In der Gebietsliga Süd/Südost teilten sich der ASK Marienthal und der USC Kirchschlag beim 3:3 die Punkte – nach einer wilden zweiten Hälfte. Marienthal drehte das Spiel nach der Pause auf 3:1, kassierte aber spät noch den Ausgleich. Trainer Yasin Bakar sprach von einer starken Leistung nach dem Wechsel und haderte: „Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an.“ Eine Rote Karte gegen seine Mannschaft bezeichnete er als Knackpunkt, der dem möglichen Dreier im Weg stand.

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Kirchschlag erwischte den besseren Moment vor der Pause: In Minute 42 stellte Stefan Weidinger auf 0:1, mit diesem Rückstand ging Marienthal in die Kabine. Nach dem Seitenwechsel legten die Hausherren zu und drehten die Partie binnen weniger Minuten. Erst besorgte Andre Hofer in der 50. Minute das 1:1, nur zwei Minuten später drehte Jan Dolnik die Begegnung auf 2:1. Marienthal blieb dran, nutzte seine nächste gute Phase und erhöhte durch Emre Coskuner in der 67. Minute auf 3:1. Kirchschlag gab nicht auf, Weidinger brachte die Gäste in der 75. Minute wieder heran. In der Schlussminute dann der Nackenschlag für Marienthal: Tobias Ofenböck traf zum 3:3 und nahm den Gastgebern den sicher geglaubten Sieg.
Nach dem Schlusspfiff sprach Yasin Bakar Klartext. „Kirchschlag hatte einen guten Anfang“, sagte der Marienthal-Coach, der den starken Auftritt seines Teams nach der Pause hervorhob: „In der zweiten Halbzeit hatten wir das Spiel in der Hand.“ Seine Mannschaft habe die Möglichkeiten eiskalt verwertet: „Die Chancen, die wir hatten, haben wir auch gemacht.“ Warum es trotzdem nicht zum Heimsieg reichte, machte Bakar an einer Szene fest: „Die rote Karte hat uns das Genick gebrochen. In Unterzahl konnten wir die drei Punkte nicht mitnehmen.“ Zur Leistung des Unparteiischen meinte er ausgewogen: „Es gab strittige Szenen, über die man diskutieren kann, aber insgesamt war es in Ordnung.“ Für Bakar bleibt der bittere Beigeschmack: „Das Unentschieden fühlt sich wie eine Niederlage an.“
In seiner Analyse nahm Bakar auch den Gegner mit: „Wir haben gewusst, dass sie lange Bälle spielen und schnell in die Spitze wollen. Das haben wir unterbunden.“ Dass er den Gegner über weite Strecken im Griff sah, bestimmte auch seine Bewertung: „Durch die Spieldominanz waren wir näher am Sieg. Es wäre gerecht gewesen, wenn wir die drei Punkte mitgenommen hätten.“ In der Tabelle rangiert Marienthal derzeit auf Platz 13 mit 16 Punkten, Kirchschlag hält bei 27 Zählern auf Rang 8. Für Marienthal bleibt damit vor allem die Erkenntnis, an die starke zweite Halbzeit anknüpfen zu können, um im unteren Tabellendrittel die nächsten Punkte zu holen.