In der Gebietsliga Nord/Nordwest setzte sich der SC Prottes beim SC Leopoldsdorf/Mfd. klar mit 4:1 durch. Zur Pause führten die Gäste 2:0, nach dem Seitenwechsel kam Leopoldsdorf kurz zurück, doch Prottes antwortete eiskalt. Trainer Aljoscha Kroboth brachte den Abend knapp auf den Punkt: "Wir haben die Tore gemacht und waren hinten stabil." Besonders das 3:1 bezeichnete er als Knackpunkt – danach ließen die Gäste nichts mehr anbrennen und nahmen drei überzeugende Auswärtspunkte mit.

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Der Auftakt gehörte den Gästen, und er war früh und knackig: Bereits in Minute 2 setzte Sandro Struckl das 0:1. Kroboth schilderte den wilden Start so: "Wir hatten einen sehr guten Spielverlauf, mit einem Elfmeter gleich zu Beginn – das hat die Charakteristik vom Spiel natürlich sofort verändert." Unabhängig davon blieb Prottes am Drücker, schaltete schnell um und suchte immer wieder das Pressing. Nach einer halben Stunde legte Michael Drozd nach und stellte auf 0:2 (30.). "Es war in der ersten Halbzeit wirklich ein gutes Spiel, schön anzusehen, schnell", sagte Kroboth zufrieden. Nach dem Seitenwechsel kam Leopoldsdorf besser in die Partie und verkürzte durch Stephan Rauchecker zum 1:2 (63.). Doch Prottes behielt die Ruhe: Arun Majersky antwortete in Minute 74 mit dem 1:3, bevor Drozd in der 84. Minute mit seinem zweiten Treffer des Abends den 1:4-Endstand herstellte.
Für den Prottes-Coach war der Moment des Abends eindeutig. "Der entscheidende Moment war sicher das 3:1. Wir haben davor zweimal an die Latte geschossen, aber das 3:1 war ein Weitschuss, ein Tausend-Gulden-Schuss – der hat genau eingeschlagen und den Weg für uns geebnet und den Schwung des Gegners gebrochen." Noch genauer ordnete Kroboth die Szene ein: "Das 3:1 war nach einem Abpraller. Unser Spieler hat aus größerer Distanz mit dem schwachen linken Fuß wunderschön getroffen." Inhaltlich passte das zur eigenen Spielidee. "Wir waren in der ersten Halbzeit sehr gut im Umschaltspiel und auch im Auslösen des Pressings", erklärte er und ergänzte zur schwierigeren Phase nach der Pause: "Der Gegner hat permanent Druck gemacht. Wir sind eher hinterhergelaufen, und es ist uns nicht gelungen, den Druck über längere Ballbesitzphasen zu nehmen."
Auch bei allem Jubel blieb Kroboth fair in der Analyse des Gegners. "Leopoldsdorf ist ein sehr spielstarker Gegner mit hoher Qualität – insofern ist unser Sieg noch höher einzuschätzen." Passend dazu sein Fazit zur Leitung: "Der Schiedsrichter war unauffällig, das ist ein gutes Zeichen. Es war ein faires Spiel, in der ersten Halbzeit auf wirklich hohem Niveau." Am Ende hob er erneut die eigenen Stärken hervor: "Wir waren gut im Umschaltspiel und haben die Angriffe gut ausgespielt." In der Tabelle unterstreicht der Auswärtssieg die Richtung: Leopoldsdorf steht nach 22 Runden bei 44 Punkten auf Rang zwei, Prottes hält als Fünfter bei 33. Für Kroboth ist klar, woran er ansetzt: mehr Ruhe am Ball nach der Pause und vorne weiter so zielstrebig wie in Leopoldsdorf.