In der Gebietsliga Süd/Südost setzte sich der ASK Bad Fischau-Brunn gegen den SC Sommerein mit 2:1 durch. Der Tabellenzweite legte früh vor und verwaltete den Vorsprung bis zur Pause, ehe Sommerein nach dem Seitenwechsel an Fahrt aufnahm und durch Manuel Gotschy verkürzte. Co-Trainer Dominik Gotschy sprach nach dem Spiel von einer klaren Halbzeitteilung und haderte weniger mit dem Schiedsrichter als mit der eigenen Effizienz: „Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen, aber die Chancenauswertung hat heute den Unterschied gemacht.“ Zudem lobte er den Auftritt der Heimelf in Hälfte eins.

Foto: Harald Dostal/fodo.media
Die Partie begann mit einem Nackenschlag für Sommerein: Bereits in Minute 2 stellte Daniel Randak auf 1:0 für Bad Fischau-Brunn. Die Gäste fanden in dieser Phase kaum Zugriff, ließen dem Gegner zu viel Ballbesitz und liefen lange dem frühen Rückstand hinterher. Co-Trainer Dominik Gotschy nahm seine Mannschaft in die Pflicht: „Es war ein schwieriger Beginn für uns. Wir waren von Beginn weg nicht wirklich präsent und wurden früh bestraft.“ Die Hausherren spielten ihre Überlegenheit vor der Pause konsequent aus. Sommerein bekam die Räume im Zentrum nicht dicht, Bad Fischau ließ den Ball laufen und wartete geduldig auf die nächste Lücke – wieder war Randak zur Stelle und erhöhte in der 43. Minute auf 2:0. „Gefühlt hatte der Gegner in den ersten 45 Minuten 70 bis 80 Prozent Ballbesitz. Sie sind zweimal auf unser Tor gekommen und haben sich zweimal mit einem Tor belohnt“, beschrieb Gotschy den ersten Durchgang, der mit einem 2:0 für die Heimischen in die Kabinen ging.
Nach dem Seitenwechsel kam ein anderes Sommerein aus der Kabine. „In der zweiten Halbzeit sind wir ganz anders aus der Kabine gekommen“, betonte Gotschy. Zunächst gestalteten die Gäste die ersten Minuten nach der Pause ausgeglichen, legten dann spürbar zu und schoben die Partie immer weiter in die Bad-Fischauer Hälfte. In der 65. Minute fiel der verdiente Anschluss: Manuel Gotschy drückte zum 2:1 ein und brachte seine Farben endgültig zurück ins Spiel. „Die ersten fünf bis fünfzehn Minuten nach der Pause waren ausgeglichen, danach haben wir die letzten zwanzig, fünfundzwanzig Minuten ganz klar das Heft in die Hand genommen. Wir haben den Anschlusstreffer erzielt“, so der Co-Trainer. Sommerein blieb am Drücker, suchte immer wieder den Weg in die Box und drängte bis in die Schlussphase auf das 2:2. Für Gotschy stand fest: „In der zweiten Halbzeit waren wir ganz klar die stärkere Mannschaft. Ein Unentschieden wäre gerechter gewesen.“
Bei aller Aufholjagd blieb am Ende die Erkenntnis, dass Bad Fischau die knappen Szenen im Strafraum eiskalt nützte. „Die haben versucht, den Ball in den eigenen Reihen zu halten, waren kompakt, haben uns rausgelockt und waren kaltschnäuzig vor dem Tor“, sagte Gotschy anerkennend. Seine Rechnung fiel nüchtern aus: „Die Chancenauswertung – ganz klar. Wir haben drei, vier Chancen, machen ein Tor. Bad Fischau-Brunn hat zwei Chancen, macht zwei Tore.“ Diskussionen gab es laut dem Co-Trainer nur in der Nachspielzeit: „Die Schiedsrichterleistung war vollkommen in Ordnung. In der 94. Minute hätte man eventuell auf Elfmeter für uns entscheiden können.“ Er verwies auf eine strittige Aktion im Strafraum, hielt aber zugleich fest, dass das Schiedsrichterteam insgesamt „durchaus in Ordnung“ agierte. Am Ergebnis änderte die Debatte nichts mehr.
Mit dem Heimsieg festigte Bad Fischau-Brunn Rang zwei (45 Punkte), Sommerein bleibt nach 21 Runden als Zwölfter bei 17 Zählern gefordert. Der Spielverlauf passte zur Ausgangslage: Der Favorit legte vor, der Underdog blieb dran und glaubte bis zuletzt ans 2:2. Gotschy nahm vor allem die erste Hälfte als Lernpunkt mit: „In der ersten Halbzeit war es vor allem die Einstellung.“ Zugleich sah er genug Positives für die nächsten Aufgaben: „In der zweiten Halbzeit sind wir ganz anders aufgetreten.“ Klar ist für ihn auch, woran gearbeitet wird: an der Effizienz im letzten Drittel. Gelingt ein Start wie nach der Pause, sind die Punkte wieder greifbar.