Spielberichte

Djuro Mihaljica (Trainer SC Maria Lanzendorf): 'Uns hat die Cleverness gefehlt'

SV Wienerwald
Maria Lanzendorf

In der Gebietsliga Süd/Südost musste der SV Wienerwald gegen den SC Maria Lanzendorf lange arbeiten, ehe ein 3:2-Heimsieg stand. Die Gäste legten stark los, führten früh und ärgerten den Tabellenführer, doch vor der Pause drehte Wienerwald die Partie und verwaltete die Führung bis in die Schlussphase. Trainer Djuro Mihaljica sprach von einer ordentlichen Vorstellung, aber auch von fehlender Cleverness – und haderte mit drei vermeidbaren Gegentoren.

Fußballspieler holt zum Schuss aus

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Starker Start der Gäste – Wienerwald dreht das Spiel vor der Pause

Maria Lanzendorf erwischte den besseren Start und ging in Minute 17 durch Sasa Pantic 0:1 in Führung – sein Abschluss war, wie Trainer Djuro Mihaljica einräumte, „ein bisschen glücklich, ein abgefälschter Schuss“. Bis zur 20. Minute sah er seine Elf vorne: „Bis zur 20. Minute waren wir besser und sehr gefährlich.“ Doch Wienerwald fand sofort die Antwort. Nur drei Minuten später stellte Samuel Liptak auf 1:1, und der Tabellenführer übernahm die Kontrolle. In der 22. Minute brachte David Würfel die Hausherren 2:1 nach vorne, kurz vor der Pause erhöhte Florian Wirth in der 44. Minute auf 3:1. „Nach dem Ausgleich hatte Wienerwald mehr vom Spiel, und wir haben die Gegentore bis zur Halbzeit zu schnell und zu einfach bekommen“, so Mihaljica. Nach dem Seitenwechsel warfen die Gäste noch einmal alles hinein. Chancen waren da, doch das 3:2 von Valentin Nikolic fiel erst in der Nachspielzeit (90.+3) – zu spät, um dem Leader noch Punkte zu nehmen.

Drei Schlüsselmomente, die teuer wurden

Drei Szenen aus Halbzeit eins ärgerten den Coach besonders, weil sie aus seiner Sicht vermeidbar waren. „Wir führen 1:0, haben in der gegnerischen Hälfte einen Einwurf – und kassieren daraus das 1:1. Das darf eigentlich nicht passieren.“ Beim zweiten Gegentreffer fehlte das taktische Stoppsignal: „Da müssen wir das Foul früher machen, dann passiert es nicht.“ Und das 3:1 unmittelbar vor der Pause sei ebenfalls unnötig gewesen: „In der 45. Minute kommt ein Freistoß von der Seite, dann ein Gestochere im Sechzehner – auch das war zu vermeiden.“ Unterm Strich lautete sein Befund klar: „Die Gegentore waren zu billig.“ Genau diese Momente machten an diesem Abend den Unterschied zwischen einem couragierten Auftritt und einem zählbaren Ergebnis aus.

Respekt vor dem Leader – und was Maria Lanzendorf mitnimmt

Bei allem Ärger fand Mihaljica auch anerkennende Worte für den Gegner. „Wienerwald ist eine sehr gute Mannschaft. Die stehen nicht umsonst auf dem ersten Tabellenplatz und hatten heute mehr Ballbesitz als wir.“ Die Tabelle unterstreicht das: Nach 21 Runden führt Wienerwald mit 54 Punkten, Maria Lanzendorf hält als Sechster bei 28. Für den Trainer lag der Unterschied vor allem in der Erfahrung: „Man sieht, dass Wienerwald eine erfahrene Mannschaft ist, die haben einige Bundesligaspieler in ihren Reihen. Uns hat in manchen Situationen die Cleverness und die Routine gefehlt.“ Lob gab es auch für den Unparteiischen: „Der Schiedsrichter war in Ordnung, hat hart spielen lassen – aber auf beiden Seiten.“ Mitnehmen will er trotzdem viel Positives: „Die Mannschaft hat alles gegeben. Wenn wir die einfachen Fehler abstellen, belohnen wir uns mit einem Punkt oder sogar mit drei.“

Gebietsliga Süd/Südost: Wienerwald : Maria Lan. - 3:2 (3:1)

  • 93
    Valentin Nikolic 3:2
  • 44
    Florian Wirth 3:1
  • 22
    David Würfel 2:1
  • 20
    Samuel Liptak 1:1
  • 17
    Sasa Pantic 0:1