In der Gebietsliga Nord/Nordwest kam der SC Laa/Thaya gegen den SCG Eckartsau zu einem 1:1. Laa führte zur Pause durch Patrick Piswanger (38.), nach dem Wechsel stellte Markus Ordelt (68.) für die Gäste auf Remis. Trainer Alen Orman sprach von einer Partie mit zwei Gesichtern und einem Ergebnis, das ihn nicht zufriedenstellt: "Für uns war das Unentschieden eigentlich zu wenig, weil wir wussten, dass wir gewinnen müssen."

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Die Anfangsphase gehörte aus Sicht der Heimischen klar den Gästen. Alen Orman beschrieb, warum seine Elf zunächst ins Hintertreffen geriet: "Wir haben uns am Anfang im Zentrum schwergetan, weil wir keinen Zugriff hatten und viele Ballverluste hatten." Der Coach reagierte früh und drehte an ein paar Stellschrauben: "Nach rund 15, 20 Minuten haben wir einige Positionen getauscht, dann war es besser." Aus dem stabileren Auftreten wuchs auch Mut nach vorne, und der Lohn folgte kurz vor der Pause: In Minute 38 brachte Patrick Piswanger Laa mit links ins kurze Eck mit 1:0 in Führung. "Der Gegner hatte auch einige Chancen, die unser Tormann gut abgewehrt hat", betonte Orman und hob damit die wichtigen Rettungstaten seines Keepers hervor. Für Laa war der Pausenvorsprung doppelt bedeutsam – diesmal ging es mit einem Plus in die Kabine.
Nach dem Seitenwechsel verlagerte sich das Spiel etwas in Richtung der Gäste. "In der zweiten Halbzeit hatte Eckartsau mehr vom Ballbesitz. Wir haben das eigentlich ganz gut gelöst", erklärte Orman. Ein ruhender Ball brachte Laa aber um die Führung: "Durch einen unnötigen Freistoß ist das 1:1 gefallen – langer Ball auf die zweite Stange, unser Tormann wollte fangen, ließ den Ball fallen, der Gegner schob ein." Laut Spielberichtsbogen zeichnete Markus Ordelt in der 68. Minute für den Treffer verantwortlich. Laa suchte anschließend die Antwort, musste aber auch wechseln. "Einige Spieler mussten raus, weil sie angeschlagen waren", so der Trainer. Offensiv lag der Sieg sogar noch in der Luft: "Petr Kirschner hatte in der letzten Minute noch eine Chance, die wir nicht genutzt haben." Kurz darauf war Schluss, und weil es beim letzten Pass haperte, blieb es beim 1:1, obwohl die Gastgeber den Dreier fest im Visier hatten.
Im dritten Spiel unter Alen Orman sieht der neue Coach eine klare Entwicklung – nur die Ernte blieb diesmal mager. "Was wir gut umgesetzt haben und im Training eingefordert haben, ist der Ballbesitz. Wir verlieren den Ball nicht mehr so leicht, das war besser", bilanzierte er. Gleichzeitig benannte er den wunden Punkt: "Der letzte Pass vorm Tor fehlt noch, daran müssen wir weiterarbeiten." Auch der Gegner bekam Anerkennung: "Eckartsau war ein guter, starker Gegner mit gutem Kombinationsspiel und starken Flügelspielern." Orman machte zudem deutlich, dass der Plan eigentlich auf drei Punkte ausgerichtet war: "Wir haben in der Halbzeit gesagt, dass wir nach dem 1:0 das zweite Tor brauchen, weil der Gegner Druck machen wird." Am Ende, so sein nüchternes Urteil, "haben wir ein Tor zu wenig geschossen".
Der Zähler hilft Laa nur bedingt weiter, denn die Gastgeber rangieren nach 22 Runden mit 17 Punkten am Tabellenende, während Eckartsau mit 23 Zählern auf Rang zwölf liegt. Gerade deshalb wirkt Ormans Einschätzung konsequent: Dieses 1:1 fühlt sich eher nach verpasster Chance an, weil der Matchplan bis zur 68. Minute aufging und die Mannschaft die besseren Momente nicht in ein zweites Tor ummünzte. Positiv bleibt, dass die Balance im Ballbesitz sichtbar stabiler war und die Umstellungen griffen. Darauf will Laa in den nächsten Wochen aufbauen. Der Auftrag ist klar formuliert: mehr Durchschlagskraft im letzten Drittel, dann sollen aus ordentlichen Auftritten wieder Siege werden.