Ein früher Standard entschied eine enge Partie in der Gebietsliga Süd/Südost: Die SG Weissenbach/Klausen-L./A. gewann beim SC Leopoldsdorf mit 1:0. Für die Heimischen ärgerlich, weil es danach kaum Räume gab. Trainer Roman Schlögl sprach von einer defensiv geprägten Begegnung und haderte vor allem mit der eigenen Zielstrebigkeit nach vorne: "Uns fehlte die nötige Durchschlagskraft in der Offensive." Positiv blieb für ihn, dass seine Elf bis zum Schluss alles reinwarf: "Gekämpft haben wir bis zur letzten Minute."

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Die Geschichte des Abends war schnell erzählt – und musste danach über weite Strecken ausgehalten werden. Schon in der Anfangsphase schlug Weissenbach/Klausen-L./A. zu: Florent Thaci verwandelte einen ruhenden Ball zur frühen Gästeführung. Aus Sicht der Leopoldsdorfer war es ein direkter Freistoß, der die Weichen stellte. Was folgte, war genau das Spiel, das nach so einem Start oft entsteht: Beide Mannschaften standen kompakt, schoben die Linien eng zusammen und ließen wenig riskante Aktionen zu. Leopoldsdorf suchte den Weg in die Tiefe, fand ihn aber zu selten. Zur Pause stand es weiterhin 0:1 – und auch nach dem Seitenwechsel änderte sich am Grundmuster wenig. Die Gastgeber versuchten dranzubleiben, arbeiteten sauber gegen den Ball, doch vorne fehlte der zündende Moment. Weissenbach/Klausen-L./A. verteidigte den Vorsprung konzentriert und brachte das Ergebnis über die Zeit.
Roman Schlögl ordnete den Knackpunkt klar ein: "Das 1:0 fiel ganz früh. Danach konzentrierten sich beide Mannschaften aufs Verteidigen." Gerade weil das Tor aus einem Standard entstanden war, blieb der Moment hängen. "Der direkte Freistoß zum 1:0 resultierte aus einer möglicherweise fragwürdigen Foulentscheidung. Aus meiner Sicht hat es nicht nach Foul ausgesehen. Kann sein, dass es der Schiedsrichter besser erkannte. Wir hatten zu diesem Zeitpunkt aber noch fast das ganze Spiel vor uns. Insofern zählt diese Ausrede nicht.", sagte der Leopoldsdorf-Trainer, schob aber sofort die Einordnung hinterher: "Die Leistung des Schiedsrichters war alles in allem gut." Deutlich wurde er, wenn es um den eigenen Auftritt mit Ball ging: "Uns fehlte die nötige Durchschlagskraft in der Offensive. Wie schon vergangene Woche in Himberg, haben wir versucht, den Ball laufen zu lassen." Das ist der rote Faden der Partie aus seiner Sicht: diszipliniert im Verteidigen, aber im letzten Drittel fehlte der nötige Druck, um die eine klare Möglichkeit zu erzwingen.
Ein weiterer Punkt, den Schlögl hervorhob: "Körperlich waren sie robuster als wir." Genau diese Robustheit half den Gästen, den frühen Vorsprung zu verwalten. Leopoldsdorf warf dagegen, was noch ging – "Gekämpft haben wir bis zur letzten Minute" –, doch ohne den Punch vorne bleibt am Ende eben ein knappes 0:1 stehen.
In der 22. Runde nimmt Weissenbach/Klausen-L./A. damit drei Zähler fürs gesicherte Mittelfeld mit (laut Tabelle bei 33 Punkten), während Leopoldsdorf bei 19 Punkten bleibt. Für die Heimischen heißt das: Die defensive Ordnung stimmt über weite Strecken, doch im letzten Drittel müssen Lösungen her. Schlögls Fazit ist ein klarer Auftrag für die nächste Woche: mehr Wucht, mehr Klarheit – dann sollen die knappen Spiele wieder auf die eigene Seite kippen.