Spielberichte

Nach der Pause nicht zu halten: Tulln dreht 0:1 dank Knasmüllner-Dreierpack auf 5:1

FC Tulln
SC Laa/Thaya

Der Tabellenführer der Gebietsliga Nord/Nordwest hat nach der Pause den Turbo gezündet: Der FC Tulln drehte gegen den abstiegsbedrohten SC Laa/Thaya ein 0:1-Pausendefizit in einen klaren 5:1-Heimsieg. Entscheidender Mann war Christoph Knasmüllner, der binnen 15 Minuten einen Dreierpack schnürte. Trainer Kristian Fitzbauer sprach von einer „richtig guten zweiten Halbzeit“ und lobte die Reaktion seiner Mannschaft. Laa/Thaya hatte vor dem Wechsel zugeschlagen, nach der Pause aber kaum noch Entlastung – Tulln ließ nicht mehr locker und legte zwei weitere Treffer nach.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Vom Rückstand zum Torrausch: frühes 1:1 öffnet alle Türen

Tulln war schon vor der Pause das aktivere Team, ging mit den Halbchancen aber zu sorglos um. So traf auf der Gegenseite Petr Kirschner in Minute 36 zum 0:1, und dieser knappe Rückstand hielt bis zum Pausenpfiff. Aus der Kabine kam Tulln dann wie ausgewechselt. Nur drei Minuten nach Wiederbeginn stellte Christoph Knasmüllner in der 48. Minute auf 1:1 – genau jenes schnelle Ausgleichstor, das Trainer Kristian Fitzbauer als Knackpunkt sah: „Sicherlich das schnelle 1:1, danach hatten wir eine richtig gute zweite Halbzeit.“ Der FC blieb am Drücker, Knasmüllner legte in der 60. und 63. Minute nach und drehte das Spiel im Alleingang auf 3:1. Laa/Thaya bekam Tullns Offensivwucht nicht mehr eingefangen, Robin Josefik erhöhte in der 67. Minute auf 4:1, ehe Ossi Refai in der 74. Minute den 5:1-Endstand besorgte. Der klare zweite Durchgang passte zum Bild: Tulln nutzte die Chancen eiskalt und ließ hinten wenig zu.

Fitzbauer lobt Reaktion – und hadert mit dem 0:1

Nach dem Schlusspfiff ordnete Kristian Fitzbauer die Partie deutlich ein. „Ich finde, wir waren über neunzig Minuten die bessere Mannschaft, aber wir haben uns lange schwergetan“, sagte der Tulln-Coach. Besonders ärgerte ihn der Gegentreffer vor der Pause: „Das erste Tor war ganz klar Abseits. Da war vorher auch ein falscher Einwurf und ein klares Foul, es waren drei Situationen, die zu dem Tor geführt haben.“ Zugleich rückte er die Antwort seiner Elf in den Vordergrund: „Wichtig ist die Reaktion in der zweiten Halbzeit. Da haben wir den Gegner richtig dominiert und verdient gewonnen.“ Zum Gegner fand Fitzbauer respektvolle Worte: „Laa ist genauso aufgetreten wie erwartet – sehr tief im 4-3-3 und in Umschaltsituationen gefährlich. Ich wünsche ihnen, dass sie bis zum Schluss um den Klassenerhalt kämpfen. Der Verein gehört in diese Liga.“

Serie, Meistertitel und Einladung: Tulln hält das Tempo hoch

Im Kern führte Tulln die jüngste Serie konsequent fort. „Wir wollten unbedingt diese Siegesserie am Leben halten und ein großes Kompliment an die Mannschaft“, betonte Fitzbauer, der zugleich die besondere Situation nach dem fixierten Titel ansprach: „Es ist verständlich, wenn man Meister geworden ist, dass man den Fokus ein bisschen verliert. Das ist menschlich. Aber die Mannschaft hat das heute über neunzig Minuten richtig gut gemacht.“ Auch deshalb gefiel ihm der Auftritt nach der Pause: „Die zweite Halbzeit hat gezeigt, warum diese Mannschaft Meister in dieser Liga wird.“

Für die Fans hatte der Coach zum Schluss noch eine Einladung: Beim nächsten Heimspiel am 6. Juni startet um 17:00 Uhr die Meisterfeier. „Alle sind herzlich eingeladen, die es mit dem Verein im Herzen haben und mit der Mannschaft feiern wollen. Diese Mannschaft hat es sich verdient.“

Gebietsliga Nord/Nordwest: FC Tulln : Laa/Thaya - 5:1 (0:1)

  • 74
    Ossi Refai 5:1
  • 67
    Robin Josefik 4:1
  • 63
    Christoph Knasmüllner 3:1
  • 60
    Christoph Knasmüllner 2:1
  • 48
    Christoph Knasmüllner 1:1
  • 36
    Petr Kirschner 0:1