In der Gebietsliga Nord/Nordwest behielt der SC Leopoldsdorf/Mfd. beim SCG Eckartsau mit 2:1 die Oberhand. Ljubisa Ruzicic traf früh zum 0:1, Markus Ordelt egalisierte kurz vor der Pause, ehe Jonas Bleyer spät den Auswärtssieg fixierte. Co-Trainer Martin Krejci sprach trotz der drei Punkte von einem glücklichen Auswärtssieg und einem Sommerkick: Sein Team startete dominant, ließ danach nach und musste bis in die Schlussphase zittern.

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Leopoldsdorf erwischte den Traumstart: Nach nur vier Minuten stellte Ljubisa Ruzicic auf 0:1. Genau so hatte es sich laut Co-Trainer Martin Krejci in den Anfangsminuten angefühlt. "Wir haben sehr stark begonnen. Die ersten fünfzehn Minuten waren wir klar überlegen", schilderte er. "Wenn wir da das 2:0 machen, ist es mehr oder weniger entschieden gewesen." Stattdessen flachte das Spiel der Gäste ab. "Wir haben dann nachgelassen und Eckartsau immer mehr ins Spiel kommen lassen." Kurz vor der Pause kam die Quittung: Markus Ordelt traf in der 44. Minute zum 1:1, zur Pause war alles wieder offen. Nach dem Wechsel blieb es lange zerfahren. "In der zweiten Hälfte war es ein Hin und Her, nichts Aufregendes", so Krejci. Entschieden wurde es ganz spät: In Minute 88 verwertete Jonas Bleyer nach einer Flanke sehenswert zum 1:2 – "eine schöne Flanke, ein super Abschluss, ein wunderschönes Tor", wie Krejci den Lucky Punch beschrieb. Das Gefühl, dass es reicht, "kam erst nach dem 2:1", gab er offen zu.
Obwohl sein Team auswärts drei Punkte mitnahm, blieb der Ton des Co-Trainers ungewohnt kritisch. "Es war ein richtiger Sommerkick. Es war heiß. Beide Mannschaften haben sich schwergetan", fasste Martin Krejci zusammen. Er ordnete auch die Ausgangslage ehrlich ein: "Bei uns geht es nicht mehr um viel. Bei Eckartsau geht es noch um den Abstieg." Den Auftritt seiner Elf sah er deshalb nur phasenweise stimmig. "Wir haben uns sehr schwergetan, haben viele Eigenfehler gemacht", sagte er, und legte nach: "Nicht unbedingt verdient." In seiner Gesamteinschätzung blieb er konsequent: "Für mich wäre es eine Unentschiedenpartie gewesen. Am Ende hatten wir das glückliche Ende für uns." Dass der Sieg trotzdem eingefahren wurde, schrieb er vor allem der Effizienz in der Schlussphase zu – und dem einen Moment, in dem seine Mannschaft ihre Qualität zeigte.
Ein großes Thema war für Krejci die Widerstandskraft des Gegners. "Am Anfang waren wir klar überlegen, dann haben wir sie immer mehr ins Spiel kommen lassen. Sie haben sich mit allen Mitteln und Möglichkeiten gewehrt und waren ungut zu bespielen", sagte der Co-Trainer mit Respekt. Auch über strittige Szenen sprach er – ohne nachzutreten. "Es hat angeblich einen Handelfmeter für Eckartsau gegeben und ein, zwei Abseitsentscheidungen, die vielleicht fragwürdig waren. Von der Bank haben wir das nicht gut gesehen. Insgesamt war die Schiedsrichterleistung in Ordnung."
In der Tabelle untermauert Leopoldsdorf mit nun 47 Punkten Rang zwei, Eckartsau hängt mit 23 Zählern weiter im Abstiegskampf. Für die nächsten Aufgaben formulierte Krejci klare Hausaufgaben: "Wir müssen vorm Tor konsequenter sein. Und wir müssen die Fehler im Aufbauspiel abstellen, sonst laufen wir dauernd in Konter." Daran, so versprach er, werde das Team in den kommenden Wochen arbeiten.