Runde 23 in der Gebietsliga Nord/Nordwest brachte das Derby zwischen dem SC Ladendorf und dem SC Sparkasse Poysdorf – am Ende stand ein 2:0. Zur Pause war noch alles offen, nach der Stunde fiel binnen zwei Minuten die Entscheidung. Poysdorf ärgerte sich über liegen gelassene Möglichkeiten und zwei schlecht verteidigte lange Bälle. Trainer Thomas Eigner sprach offen über fehlende Aggressivität, einen sehr engen Abseitspfiff in Hälfte eins und die Lehre für die nächsten Wochen: Der Gegner nutzte die Fehler eiskalt, die eigenen Chancen blieben ungenutzt.

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Die ersten 45 Minuten waren arm an Höhepunkten, dennoch fand Poysdorf früh einen Rhythmus. „Es war ein Spiel mit wenigen Höhepunkten. In der ersten Halbzeit hatten wir mehr vom Spiel, vor allem spielerisch, aber im letzten Drittel waren wir nicht zwingend“, schilderte Thomas Eigner. Einmal jubelte Poysdorf trotzdem – der Linienrichter hob die Fahne. „Der Schiedsrichter war im Prinzip sehr gut. In der ersten Halbzeit haben wir ein Tor gemacht, das wegen Abseits zurückgenommen wurde. Das war eine sehr enge Entscheidung. Selbst am Video sieht man es kaum, also kein Vorwurf“, betonte Eigner. Weil Ladendorf offensiv lange harmlos blieb und Poysdorf den letzten Pass nicht sauber spielte, ging es leistungsgerecht mit 0:0 in die Kabinen.
Poysdorf kam ordentlich aus der Pause und setzte erste Akzente. „Wir sind gut aus der Kabine gekommen und waren leicht feldüberlegen“, so Eigner. In dieser Phase hatte Pascal Hager zweimal die Führung am Fuß beziehungsweise am Kopf. „Vor den Gegentoren hatten wir zwei gute Möglichkeiten durch Pascal Hager. Einmal hält der Tormann seinen linken Schuss, dann haben wir noch einen Kopfball“, ärgerte sich der Coach. Dann kippte die Partie mit zwei nahezu identen Szenen. „Nach unserem Abschlag verlieren wir den Kopfball, wir stehen schlecht, der Offensivspieler geht durch, legt quer, und aus fünf Metern macht er ihn“, beschrieb Eigner den Auftakt. In der 68. Minute traf Jan Neumann zum 1:0. „Kurz darauf wieder ein langer Ball, sie gewinnen den Kopfball, der zweite Ball landet bei Ladendorf, der Spieler spielt ihn über unsere Abwehr, und der Stürmer läuft allein aufs Tor“, so Eigner – zwei Minuten später stellte Andreas Ebersberger auf 2:0 (70.). Poysdorf versuchte es zwar bis zum Schluss, kam aber nur noch zu Halbchancen.
Die Analyse des Poysdorfer Trainers fiel klar aus. „Wir waren von der Aggressivität her heute nicht dort, wo wir hinwollten. Es war ein Derby, es ging um einiges, und da waren wir zu wenig am Platz“, sagte Eigner. Auf die Frage nach dem Unterschied zwischen beiden Teams meinte er: „Der Unterschied waren die Tore. Ehrlich gesagt hätte keine Mannschaft einen Sieg verdient. Aber die drei Punkte hat diesmal der Gegner geholt.“ Besonders schmerzte ihn, dass Ladendorf aus wenig viel machte: „Sie haben unsere Fehler ausgenutzt, das war der Unterschied. Wir haben den Gegner mit unserer Spielart wieder stärker gemacht.“ Hätte Hager getroffen, wäre wohl ein anderer Abend möglich gewesen. „Wenn wir da das 1:0 machen, rennt die Partie wahrscheinlich in unsere Richtung. Wir haben’s nicht gemacht und müssen mit dem Ergebnis leben.“ In der Tabelle bleibt Poysdorf mit 26 Punkten im Mittelfeld, Ladendorf liegt mit 28 knapp davor. Der Fokus geht nach vorne: „Wir brauchen noch den einen oder anderen Punkt für den Klassenerhalt. In jedem Spiel müssen wir von Beginn weg bei hundert Prozent sein, dann bin ich positiv, dass wir das schaffen.“