In der Gebietsliga Süd/Südost empfing der SC Maria Lanzendorf den ASK Eggendorf und unterlag nach 0:0 zur Pause mit 1:2. Eggendorf traf kurz nach Wiederbeginn und legte spät nach, ehe Tim Lanzer in der Nachspielzeit nur mehr verkürzte. Trainer Djuro Mihaljica sah eine enge Partie, in der seiner Elf im letzten Drittel die Ruhe fehlte. "Wir haben die Situationen besser fertigspielen müssen", sagte er – und sprach von viel Hektik nach Seitenwechsel.

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Die ersten 45 Minuten gehörten über weite Strecken den Gästen. "In der ersten Halbzeit hatte Eggendorf mehr vom Spiel", hielt Djuro Mihaljica fest. Aus seiner Sicht war sogar Pech dabei: Eggendorf traf an die Latte, während die Hausherren über schnelle Umschaltmomente Nadelstiche setzten. "Wir waren über Konter immer wieder gefährlich", beschrieb der Trainer die besten Phasen seines Teams. Weil beide Seiten ihre Möglichkeiten liegen ließen, ging es mit einem 0:0 in die Kabinen – ein Zwischenergebnis, das den Kräfteverhältnissen entsprach: Eggendorf mit mehr Kontrolle, Maria Lanzendorf aufmerksam in der Defensive und mit Raum für den Moment, der das Stadion hätte aufwecken können.
Genau dieser Moment passierte nach dem Wechsel – allerdings auf der anderen Seite. In Minute 47 stellte Mert Mustafa Ekinci auf 0:1 und gab Eggendorf Rückenwind. "Gleich nach Wiederbeginn bekommen wir das 0:1, danach wurde es hektisch", so Mihaljica. Der Trainer sprach von einem Spiel, das aus dem Rhythmus geriet. Seine Kritik blieb deutlich, ohne zu überdrehen: "In meinen Augen hatte der Schiedsrichter das Match nicht unter Kontrolle. Er hat mehr Hektik reingebracht, als notwendig war." Maria Lanzendorf blieb dran, doch die Entscheidung fiel spät: Hamid Aminpur erhöhte in der 80. Minute auf 0:2. Erst in der Nachspielzeit brachte Tim Lanzer den Anschluss zum 1:2 (90.+4), der allerdings zu spät kam, um noch einmal richtig Druck aufzubauen.
In der Analyse nahm Mihaljica seine Mannschaft in die Pflicht, ohne die Leistung schlechtzureden. "Wir waren im letzten Drittel zu hektisch. Der letzte Pass hat gefehlt oder der Abschluss war nicht sauber", erklärte er. Zugleich hob er die Qualität des Gegners hervor: "Eggendorf ist eine spielstarke Mannschaft. Die zwei Gegentore waren super Einzelaktionen – da müssen wir einfach besser verteidigen." Das passte zum Verlauf: Chancen waren da, die Effizienz lag bei den Gästen. "Der Anschlusstreffer kam leider zu spät, um noch einen Punkt mitzunehmen", meinte der Coach. Trotz der Niederlage sah er Charakter: "Die Mannschaft hat alles gegeben und gekämpft."
Für die nächsten Runden setzt er auf Entwicklungsschritte seines jungen Kaders: "Uns fehlt in diesen Top-Spielen noch etwas Erfahrung. Wir haben viele junge Spieler – mit der Zeit werden wir das besser machen."