In der Gebietsliga Nord/Nordwest lieferte der ATSV Sparta Deutsch-Wagram gegen den SC Lassee ein intensives 2:2 ab. Nach frühem 0:2 durch David Koudelka und Konstantin Breuer brachte Kevin Glück die Heimischen zurück, musste später aber mit Rot runter. Philipp Kuntel glich spät aus. Trainer Christopher Petermann lobte Disziplin und Kampfgeist, sah die Rote Karte als Knackpunkt – und spricht von einem erkämpften Punkt auf dem Weg zum Klassenerhalt.

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Deutsch-Wagram war auf Druck gefasst – und bekam ihn. „Wir haben gewusst, dass der Gegner von Beginn an sehr druckvoll agiert. Wir waren darauf vorbereitet“, erklärte Christopher Petermann. Dennoch lag sein Team früh hinten: In Minute 16 traf David Koudelka zum 0:1, nur drei Minuten später legte Konstantin Breuer das 0:2 nach. „Trotzdem sind wir 0:2 hinten, zwei Tore aus individueller Klasse – Breuer muss man herausheben“, so Petermann. Die Antwort der Hausherren kam prompt: Nach einer einstudierten Balleroberung vollendete Kevin Glück in der 22. Minute zum 1:2. „Das hat das Spiel wieder aufgemacht“, meinte der Trainer. Nach der Pause blieb es ausgeglichen. „In der zweiten Halbzeit war es neutral, der Gegner einen Tick konkreter, aber auch wir hatten unsere Möglichkeiten.“ Dann der Rückschlag: In der 69. Minute sah Glück Rot – „etwas zu ungestüm“, sagte Petermann. Doch die Gastgeber warfen alles rein. „Durch eine Individualleistung meines Kapitäns, mit absolutem Willen, haben wir den Ausgleich geholt.“ Philipp Kuntel stellte in der 81. Minute auf 2:2 – und mit viel Disziplin brachten die Wagramer den Punkt über die Zeit.
Nach dem Abpfiff verteilte Petermann ein großes Lob. „Ich muss meiner Mannschaft ein Riesenkompliment aussprechen. Sie war taktisch sehr diszipliniert, hat leidenschaftlich verteidigt und ist geschlossen aufgetreten. Mit Kampfgeist, Ordnung und Disziplin haben wir das Maximum rausgeholt. Ich bin sehr stolz.“ Gleichzeitig hob er die Qualität des Gegners hervor: „Der Gegner hat enorme individuelle Qualität, und ein Spieler wie Konstantin Breuer ist über neunzig Minuten kaum aus dem Spiel zu nehmen.“ Den Verlauf ordnete er klar ein: „Wir wussten, dass wir die ersten dreißig Minuten überstehen mussten. Zwei Gegentore waren zu viel, ein Tor wäre kein Problem gewesen.“ Der letzte Schritt zum Sieg blieb aus – aus seiner Sicht auch wegen der Unterzahl: „Wir wussten, dass sie gegen Ende Kräfte lassen. Leider waren wir da schon in Unterzahl und konnten das nicht nutzen.“ Sein Fazit fiel fair aus: „In Summe war der Gegner konkreter in den Chancen, wir haben brav gekämpft – moralisch ist das Unentschieden in Ordnung.“
In der Rückschau nannte Petermann mehrere Bilder, die hängenblieben. „Der Gegner hatte in Hälfte eins einen Stangenschuss, das haben wir gut überstanden. Und ich erinnere an die Kopfballchance von Sascha Mark nach einer Flanke von Benjamin Sulimani – da stehen wir allein vorm Tor.“ Auch zum Platzverweis blieb er sachlich: „Rot kann man geben. Bei so einer Entscheidung muss man sich hundertprozentig sicher sein, weil sie das Spiel entscheidet. Ich mache dem Schiedsrichter keinen Vorwurf.“ Besonders positiv fiel ihm die Kulisse auf. „Riesenkompliment an unsere jungen Mädels und Burschen aus dem Nachwuchs – mit Trommeln feuern sie uns an. Das macht den Spielern richtig Spaß.“ Sportlich ist der Kurs klar: Laut Tabelle rangiert Deutsch-Wagram mit 27 Punkten im Mittelfeld auf Platz neun, Lassee hält bei 33 Zählern. „Wir brauchen noch ein paar Punkte für den sicheren Klassenerhalt. Der ist in greifbarer Nähe. Wir haben noch drei Spiele – die Punkte holen wir uns“, gab Petermann die Richtung vor.