unser Tormann hat insgesamt dreimal in Eins-gegen-eins-Situationen für uns gerettet.“ Rund eine Viertelstunde vor Schluss meldeten sich die Gäste noch einmal an. „Wer da den Lucky Punch macht, gewinnt die Partie. Unterm Strich hat ihn keiner gemacht – daher 1:1“, brachte es Eigner auf den Punkt.
In der Analyse blieb Eigner bei sich und der eigenen Idee. „Wir haben uns vorgenommen, die Räume zwischen den Linien zu bespielen. Das hat teilweise gut geklappt“, sagte er, ohne die Schwachstellen zu verschweigen: „Natürlich gibt es immer etwas zu verbessern. Wir müssen manche Situationen vorne besser zu Ende spielen.“ Gleichzeitig verteilte er hohes Lob an den Gegner: „Gablitz ist eine der stärksten spielerischen Mannschaften. Ihre Außenbahnspieler, vor allem die Nummer sieben, haben viel Wirbel gemacht. Vorne sind die Laufwege gut, defensiv stehen sie stabil.“ Auch zur Leitung des Unparteiischen äußerte er sich gelassen: „Die Schiedsrichterleistung war okay, die Abseitsentscheidungen oft sehr gut gesehen. Nichts Ärgeres, Strittiges.“
Mit dem Zähler in Gablitz bestätigt Poysdorf seine Richtung. Laut aktueller Tabelle hält Gablitz nach 21 Spielen bei 32 Punkten und rangiert auf Platz vier, Poysdorf steht mit 23 Zählern auf Rang zehn. In diesem Feld wiegt ein Auswärtspunkt gegen ein Topteam doppelt – zumal Eigner die Qualität des Gegners mehrfach betonte. „Alles in allem nehmen wir den Punkt gerne mit“, sagte der Trainer und blieb fair: „Chancen waren vielleicht mehr für Gablitz, so ehrlich muss man sein. Unterm Strich geht das Unentschieden in Ordnung.“ Für Poysdorf bleibt es damit ein Ergebnis, auf dem sich aufbauen lässt – mit Luft nach oben im letzten Drittel.