Spielberichte

Reisenberg zeigt Teamauftritt, verliert in Eggendorf nach Doppelschlag 1:3

ASK Eggendorf
SC Reisenberg

In der Gebietsliga Süd/Südost musste der SC Reisenberg beim ASK Eggendorf eine 1:3-Niederlage hinnehmen. Ein schneller Doppelschlag vor der Pause stellte die Weichen, nach dem Anschluss von David Schnakl blieb es lange offen, ehe Eggendorf in der Nachspielzeit alles klarmachte. Trainer Kurt Jusits sah dennoch „einen unserer besten Auftritte im Frühjahr“ – kompakt im Block, aber „in zwei Szenen zu nachlässig“, die am Ende teuer kamen.

Fußballspieler legt sich den Ball auf

Image by Alexander Fox | PlaNet Fox from Pixabay

Doppelschlag zerstört den Plan – Reisenberg lange stabil

Reisenberg stellte Eggendorf zunächst vor Aufgaben. „Eggendorf hatte sehr viel Ballbesitz, wir waren aber sehr stabil in der Defensive. Wir haben eng gestanden, tief verteidigt und keine echten Chancen zugelassen. Das war eine unserer besten Partien, vielleicht sogar das beste Spiel im Frühjahr“, bilanzierte Kurt Jusits. Dann kippte die Partie binnen Minuten: In der 32. Minute traf Mert Mustafa Ekinci zum 1:0, in Minute 35 legte Arian Iljazi das 2:0 nach. Genau dort sah Jusits den Knackpunkt: „Speziell das 1:0, da haben wir schlecht attackiert und standen schlecht. Im Zentrum waren wir in Unterzahl, weil sich der Innenverteidiger zu weit rausziehen ließ. Ohne dieses Tor gehen wir wohl mit 0:0 in die Pause. Eine, zwei Minuten später fällt das 2:0 – und mit so einem Rückstand ist es in Eggendorf schwer zu punkten.“ Mit 2:0 für die Hausherren ging es in die Kabinen.

Hoffnung nach Schnakl – Albina setzt spät den Schlusspunkt

Nach dem Seitenwechsel blieb Reisenberg diszipliniert und lauerte auf Umschaltmomente. Genau da forderte der Coach noch mehr Schärfe: „Die Konter, die wir eingeleitet haben, müssen wir präziser spielen – passgenauer, schneller, mutiger, auch mal eins gegen eins in die Box suchen.“ Der Anschluss kam trotzdem: In der 65. Minute verkürzte David Schnakl auf 2:1 und machte die Begegnung noch einmal spannend. „Wir haben das 2:1 gemacht, die Leistung war in Ordnung. Schade, dass wir keine Punkte mitgenommen haben“, meinte Jusits. Reisenberg arbeitete weiter sauber gegen den Ball, doch die späte Entscheidung fiel auf der anderen Seite: In der 90.+2 traf Catalin-Andrei Albina zum 3:1 für Eggendorf. Aus Sicht des Gastes blieb es bei der ärgerlichen Erkenntnis, dass Kleinigkeiten den Unterschied machten. „Verloren haben wir es in der Defensive und im Umschaltspiel: ungenaue Zuspiele, zwei schwache taktische Momente in 90 Minuten. Ansonsten waren wir taktisch, läuferisch und kämpferisch sehr gut.“

Teamgeist, leere Ränge und ein „Turm in der Schlacht“

Trotz des Ergebnisses nahm Jusits viel Positives mit. „Einstellung, taktische Disziplin und Laufbereitschaft waren top. Endlich einmal ein Auftreten als Team und nicht als Individualisten. Das hat mir besonders gefallen“, sagte der Trainer, der zugleich offen mit der Lage umging: „Wir sind zwar schon abgestiegen, aber die Mannschaft hat einen Schritt nach vorne gemacht.“ Beim Gegner sah er eine solide, aber nicht überragende Vorstellung: „Ich vermute, Eggendorf hat uns ein bisschen unterschätzt. Sie waren nicht so stark, wie wir erwartet haben. Eggendorf hat die Pflicht erfüllt, aber nicht geglänzt.“ Zufrieden war er mit dem Unparteiischen („Strittige Situationen gab es nicht, die Schiedsrichterleistung war in Ordnung“), enttäuscht hingegen von der Kulisse: „Es waren vielleicht 30 Zuschauer, bei tollem Fußballwetter.“ Ein Sonderlob bekam Verteidiger Raphael Leskiewicz: „Das war der Turm in der Schlacht, er hat ein überragendes Spiel gemacht.“ In der Tabelle unterstreicht das 3:1 Eggendorfs Platz zwei (49 Punkte), während Reisenberg mit sechs Zählern Schlusslicht bleibt.

Gebietsliga Süd/Südost: Eggendorf : Reisenberg - 3:1 (2:0)

  • 92
    Catalin-Andrei Albina 3:1
  • 65
    David Schnakl 2:1
  • 35
    Arian Iljazi 2:0
  • 32
    Mert Mustafa Ekinci 1:0