Der SC St. Martin feiert in der Gebietsliga Nordwest/Waldviertel einen klaren 5:0-Heimerfolg gegen Horn SV II. Nach frühem 1:0 blieb es lange ein offenes Spiel, ehe die Gastgeber in der Schlussphase eiskalt nachlegten. Trainer Christopher Bruckner sprach von einem „zu hohen Ergebnis“, sah den Knackpunkt aber klar: „Das 2:0 hat alles auf unsere Seite gekippt.“ Matchwinner war Doppel-Torschütze Dominik Decker, der die späte Torlawine anführte und für St. Martin ein wichtiges Lebenszeichen setzte.

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay
St. Martin erwischte einen Traumstart: Bereits in der 4. Minute traf Niklas Höbarth zum 1:0 – ein Treffer, der genau zur Erzählung von Trainer Christopher Bruckner passte. „Wir waren zu Beginn richtig, richtig gut. Wir hatten die ersten zehn, fünfzehn Minuten viel Ballbesitz und haben das 1:0 mit der ersten Chance gemacht.“ Danach wurde es ausgeglichener. „Bis zur Halbzeit war es sehr offen. Ich finde, wir hatten die besseren Möglichkeiten aufs 2:0, aber Horn hatte auch zwei, drei Riesenmöglichkeiten“, erklärte der Coach. Besonders eine Szene blieb ihm im Kopf: „Kurz vor der Pause sind sie zehn Meter frei vorm Tor und schießen daneben. Wenn das 1:1 fällt, läuft es anders.“ So blieb es beim 1:0 zur Halbzeit, auch weil St. Martin in den entscheidenden Zonen aufmerksam blieb und die gefährlichsten Momente der Gäste überstand.
Nach Wiederbeginn stellte Bruckner seine Elf bewusst kompakter ein. „Wir wollten defensiv stabil bleiben, die Null halten und auf Konter gehen“, sagte er, räumte aber ein: „Zu Beginn der zweiten Hälfte war Horn die bessere Mannschaft.“ Genau in diese Phase hinein fiel die Vorentscheidung: In Minute 79 stellte erneut Niklas Höbarth auf 2:0 – der Moment, den Bruckner als Schlüsselszene bezeichnete. „Das 2:0 war der Knackpunkt, ab da haben wir unsere Chancen eiskalt genutzt.“ Nur zwei Minuten später erhöhte Dominik Decker auf 3:0, in der 86. Minute legte Manuel Kaineder nach, und in der Nachspielzeit machte Decker mit seinem zweiten Treffer den 5:0-Endstand perfekt. Aus Trainersicht gingen das 2:0 und 4:0 auf Elfmeter-Situationen zurück, die seine Mannschaft herausgeholt hatte: „Wir haben zwei klare Elfer bekommen.“ Zugleich blieb Bruckner fair: „Ein 5:0 ist zu hoch. Spielerisch war Horn stark, aber wir haben die Tore gemacht.“
Neben der Effizienz hob Bruckner zwei Konstanten hervor: die starke Abwehr und den überragenden Dominik Decker. „Auch wenn es 5:0 ausgeht: Entscheidend war die defensive Stabilität. Wir haben über neunzig Minuten sehr, sehr gut verteidigt und kompakt gearbeitet“, betonte er. Offensiv stach Decker heraus – als Vorbereiter und Vollstrecker. „Dominik Decker, unsere Nummer zwölf, war heute bei jedem Tor beteiligt. Topleistung“, so der Coach. Schon beim frühen 1:0 habe der Weg über eine lange Ballstafette und Ihor Krasnyanyk geführt, dessen Abschluss der Torwart parierte, ehe der zweite Ball verwertet wurde. Zum Schiedsrichter blieb Bruckner sachlich: „Solide Leistung. In Halbzeit eins kann man uns einen Elfer geben, in Halbzeit zwei vielleicht Horn – aber unsere zwei Elfer waren eindeutig. Da gibt’s nichts zu meckern.“
Der deutliche Sieg gibt im Tabellenkeller Rückenwind. „Es ist ein Riesenlebenszeichen. Wir sind noch am Leben, wir kämpfen weiter und werden alles für die nächsten Partien geben“, stellte Bruckner klar.